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Road to America: Wo Österreichs Tennis-Talente entdeckt werden

Viele Nachwuchsathleten träumen davon, ihre Profikarriere und ihre Bildung in Amerika zu verbinden. Beim Tennis-Showcase könnte der Wunsch in Erfüllung gehen.

Road to America: Wo Österreichs Tennis-Talente entdeckt werden Foto: © Smarthlete

"Eine unglaubliche Erfahrung auf und neben dem Court!"

So beschreibt Aaron Kelle seine Teilnahme am Tennis-Showcase von Smarthlete im Rahmen der United World Games 2026. Zahlreiche Jugendliche hatten in Klagenfurt die Möglichkeit, sich vor Coaches der diversen amerikanischen Colleges zu beweisen und ins Rampenlicht zu spielen.

Vier Tage lang hatten sie die Chance, sich für ein Tennis-Stipendium in den USA zu empfehlen. Teilnahmeberechtigt waren Jugendliche der Jahrgänge 2006 bis 2011.

2026 waren unter anderem Trainer der Unis Michigan State University (NCAA D1), Montana State University (NCAA D1) oder dem Albright College (NCAA D3) dabei.

"Es ist das perfekte Sprungbrett"

Doch was macht einen Stipendienplatz für die Tennis-Nachwuchstalente so attraktiv und warum gehen sie nicht den "österreichischen Weg"? "Es erlaubt ihnen, Sport auf höchstem Niveau mit einer akademischen Ausbildung zu verbinden. Während es in Österreich oft schwierig ist, Leistungssport und ein Studium an einer Universität unter einen Hut zu bringen, ist das amerikanische College-Sport-System darauf ausgelegt, beides miteinander zu kombinieren", erklärt Ben Zechmeister von Smarthlete.

Er erwähnt weiters, dass das Event für den österreichischen Tennissport "eine extrem wichtige Lücke schließen würde". Zudem könne man die Kosten mit einem Stipendium deutlich reduzieren, vollständig abdecken oder sogar etwas dazuverdienen.

Doch auch Erfahrungen, wie eine neue Kultur, eine andere Sprache und viele Eindrücke prägen die Zeit in Amerika. "Ein Tennisstipendium ist das perfekte Sprungbrett - egal, ob man danach auf die ATP/WTA-Tour möchte oder den Berufsweg einschlägt", ergänzt er.

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Jeder Teilnehmer absolvierte drei bis vier Spiele, zudem gab es ein Training mit den Coaches.
Foto: ©Smarthlete

Voraussetzung für ein Stipendium ist die allgemeine Hochschulreife sowie die nötigen Englischkenntnisse. Doch auch die sportliche Leistung ist essentiell. Von NCAA Division I Universitäten sei meist ein UTR-Ranking von 11 bis 12 bei den Herren und 9 bis 10 bei den Frauen nötig.

Doch auch schwächere Athleten haben laut Zechmeister eine Chance, nachdem es in den USA über 1000 Unis mit solchen Teams in verschiedenen Ligen gebe.

United World Games bieten Tennis-Showcase Bühne

Insgesamt waren 2026 in Klagenfurt rund 60 Nachwuchshoffnungen vertreten. Eingebettet war das Event in die United World Games. Eine Veranstaltung, bei der tausende Sportler und Sportlerinnen sich in diversen Sportarten messen und um Medaillen kämpfen.

"Unser Showcase ist nicht nur ein reines Sichtungsturnier, sondern durch die Einbettung in die United World Games ein unvergessliches Erlebnis, welches den Sportlern lange in Erinnerung bleiben wird", berichtet Zechmeister.

Neben einer Trainingseinheit mit den angereisten Trainern standen auch drei bis vier Spiele auf dem Programm. Bei Teilnehmerin Emilia Zmölnig hat das Event einen bleibenden Eindruck hinterlassen: "Ich erinnere mich daran, dass ich Klagenfurt verlassen habe und wirklich Tennis-College spielen wollte. Es hat nicht länger 'nur' interessant geklungen. Ich wollte es wirklich umsetzen", sagt sie.

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Einige Trainer kamen persönlich vorbei, für andere wurden die Duelle online übertragen.
Foto: ©Smarthlete

Besonders hebt die Tennisspielerin hervor, dass ihr gezeigt wurde, dass sie sich nicht zwischen Tennis und anderen Dingen entscheiden müsse, sondern es einen Weg gebe, all das miteinander zu verbinden.

Vom College auf die große Tennis-Bühne

Einen Weg wie unter anderem US-Open-Finalist Ben Shelton (USA) streben wohl die meisten jungen Athleten an. Auch er spielte einst College-Tennis an der University of Florida - ebenso wie der Deutsche Andreas Mies, der zwei French-Open-Titel im Doppel gewann.

Auch bei den Frauen gibt es ein bekanntes Beispiel: Die Russin Diana Shnaider kam 2022 nach Amerika, um für die North Carolina State University zu spielen.

Für die Teilnehmer ist der nächste Schritt jedoch erstmal eine Zusage der Trainer, ehe man sehen wird, wie sie sich entwickeln und ob sie es auf die ATP- beziehungsweise WTA-Tour schaffen.

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