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Muster: "Thiem tut sich selber nichts Gutes"
Thomas Muster glaubt nicht, dass Dominic Thiem im Jänner die kommenden Australian Open bestreiten wird.
"Er tut sich selber nichts Gutes, immer wieder ein Comeback anzukündigen und dann zu verzögern. Auch den Fans nicht. Wenn's nicht geht, geht's nicht. Ich glaube, dass er die Australian Open gar nicht spielen wird. Es würde auch keinen Sinn machen", sagte der ehemalige Weltranglisten-Erste im Tennis am Montag im ServusTV.
Thiem laborierte zuletzt lange an einer Handgelenksverletzung und ist in der Weltrangliste auf Platz 15 zurückgefallen. Zuletzt musste der US-Open-Sieger 2020 sein geplantes Comeback aus unterschiedlichen Gründen gleich mehrmals verschieben. Muster glaubt, dass Thiem das ganze Jahr 2022 zum Herantasten an die Weltspitze benötigen wird.
"Ich glaube an einen Dominic Thiem erst 2023 wieder in einer Liga der ersten 20, 15, 10", sagte der 54-jährige Muster in der Montagabend-Sendung "Sport und Talk aus dem Hangar-7". "Und dann werden auch andere ein Wort mitreden", fürchtet Muster. "Weil dieses Zeitfenster, das er jahrelang hatte, wird immer enger."
Muster hat 1995 die French Open und damit als erster Österreicher ein Major-Turnier im Tennis gewonnen. Der Steirer ortet beim 28-jährigen Thiem schon jetzt eine gewisse Zufriedenheit. "Obwohl er das Comeback vor sich hat, müsste er für die Sache brennen. Er ist jung genug und hat die Möglichkeit, bis 35, 36 zu spielen. Da sollte er mehr Feuer haben."