Das sagt Dominic Thiem zu seiner Niederlage gegen Borna Coric:
"Ich werde meinen Weg weitergehen. Wenn ich was Positives aus diesem Wochenende rausnehmen kann, dann ist es, wie ich bei den Matches über die ganze Zeit hinweg da war. Das muss so weitergehen und mit diesen Erwartungen fliege ich jetzt nach Südamerika.“
Melzer glaubt an Thiem
Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer ist zuversichtlich, dass Thiem bald wieder in die Erfolgsspur zurückfindet. Einzigartige Ratschläge könne er seinem Davis-Cup-Schützling dafür aber nicht geben: "Da gibt’s kein großartiges Geheimnis. Wenn er seinen Kopf so beinander hat wie in den letzten beiden Tagen und es schafft, dass er akzeptiert, dass es spielerisch noch nicht das Gelbe vom Ei ist und nicht dort ist, wo er war und er sich das erst erarbeiten muss und das auch dreckige Siege Siege sind.“
Schließlich könne er Thiem auch bei den Davis-Cup-Auftritten keine Vorwürfe machen: "Ich kann ihm nichts vorwerfen. Er hat bis zum Schluss alles gegeben. Wenn er das auf die Tour mitnimmt, dann glaube ich auch, dass in Südamerika diese dreckigen Siege kommen werden. Wenn du die hast, geht es ein bisschen leichter.“
Erleichtern würde Thiem auch ein weiterer Sprung im ATP-Ranking. Derzeit ist er auf Rang 99 der Männer-Weltrangliste zu finden. Für einen Platz bei einem ATP-1000-Turnier reicht dies noch nicht.
Turnierplanung mit vielen Fragezeichen
Deshalb habe er auch für das Anfang März beginnende Masters-Event in Indian Wells um eine Wild Card angefragt. "Wenn ich sie nicht bekomme, werde ich dort in der Qualifikation antreten. Danach kommt es darauf an, wie ich in Südamerika gespielt habe. Entweder bleibe ich dort und spiele das 175er zwischen Indian Wells und Miami. Oder ich spiele die Quali in Miami.“
Aber auch sonst gibt es in der Turnierplanung aufgrund des niedrigen Rankings viele Fragezeichen. So wäre durchaus auch eine vorzeitige Rückkehr nach Europa möglich, um sich ausgiebig für die europäische Sandplatz-Saison vorzubereiten. Je nach Saisonverlauf könnte Thiem auch noch einen Challenger einstreuen oder das ATP-250-Turnier in Marrakesch spielen.
Was für einen schnellen Aufstieg in höhere Ranking-Regionen spricht: Bis Juli hat er nur 30 seiner 550 Weltranglistenpunkte zu verteidigen. Würde Thiem in den kommenden Monaten in etwa so performen wie im letzten Halbjahr 2022 würde es auf jeden Fall für die Top 50, vielleicht sogar für die Top 40 reichen.
"Das Ziel ist es, dass ich dorthin komme“, stellt Thiem klar. „Denn bald wird es einmal völlig verdient mit den Wild Cards vorbei sein.“