Thiem: "Eines meiner besten Matches"

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Von einem Asien-Trauma kann bei Dominic Thiem keine Rede mehr sein. 2:10 lautete vor einer Woche noch die magere Bilanz beim sogenannten Asian Swing der ATP-Tour.

Sieben Tage und fünf Matches später stemmt Thiem beim ATP-500-Turnier in Peking einen seiner größten bisher errungenen Sieger-Pokale in die Höhe.

Nach schon beeindruckenden Siegen über Kaliber wie Richard Gasquet oder Karen Khachanov bezwang Thiem in einem hochklassigen Endspiel auch den jungen Griechen Stefanos Tsitsipas.

"Das war eines der besten Matches, die ich in meiner bisherigen Karriere gespielt habe", strahlte Thiem. Nach dem Verlust des ersten Satzes lag der Niederösterreicher im zweiten Satz ebenfalls schon mit einem Break zurück.

Ungewohnter Drang ans Netz

Doch Thiem kämpfte sich in die Partie zurück, schaffte den Satz-Ausgleich und übernahm dann im entscheidenden Durchgang das Kommando.

"Ich habe nicht nur tolle Schläge gespielt, sondern auch eine tolle kämpferische Leistung geboten", erklärte Thiem, warum das Peking-Finale für ihn persönlich so herausragend war.

Ungewöhnlich war zudem Thiems Drang in die Offensive. "Ich glaube ich war noch niemals zuvor so oft am Netz wie in diesem Match. Es war das richtige Rezept. Es ist sehr wichtig, manche Punkte abzukürzen und am Netz vorzeitig zu beenden", so Thiem, der gegen einen sehr starken Tsitsipas in den ersten beiden Sätzen in so manchem Grundlinien-Duell den Kürzeren zog.

"Tolle Rivalität" mit Tsitsipas

"Stefanos hat fantastisch gespielt und ich hoffe wirklich, dass wir noch viele solcher tollen Endspiel bei den größten Turnieren der Welt spielen können", ist Thiem fest davon überzeugt, dass das bereits sechste Aufeinandertreffen mit dem 21-Jährigen nicht das letzte gewesen sein wird. Im Head-to-Head hat der ÖTV-Star mittlerweile schon mit 4:2 die Nase vorne.

Die fünf vorangegangen Duelle fanden übrigens im Jahr 2018 statt. 2019 war es das erste Aufeinandertreffen. "Letztes Jahr hatten wir eine tolle Rivalität. Ich hoffe, dass das so weiter geht."

Vier "besondere" Turniersiege

Für Thiem ist es nach Indian Wells (ATP 1000) Barcelona (ATP 500) und dem Heim-Turnier in Kitzbühel der bereits vierte Titelgewinn in diesem Jahr. "Es ist großartig, so viele Titel zu gewinnen. Jeder dieser Turniersiege war für mich etwas sehr Besonderes." Die einzige Final-Niederlage kassierte er bei den French Open gegen Rafael Nadal (Thiems Final-Bilanz).

"Peking ist definitiv einer meiner größten Titel, weil das Turnier einfach unglaublich stark besetzt war. Es macht mich sehr glücklich, dass ich hier am Ende der Woche als Champion da stehe", so Thiem.

Durch die starken Leistungen in Peking konnte er zudem bereits sein Ticket für London buchen. Zum bereits vierten Mal in Folge wird er beim ATP World Tour Finale mit von der Partie sein.

Bereits zuvor standen Novak Djokovic, Rafael Nadal, Roger Federer und US-Open-Finalist Daniil Medvedev als Teilnehmer fest. Tsitsipas liegt als aktuell Sechster ebenfalls gut im Rennen.

Textquelle: © LAOLA1.at

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