Novak: "Julian und ich haben direktes Verhältnis"

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Die Top 100 der Welt sind eine elitäre Gruppe im Herren-Tennis. Es ist eine magische Grenze, die nur die wenigsten im ATP-Ranking klassierten Spieler einmal knacken können.

Schon seit einigen Jahren klopft Dennis Novak an die Top-100-Tür an. Einen Spalt breit ist sie bereits offen, doch der Fuß des 26-jährigen Niederösterreichers wollte bislang einfach noch nicht durch.

„Ich brauche noch circa 170 Punkte“, hat die aktuelle Nummer 124 der Welt im Gespräch mit LAOLA1 diesen Traum freilich noch lange nicht aufgegeben.

Mit Wien habe ich heuer noch vier Turniere. Wenn’s nicht klappt, dann hoffentlich gleich zu Jahresbeginn. Bis April habe ich dann nur 40 Punkte zu verteidigen. Für nächstes Jahr ist das also eine ganz gute Ausgangsposition.“

Hartes Match gegen Monfils

Im Idealfall soll es aber natürlich so früh wie möglich klappen. Bei den Erste Bank Open wäre dafür ein Halbfinal-Einzug nötig. Daran will freilich noch keiner denken. Das Erstrunden-Los Gael Monfils ist schwierig genug zu lösen.

„Das wird ein hartes Match. Monfils ist ein unglaublich guter Athlet, der an guten Tagen alle schlagen kann“, weiß Novak, was ihn am Mittwoch (ab 16 Uhr im LIVE-Ticker) erwarten wird.

„Er hat aber auch immer schlechtere Tage, an denen er sich nicht so gut fühlt und manchmal w.o. gibt oder abschenkt. Das ist mir aber egal, ich muss auf mich schauen und den Rest sehen wir dann eh.“

Knowle: "Er ist nicht das Ausnahmetalent"

Mit seiner Entwicklungen in den vergangenen Monaten ist Novak jedenfalls zufrieden. Seit einem halben Jahr hat er neben Hauptcoach Wolfgang Thiem auch den ehemaligen Doppel-Spezialisten Julian Knowle als Touring-Coach an seiner Seite.

„Ich finde, dass er sich von seinen Leistungen nach unten hin extrem stabilisiert hat", sieht Knowle seinen Schützling auf einem guten Weg. Demnach habe Novak keine negativen Ausreißer gegen schwächere Spieler mehr. "Aber nach oben hin ist noch Spielraum. Aber da spielt er gut mit. Ich habe das Gefühl, da klopft er Woche für Woche an."

Steigerungspotenzial hätte Novak laut Knowle in jedem Fall noch. Dazu müsse er aber auch eine dementsprechende Intensität im Training über einen längeren Zeitraum abrufen. „Es ist zwar schon besser geworden, aber da ist noch Spielraum nach oben“, so Knowle, der zuletzt auch intensiv mit seinem Schützling über gewisse Verbesserungsmöglichkeiten sprach.

"Vielleicht hat er das in dieser Deutlichkeit noch nicht gehört. Ich bin wirklich der Überzeugung, dass es der einzige Weg ist. Er ist nicht das Ausnahmetalent, bei dem nur 70 bis 80 Prozent reichen."

Novak schätzt Knowles offene Art

Für Novak ist die ehrliche und offene Art des Vorarlbergers kein Problem: „Julian und ich haben ein sehr direktes Verhältnis. Wenn irgendwas nicht passt, sagen wir uns das gegenseitig“, so Novak, der den zu Jahresende auslaufenden Vertrag mit Knowle auch unbedingt verlängern will. „Er meint einfach, dass wir die Zeit, die wir am Platz stehen, hundertprozentig nützen sollen.“

„Wenn ich zum Beispiel eine halbe Stunde den Platz habe, soll ich diese Zeit auch voll ausnützen und nicht fünf Minuten damit vertrödeln, bis ich wirklich warm bin. Sondern dass ich ab dem ersten Ball voll trainieren kann.“

Suche nach Konditionstrainer

Auch fitnesstechnisch will Novak weiter an sich feilen. Derzeit befindet sich der Wiener Neustädter gerade auf der Suche nach einem neuen Konditionstrainer. „Ich habe jemanden in Aussicht. Schauen wir mal, ob das was wird.“

Etwas Eile ist angebracht. Schließlich steht bald auch schon wieder die Vorbereitung auf die kommende Saison auf dem Programm. Da will Novak zwei bis drei Wochen in Wien Kondition schinden, ehe er wenige Tage vor Weihnachten gemeinsam mit Dominic Thiem, der von seinem Fitness-Camp in Miami nach Down Under fliegt, und Sebastian Ofner nach Australien aufbrechen will. „Dort fangen wir dann mit Tennis spielen an.“

Thiem-Manager Herwig Straka befindet sich derzeit gerade auf der Suche, um einen passenden Ort für die Saison-Vorbereitung zu finden. Schließlich beginnt schon am 3. Jänner der erstmals ausgetragene ATP-Cup in Australien.

Textquelle: © LAOLA1.at

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