Voraussetzung für ein Stipendium ist die allgemeine Hochschulreife sowie die nötigen Englischkenntnisse. Doch auch die sportliche Leistung ist essentiell. Von NCAA Division I Universitäten sei meist ein UTR-Ranking von 11 bis 12 bei den Herren und 9 bis 10 bei den Frauen nötig.
Doch auch schwächere Athleten haben laut Zechmeister eine Chance, nachdem es in den USA über 1000 Unis mit solchen Teams in verschiedenen Ligen gebe.
United World Games bieten Tennis-Showcase Bühne
Insgesamt waren 2026 in Klagenfurt rund 60 Nachwuchshoffnungen vertreten. Eingebettet war das Event in die United World Games. Eine Veranstaltung, bei der tausende Sportler und Sportlerinnen sich in diversen Sportarten messen und um Medaillen kämpfen.
"Unser Showcase ist nicht nur ein reines Sichtungsturnier, sondern durch die Einbettung in die United World Games ein unvergessliches Erlebnis, welches den Sportlern lange in Erinnerung bleiben wird", berichtet Zechmeister.
Neben einer Trainingseinheit mit den angereisten Trainern standen auch drei bis vier Spiele auf dem Programm. Bei Teilnehmerin Emilia Zmölnig hat das Event einen bleibenden Eindruck hinterlassen: "Ich erinnere mich daran, dass ich Klagenfurt verlassen habe und wirklich Tennis-College spielen wollte. Es hat nicht länger 'nur' interessant geklungen. Ich wollte es wirklich umsetzen", sagt sie.
Besonders hebt die Tennisspielerin hervor, dass ihr gezeigt wurde, dass sie sich nicht zwischen Tennis und anderen Dingen entscheiden müsse, sondern es einen Weg gebe, all das miteinander zu verbinden.
Vom College auf die große Tennis-Bühne
Einen Weg wie unter anderem US-Open-Finalist Ben Shelton (USA) streben wohl die meisten jungen Athleten an. Auch er spielte einst College-Tennis an der University of Florida - ebenso wie der Deutsche Andreas Mies, der zwei French-Open-Titel im Doppel gewann.
Auch bei den Frauen gibt es ein bekanntes Beispiel: Die Russin Diana Shnaider kam 2022 nach Amerika, um für die North Carolina State University zu spielen.
Für die Teilnehmer ist der nächste Schritt jedoch erstmal eine Zusage der Trainer, ehe man sehen wird, wie sie sich entwickeln und ob sie es auf die ATP- beziehungsweise WTA-Tour schaffen.