Thiem über Gaston: "Er wird auf einer Welle schwimmen"
"Ich kenne ihn nicht so gut, habe ein bisserl sein Match gegen Nishioka gesehen", sagte Thiem nach seinem Achtelfinaleinzug. Selbstverständlich hat er sich auch das Match gegen Wawrinka angesehen und sich vom Überraschungsmann ein aktuelles Bild gemacht.
"Der Gaston hat echt richtig gut gespielt. Er hat unglaublich variiert, weiß auch genau wie man bei den Bedingungen spielt, sensationelle Stopps. Also ich werde mich drauf einstellen, dass ich oft vorsprinten werde", erklärte Thiem nach einem eineinhalbstündigen Training am Samstag.
Zudem ist er sicher, dass auch der Youngster viel Selbstvertrauen gesammelt hat. "Der wird natürlich auch auf der Welle schwimmen, das heißt viel besser spielen, als seine Weltranglisten-Position besagt. Ich werde wieder versuchen, dass ich ihm vom ersten Ball an zeige, dass meine Form derzeit auch sehr gut ist. Dann wird das hoffentlich gut klappen."
Gaston: "Ich werde versuchen es zu genießen"
Gaston selbst schwimmt auf der Glückswelle, ist aber krasser Außenseiter. "Ich bin sehr glücklich, dass ich gegen Dominic spielen kann. Er ist ein fantastischer Spieler, ein großer Fighter", meinte Gaston vor seinem ersten Major-Achtelfinale. "Es wird sicher hart, aber ich werde versuchen es zu genießen und dann sehen wir."
Der Franzose, der nach Wildcards für die Australian Open 2020 sowie 2018 in Marseille erst sein drittes Turnier auf Tour-Level bestreitet, ist der erste Spieler außerhalb der Top 200 im Roland-Garros-Achtelfinale seit seinem Landsmann Arnaud di Pasquale (damals ATP-283.) im Jahr 2002. Mit Sebastian Korda (USA) tat es ihm danach ein weiterer Spieler gleich.
(Text wird unter dem Video fortgesetzt)
Unabhängig vom nächsten Gegner ist Thiems Grand-Slam-Bilanz im von der Corona-Pandemie so außergewöhnlichen Jahr 2020 bisher fast makellos: Hauchdünn verlorenes Finale bei den Australian Open, Titel bei den US Open und nun schon wieder drei Siege in Paris - macht 16:1-Siege.
Thiem: "Meine Reserven sind sicher nicht endlos"
Auch wenn Thiem vorgibt, nicht über das jeweils nächste Match hinausdenken zu wollen: sollte er sich am Sonntag durchsetzen, trifft er am Dienstag entweder auf seinen guten Tour-Freund Diego Schwartzman (ARG-12) oder den ebenfalls überraschenden Italiener Lorenzo Sonego. Danach könnte es im Halbfinale zur Wiederholung der Roland-Garros-Finali 2018 und 2019 gegen Rafael Nadal kommen.
Doch zunächst gilt es, mit Außenseiter Gaston die vierte Hürde aus dem Weg zu räumen. Und dabei wie schon bisher möglichst wenige Kraft aufzuwenden. "Jedes Match, das nicht zu lange ist, hilft Energie zu sparen. Das ist jetzt noch wichtiger, weil meine Reserven sind sicher nicht endlos nach den letzten Wochen", weiß auch Thiem.
Zumindest wird er wieder auf dem größten Court von Roland Garros spielen. Ab dem Viertelfinale wird ohnehin jedes Einzel auf dem Court Philippe Chatrier ausgetragen, um eventuelle Ungerechtigkeiten wegen Regenverschiebungen zu verhindern. "Ich finde den Platz geil zum Spielen. Jetzt durch das Dach ist er noch ein bisserl lässiger für mich zu spielen als in den letzten Jahren."
Thiem gegen Gaston am Sonntag ab ca. 17 Uhr im LIVE-Ticker >>>
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