Thiem-Manager Straka nach Sieg: "Episches Finale"

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Nur aus der Entfernung mitgezittert hat beim dramatischen 2:6, 4:6, 6:4, 6:3, 7:6(6)-Sieg von Dominic Thiem über den Deutschen Alexander Zverev auch Thiem-Manager Herwig Straka.

"Es war ein episches Finale, das muss man echt sagen - es geht in die Geschichtsbücher ein", lautete in der Nacht auf Montag der Kommentar des Steirers gegenüber der APA.

"Die Dramaturgie war einfach ein Wahnsinn, weil bis jetzt war eigentlich immer Dominic der, der das Spiel dominiert hat. Wir waren vom Sascha (Zverev) überrascht, er hat wirklich gut gespielt, vor allem in den ersten Sätzen", analysierte Straka. Überraschend sei für ihn aber auch gewesen, dass Thiem so nervös war. "Wenn es blöd hergeht, ist es relativ schnell aus."

Er selbst habe gesagt, dass Thiem das Match gewinnt, wenn er den dritten Satz für sich entscheidet. "Es war nicht zu prophezeien, aber es hat sich gedreht und er hat dann wirklich gut gespielt", so Straka.

Thiems Marktwert explodiert durch Triumph

Was dieser Grand-Slam-Titel zwar quasi ohne die "big three", Roger Federer (verletzt), Rafael Nadal (wegen Coronakrise nicht teilgenommen) und Novak Djokovic (disqualifiziert) aber bedeutet, darüber ist sich Straka sicher.

"Ich glaube, das war jetzt nicht leichter, sondern es war ein Super-Finale. Unter den mental schwierigen Voraussetzungen das zu gewinnen, war, glaube ich, noch um eine Stufe höher. Dass das Match so gelaufen ist, wie es gelaufen ist, sorgt sicherlich auch überall für Gesprächsstoff, das macht ihn dann mehr stolz und sicherlich über alle Grenzen hinaus bekannt."

Für den Marktwert seines Schützlings ist dieser Sieg freilich ein weiterer Schub, gerade im großen Markt USA. "Wo er es geschafft hat, wie er es geschafft hat, die Art und Weise wie das Match gelaufen ist, ist natürlich eine tolle Geschichte und im Marketing muss man Geschichten erzählen und es hilft definitiv", weiß Straka, der auch im ATP-Tour-Board sitzt und zudem Turnierboss des Erste Bank Open in Wien ist.

French Open als nächster Stopp oder doch schon Hamburg?

Das ganz große Ziel hat Thiem nun erreicht, er selbst glaubt daran, dass dies nun eine Art Befreiung für künftige Aufgaben erwirkt. "Das war ja auch der Vorteil der großen Drei oder Vier, dass sie eben in solchen Spiele nicht mehr nervös reingegangen sind, weil sie das dann schon alles erlebt hatten", glaubt Straka.

Bei welchem Turnier es nun für seinen Schützling weitergeht, weiß Straka selbst noch nicht. Dass er beim Masters-1000-Turnier in Rom schon diese Woche nicht spielen kann, war schon länger klar. "Aller Wahrscheinlichkeit nach werden die French Open das nächste Turnier sein." Es könne aber auch sein, dass Thiem in Hamburg eine Wildcard nutzt. "Ich kann nicht ausschließen, dass er doch dort das Turnier nutzt, um wieder ins Sandplatztennis reinzukommen."

Inwiefern Thiem die US-Open-Strapazen wegstecken und dennoch bei den am 27. September beginnenden French Open wieder ganz weit kommen kann, kann Straka nicht beantworten. "Das werden wir nach einer Woche wissen, wie weit er sich wieder erholt hat. Das war sicherlich mental extrem herausfordernd. Ich glaube, diese soziale Isolation, war nicht einfach. Da wird er sicher ein paar Tage brauchen, bis er den Kopf wieder frei kriegt."

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Thiem nach US-Open-Triumph: "Da sind die Schlümpfe gekommen"

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