Es war dennoch Rodionovs bisher größter Erfolg auf der Tour, in der Weltrangliste wird er sich am Montag erstmals wohl in die Top 120 schieben.
Guter Beginn
Rodionov hatte gegen den ehemaligen US-Open-Sieger zu Beginn gut mitgehalten, bis zum 4:3 für Cilic ging es mit dem Aufschlag. Ein darauffolgender Serviceverlust bedeutete aber für Österreichs Nummer drei den Break-Rückstand, Cilic servierte aus.
Als der seit rund vier Wochen 22-Jährige auch seinen ersten Aufschlag im zweiten Durchgang abgegeben hatte, beendete er das Match vorzeitig. Davor hatte er außer De Minaur und die Deutschen Dominik Koepfer und Peter Gojowczyk ausgeschaltet.
Physio entscheidet über Halle-Antreten
Deswegen halte sich die Enttäuschung über das Ausscheiden auch in Grenzen. "Es war ein super Turnier. Ich habe drei großartige Matches gespielt." Nun gelte es vom Physiotherapeuten abzuklären, ob ein Antreten per "special exempt" nächste Woche in Halle Sinn mache.
Dort ginge es in Runde eins gegen den deutschen Routinier Philipp Kohlschreiber. Rodionov: "Man muss da sicher topfit ankommen." Grundsätzlich habe er sein Spiel auf Rasen aber weiterentwickelt: "Ich habe viel Selbstvertrauen getankt."
Gegen De Minaur habe er sich zum ersten Mal auf Rasen richtig wohlgefühlt. "Ich habe mich gut bewegt. Ich wusste, welchen Schlag ich wann spielen soll. Ich bin froh, dass ich mal gut auf Rasen angekommen bin."
Das mag auch in der neuen Kooperation mit dem 30-jährigen Coach Richard Waite begründet sein. Ihn habe er kennengelernt, als dieser noch gespielt habe. "Vor vier Jahren haben dann begonnen, so für ein Jahr miteinander zu arbeiten. Jetzt habe ich ihn wieder gefragt."
"Spielt unorthodoxes Tennis"
Von Halbfinal-Gegner Cilic bekommt der 22-Jährige Lob. "Er spielt unorthodoxes Tennis. Es ist nicht einfach gegen ihn, speziell bei den Bedingungen hier in Stuttgart", so Cilic. "Es ist für mich keine Überraschung, dass er das Semifinale erreicht hat."
Finalgegner am Sonntag ist Felix Auger-Aliassime. Der Kanadier setzt sich gegen Sam Querrey USA) mit 6:4, 7:5 durch und steht wie 2019 im Stuttgart-Finale. LAOLA1 zeigt das Endspiel ab 12 Uhr im LIVE-Stream>>>