Deutschland nach Sieg gegen Briten im Halbfinale

Deutschland nach Sieg gegen Briten im Halbfinale Foto: © GEPA
 

Deutschland steht nach einem packenden 2:1-Sieg gegen Großbritannien im Davis-Cup-Halbfinale.

Ein starker Jan-Lennard Struff und das überragende Doppel Kevin Krawietz und Tim Pütz sorgte für den ersten Aufstieg ins Halbfinale seit 2007.

Nervenstark sorgten Krawietz/Pütz mit dem mitreißenden 7:6(10),7:6(5) gegen Joe Salisbury und Neal Skupski für Jubel in der deutschen Box - in der coronabedingt weitestgehend leeren Olympiahalle in Innsbruck. Das Siegerduo holte im entscheidenden Tiebreak sogar einen 0:5-Rückstand auf.

Struff holt wichtiges Einzel

Struff hatte zuvor mit einem 7:6(6),3:6,6:2 gegen den Weltranglisten-Zwölften Cameron Norrie das vorzeitige Aus verhindert, nachdem Peter Gojowczyk gegen Daniel Evans beim 2:6,1:6 chancenlos geblieben war. Die Deutschen reisen jetzt nach Madrid und treffen am Samstag auf die starken Russen oder Außenseiter Schweden. Der Gegner wird am Donnerstag ermittelt.

Der Sprung unter die Top Vier im veränderten Modus ist dem Team hoch anzurechnen, weil Weltklasse-Spieler Alexander Zverev fehlt. Der 24-Jährige hat keine Lust aufs neue Format und entschied sich gegen die Teilnahme.

Immer wieder sprangen der deutsche ebenso wie der britische Tross auf, das Doppel war an Spannung kaum zu überbieten. 2019 waren die Deutschen - in anderer Formation - im Viertelfinale gegen die Briten ausgeschieden. Diesmal waren sie nach den beiden 2:1-Siegen in der Vorrunde gegen Serbien und Österreich optimistisch. Gerade auch wegen Krawietz und Pütz, die im Davis Cup unbesiegt sind.

"Das ist auf jeden Fall einer der wichtigsten Siege, die ich errungen habe. Das bedeutet mir extrem viel", hatte Struff schon nach dem wichtigen 1:1 erklärt. Immerhin hatte Norrie im Oktober überraschend den Masters-1000-Titel in Indian Wells geholt.

Damit ist nach insgesamt sieben Länderkämpfen bzw. 21 Matches in der Olympiaworld der Schauplatz Innsbruck beim Final-Turnier Geschichte. Als einziger der drei Austragungsorte konnte wegen der Coronavirus-Pandemie und den Maßnahmen der Bundesregierung nur vor leerer Kulisse gespielt werden. In Turin und Madrid sind Zuschauer erlaubt. Die weiteren beiden Viertelfinali sowie die Halbfinali und das Endspiel werden nun allesamt in Madrid ausgetragen.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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