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Top-10-Ranking: Österreichs Australian-Open-Starter

Thomas Muster liegt noch an der Spitze. Doch der Steirer und Babsi Schett spüren schon den Atem von Verfolger Dominic Thiem.

Top-10-Ranking: Österreichs Australian-Open-Starter Foto: © GEPA

Mit Dominic Thiem und Julia Grabher sind in diesem Jahr immerhin wieder zwei Österreicher im Einzelbewerb der Australian Open mit von der Partie.

Während die Vorarlbergerin zum ersten Mal in ihrer Karriere im Hauptbewerb steht, ist Thiem schon ein erfahrener Routinier. Der 29-jährige Niederösterreicher wird sein 28. Spiel in Melbourne bestreiten, womit er sich auf den alleinigen dritten Platz im Top-10-Ranking der Österreicher mit den meisten Australian-Open-Spielen setzt.

Vor ihm sind dann nur mehr Thomas Muster (34 Spiele) und Barbara Schett (31 Spiele) zu finden.

Top-10-Ranking von Österreichs Tennis-Spieler mit den meisten Australian-Open-Matches:

1.) Thomas Muster 34 Spiele (23-11)

1.) Thomas Muster 34 Spiele (23-11)
Foto: © getty

Noch an der Spitze liegt Thomas Muster, der in seiner beeindruckenden Karriere 34 Spiele im Einzelbewerb der Australian Open bestreiten durfte. Mit 23 Siegen und elf Niederlagen fällt die Bilanz des ehemaligen Welltranglisten-Ersten auch klar positiv aus. Sein bestes Ergebnis erreichte er in den Jahren 1989 und 1997, als er jeweils bis ins Halbfinale stürmte. 1989 profitierte er im Viertelfinale von verletzungsbedingten Nicht-Antreten von Stefan Edberg und verlor im Kampf um einen Platz im Endspiel in vier Sätzen gegen den damaligen Weltranglisten-Ersten Ivan Lendl. 1998 warf er auf seinem Weg unter die letzten Vier unter anderem Tennis-Größen wie Jim Courier und Goran Ivanisevic aus dem Bewerb. Erst Superstar Pete Sampras stoppte den Erfolgslauf des Leibnitzers.

2.) Barbara Schett 31 Spiele (20-11)

2.) Barbara Schett 31 Spiele (20-11)
Foto: © getty

Nur drei Spiele weniger als Muster bestritt Barbara Schett - Österreichs bislang erfolgreichste Tennis-Dame. Der ganz große Wurf gelang ihr in ihrer Wahlheimat nie, dafür stand sie starke vier Mal im Achtelfinale des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres (1996, 1998, 1999, 2000). 2001 stand die Tirolerin mit ihrem späteren Ehemann Joshua Eagle, einem Australier, im Endspiel des Mixed-Bewerbs. 

3.) Dominic Thiem 27 Spiele (19-8)

3.) Dominic Thiem 27 Spiele (19-8)
Foto: © getty

Als bislang einziger Österreicher stand Dominic Thiem bei den Australian Open in einem Einzel-Finale.  Im Jahr 2020 hatte der 29-jährige Niederösterreicher sogar schon eine Hand auf der Sieger-Trophäe. Am Ende musste er sich dann aber doch in fünf hartumkämpften Sätzen dem serbischen Superstar Novak Djokovic geschlagen geben. Davor beeindruckte Thiem mit Vier-Satz-Siegen über Rafael Nadal und Alexander Zverev. Nur ein einziges Mal musste sich Thiem übrigens in der ersten Runde geschlagen geben - im Jahr 2015 gegen den Spanier Roberto Bautista Agut.

3.) Jürgen Melzer 27 Spiele (14-13)

3.) Jürgen Melzer 27 Spiele (14-13)
Foto: © getty

Noch ebensoviele wie Thiem hat Jürgen Melzer im Einzelbewerb der Australian Open bestritten. So richtig durchstarten konnte der Niederösterreicher in Melbourne allerdings nur einmal im Jahr 2011, als er das Achtelfinale ereichte und sich dort erst dem schottischen Top-Star Andy Murray beugen musste. Dafür bleibt sein letztes Spiel in guter Erinnerung, als er als 35-Jähriger nach erfolgreicher Qualifikation in der ersten Runde den großen Roger Federer vier Sätze lang fordern konnte.

5.) Stefan Koubek 22 Spiele (12-10)

5.) Stefan Koubek 22 Spiele (12-10)
Foto: © getty

Sogar ein Viertelfinale hat Stefan Koubek bei den Australian Open zu Buche stehen: Im Jahr 2002 schlug der Kärntner unter anderem den US-Amerikaner James Blake und den Chilenen Fernando Gonzalez. Am Ende erwies sich im Viertelfinale dann aber der Tschche Jirii Novak als eine Nummer zu groß für den Bresnik-Schützling. Ansonsten war für Koubek immer spätestens in Runde drei Schluss.

6.) Judith Wiesner 17 Spiele (9-8)

6.) Judith Wiesner 17 Spiele (9-8)
Foto: © GEPA

Judith Wiesner ist die nach Barbara Schett zweiterfolgreichste österreichische Dame bei den Australian Open. Ihr bestes Ergebnis erreichte die Salzburgerin im Jahr 1989, als auch Thomas Muster sein erstes Halbfinale für sich verbuchen konnte. Nach Siegen über die Tschechin Marsikova, die Französin Derly und die US-Amerikanerin Reis zog Wiesner ins Achtelfinale in, wo sie sich schließlich der Schwedin Catarina Lindqvist geschlagen geben musste.

7.) Barbara Paulus 14 Spiele (8-6)

7.) Barbara Paulus 14 Spiele (8-6)
Foto: © GEPA

Gleich zwei Mal stand Barbara Paulus im Achtelfinale der Australian Open. 1990 verlor sie als Nummer 16 der Setzliste im Achtelfinale gegen die US-Amerikanerin Patty Fendick, die kurz davor auch schon Jana Novotna aus dem Bewerb warf. Ein ähnliches Schicksal erlitt Paulus fünf Jahre später, als sie im Achtelfinale mit Marianne Werdel-Witmeyer erneut gegen eine US-Dame verlor.

8.) Karin Kschwendt 13 Spiele (5-8)

8.) Karin Kschwendt 13 Spiele (5-8)
Foto: © GEPA

Karin Kschwendt war in ihrer Karriere zwar nicht nur für Österreich, sondern auch für Deutschland und Luxemburg am Start, trotzdem wollen wir sie aus dieser Liste nicht ausschließen. Immerhin 13 Spiele absolvierte die heute Personalchefin des österreichischen Bundesrechenzentrums in Melbourne. Im Jahr 1996 erreichte die Tocher eines österreichischen Atomphysikers immerhin die dritte Runde, wo sie gegen Gabriela Sabatani verlor - allerdings als Deutsche.

9.) Peter Feigl 12 Spiele (5-7)

9.) Peter Feigl 12 Spiele (5-7)
Foto: © GEPA

Zwölf Spiele bestritt Peter Feigl im Einzel-Hauptbewerb der Australian Open - in neun davon hatte er einen australischen Lokalmatador als Gegner. Im Jahr 1978 machte er sich bei den Gastgebern auch richtig unbeliebt: Nach Siegen über die beiden Australier Colin Dibley und Bob Giltinan warf er im Achtelfinale auch noch den achtfachen Grand-Slam-Sieger und australische Legende Ken Rosewall aus dem Bewerb. Erst im Viertelfinale war dann hauchdünn in fünf Sätzen gegen US-Superstar Arthur Ashe Endstation.

10.) Sybille Bammer 10 Spiele (4-6)

10.) Sybille Bammer 10 Spiele (4-6)
Foto: © GEPA

Sechs Mal war Sybille Bammer bei den Australian Open mit dabei, als bestes Ergebnis steht ein Drittrunden-Einzug bei ihrem Debüt im Jahr 2006 zu Buche. Damals musste sie sich erst in drei Sätzen der Australierin Samantha Stosur geschlagen geben.

10.) Yvonne Meusburger 10 Spiele (4-6)

10.) Yvonne Meusburger 10 Spiele (4-6)
Foto: © GEPA

Auch Yvonne Meusburger war sechs Mal in Melbourne mit dabei und stand einmal in Runde drei. 2014 überzeugte die Vorarlbergerin in der zweiten Runde mit einem Drei-Satz-Erfolg über die damals an 33 gesetzte Serbin Bojana Jovanovski. Danach setzte es allerdings eine unangenehme 1:6, 0:6-Lehrstunde gegen die weißrussische Weltranglisten-Zweite Victoria Azarenka.

10.) Tamira Paszek 10 Spiele (2-8)

10.) Tamira Paszek 10 Spiele (2-8)
Foto: © GEPA

Die lange Fahrt nach Australien war für Tamira Paszek leider nur selten eine Reise wert. In acht Starts erreichte sie nur zwei Mal die zweite Runde und selbst dann war jeweils sogleich in selbiger auch zugleich Endstation. 2007 verlor die Vorarlbergerin als Qualifikantin gegen die an 22 gesetzte Russin Vera Zvonareva. 2013 machte sie als Nummer 30 der Setzliste in Runde zwei nur drei Games gegen die damalige Wild-Card-Spielerin Madison Keys aus den USA.

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