"Gut für mich, wenn ich in Toms Richtung gehe"

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Der Start ist geglückt: Mit seinem glatten Drei-Satz-Sieg über "Lieblingsgegner" Adrian Mannarino schaffte Dominic Thiem am Dienstag einen kräftesparenden Einzug in die zweite Runde der Australian Open in Melbourne.

"Ich bin mit meiner Leistung zufrieden. Mannarino war wie immer sehr unangenehm mit seinem flachen Spiel. Mein Spiel war gut und solide, bis auf den kleinen Wackler im zweiten Satz und einigen Kleinigkeiten, die noch verbessert werden müssen", analysiert Thiem.

"Es war ein typisches Erstrunden-Match gegen einen Gegner, der mir liegt", zieht der Niederösterreicher eine zufriedene erste Bilanz in Melbourne.

Thiem fährt im achten Duell mit dem 31-jährigen Franzosen den achten Sieg ein. Abseits dieser Routine kommt es an diesem Dienstag aber auch zu einer Premiere, schließlich war es das erste Match bei dem die rot-weiß-rote Tennis-Legende Thomas Muster in Thiems Spieler-Box saß.

Muster soll für Feinschliff sorgen

Gemeinsam mit Touring-Coach Nicolas Massu, der schon seit fast einem Jahr an der Seite von Thiem zu finden ist, soll der 52-jährige Steirer für den letzten Feinschliff sorgen, um den heiß ersehnten ersten Grand-Slam-Titel zu holen.

"Er ist der einzige Österreicher, der jene Ziele erreicht hat, die ich einmal erreichen will. Ich erhoffe mir, dass er mir die Zutaten für den nächsten großen Schritt geben kann."

Einen großen Unterschied zum Vorjahr habe es vorläufig aber noch nicht gegeben. "Die Match-Vorbereitung habe ich wie in der letzten Saison wieder mit Nico absolviert. Es ist wichtig, dass ich da meine Routine habe", so Thiem, der auch während der Partie keinen speziellen Kontakt zu Muster suchte.

Massu und Muster "ergänzen sich perfekt"

"Ich habe auf den genau schaut, wohin mein Blick gefallen ist. Aber es war auch nicht notwendig, dass ich Hilfe gebraucht habe. Es wird erst interessant, wenn es mal nicht so läuft, wenn ich ein paar Ratschläge brauche", meint Thiem.

Das Duo Massu und Muster ergänze sich perfekt: "Tom bringt sehr, sehr viel Energie mit. Hauptsächlich positive Energie, deshalb ist das schon gut. Nico ist so eine Art Gegenpol, weil er eher der gechillte Typ ist."

"Ich selbst tendiere grundsätzlich ja eher in Nicos Richtung. Es ist aber gut für mich, wenn ich am Platz in die Richtung von Tom gehe", hofft Thiem auf energiegeladene Auftritte in Melbourne.

Thiem kann sein Punkte-Konto aufstocken

Aufgrund des verpatzten Saison-Starts im vergangenen Jahr kann Thiem heuer in Down Under sein Punkte-Konto ordentlich aufstocken.

Nachdem er sich in der Vorbereitung eine Virus-Erkrankung zuzog, musste er 2019 bereits in der zweiten Runde körperlich geschwächt aufgeben. Somit hat er im Gegensatz zu seinen Weltranglisten-Nachbarn keine Punkte mehr zu verteidigen.

Im bereinigten ATP-Ranking liegt Thiem dadurch bereits wieder vor dem Russen Daniil Medvedev, der im Live-Ranking 100 Zähler weniger aufweist, auf Platz vier.

Auf den drittplatzierten Roger Federer fehlen in der Netto-Wertung 565 Punkte, auf den Zweiten Novak Djokovic sind es 1.925 Punkte.

Perfekte Vorbereitung auf Melbourne

Die Vorzeichen stehen für Thiem heuer gänzlich anders als im Vorjahr: "Letztes Jahr war ich einfach nicht fit, heuer bin ich es. Trotzdem muss es auch spielerisch passen."

"Ich trainiere schon seit zehn Tagen in Melbourne und bin perfekt eingestellt. Die Vorbereitung lief sehr gut, deshalb gibt es hier für mich keine bösen Überraschungen", so Thiem, der sich schon seit 20. Dezember in Australien befindet.

Im Vergleich zu Paris, wo er vier Mal in Folge zumindest das Halbfinale erreichte, sei es für den Österreicher in Melbourne normalerweise schwieriger, "weil ich nicht im Match-Rhythmus stehe. In Paris steht man voll in der Saison. Hier fühlt es sich immer so an wie das erste Turnier des Jahres. Ich hoffe, dass ich mich von Match zu Match steigern kann, wie es mir normalerweise in Paris gelingt."

In Runde 2 wartet auf Thiem der Lokalmatador Alex Bolt

In Runde zwei trifft Thiem auf den 27-jährigen Australier Alex Bolt, der trotz Krämpfen den Spanier Albert Ramos-Vinolas (Nr. 42 der Welt) mit 7:6(1), 1:6, 6:7(5), 6:1 und 6:4 niederkämpft. "Wieder ein Linkshänder. Es ist sicher ein Vorteil, dass ich mit Mannarino schon gegen einen gespielt habe", ist der Lichtenwörther guter Dinge.

Im Head-to-Head gegen den Wildcard-Spieler, der im Vorjahr in Melbourne in der 3. Runde stand, steht es 1:1. Die beiden Duelle fanden allerdings bereits vor acht Jahren auf Future-Ebene statt. "Bolt hat hier in Melbourne eine unglaubliche Rückendeckung."

Textquelle: © LAOLA1.at

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