Expertengremium gibt Grünes Licht
Knapp zwei Wochen vor dem Auftakt des ersten Saison-Majors enden damit die monatelangen Spekulationen um die Teilnahme des Topstars. Die Ausnahmeerlaubnis sei nach strenger Überprüfung, an der zwei unabhängige Expertengremien beteiligt waren, erteilt worden, teilten die Veranstalter mit.
Es seien faire und strenge Vorschriften für die Bewerbungen für medizinische Ausnahmen eingeführt worden, damit die Australian Open "sicher und angenehm für jeden seien", sagte Turnierdirektor Craig Tiley. Zentraler Punkt sei, dass die Entscheidungen von unabhängigen Experten getroffen worden seien.
Fragen nach Starterlaubnis
Der neunfache Melbourne-Sieger Djokovic hatte seinen Impfstatus bisher stets offen gelassen. Mit seiner Ankündigung wirft der Topstar nun neue Fragen auf: Warum stellt er eine Ausnahme dar? Warum ermöglichen die Veranstalter ihm - offenbar auch als wohl Ungeimpftem - die Chance auf die Titelverteidigung?
"Wir würden Novak liebend gern hier sehen, aber er weiß, dass er geimpft sein muss, um zu spielen", hatte Turnierdirektor Tiley noch im November gesagt. In den Bestimmung der australischen Behörden steht u.a. ein "akuter größerer medizinischer Zustand" als Begründung für eine Ausnahmeregelung.
Djokovic wird in Melbourne versuchen, zum zehnten Mal die Australian Open für sich zu entscheiden. Mit seinem 21. Grand-Slam-Titel würde er zum alleinigen Rekordhalter aufsteigen. Momentan teilt er sich die Bestmarke mit seinen Rivalen Roger Federer und Rafael Nadal.
Der 40-jährige Federer pausiert noch immer aufgrund seiner Knieprobleme, der Spanier Nadal will nach einem positiven Corona-Test kurz vor Weihnachten antreten. Österreichs Topstar Dominic Thiem hat für den ersten Saison-Höhepunkt abgesagt.