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Thiem unterliegt Nadal zum Start ins Jahr 2021

Dominic Thiem hat bei Exhibition in Adelaide das Nachsehen.

Thiem unterliegt Nadal zum Start ins Jahr 2021 Foto: © getty

Dominic Thiem startet mit einer Niederlage ins Tennis-Jahr 2021!

Beim Einladungsturnier in Adelaide muss sich der Lichtenwörther bei einer Exhibition vor ausverkauftem Haus im Memorial Drive Center der Nummer zwei der Welt, Rafael Nadal, mit 5:7, 4:6 geschlagen geben.

Beim Match der beiden Konkurrenten überwiegt phasenweise die Show mit Stoppbällen und spielerischen Highlights, am Ende setzt sich der Spanier aber doch leicht in zwei Sätzen durch. Jeder der männlichen Stars bestreitet bei diesem Event nur ein Match, danach geht es nach Melbourne, wo ab 2. Februar zunächst der ATP Cup und ab 8. Februar die Australian Open ausgetragen werden.

Die zweiwöchige Quarantäne in Adelaide wegen der Coronavirus-Pandemie geht somit zu Ende wie für das Gros der Tennis-Elite in Melbourne. Der US-Open-Sieger befand sich zuletzt im kleinen Kreis mit u.a. Novak Djokovic, Rafael Nadal, Serena Williams sowie auch seinem Trainingspartner Dennis Novak rund 650 km Luftlinie nordwestlich des Schauplatzes der Australian Open.

Die Niederlage in Adelaide bedeutet für Thiem somit keinen Beinbruch. Erst ab der kommenden Woche geht es um die ersten wichtigen Siege und Punkte im neuen Tennis-Jahr.

Rückkehr vor Fans: "Es war ein hartes Jahr für alle"

Das Duell zwischen Thiem und Nadal war eine über weite Strecken gute Partie, die durchaus ernst genommen wurde.

Die große Erleichterung, endlich wieder vor vollem Haus spielen zu können und auch die zweiwöchige Isolierung hinter sich zu haben, war beiden Spielern anzumerken. "Es war ein sehr hartes Jahr für alle. Ich glaube, heute ist es Zeit, Australien dankbar zu sein, für alles, was ihr für uns getan habt. Es war wirklich eine Freude für uns, seit fast einem Jahr wieder vor vollem Haus zu spielen", erklärte Thiem auf dem Court.

Auch Nadal zeigte sich dankbar nach einem schwierigen Pandemie-Jahr. "Wir sind in Spanien sehr hart vom Virus getroffen worden und sind immer noch in einer schwierigen Situation. Australien ist ein tolles Beispiel, wie man die Dinge richtig macht, um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen", erklärte der Spanier. Es sei nicht ideal, zwei Wochen im Hotel bleiben zu müssen, aber so müsse man das eben heutzutage machen. "Wir haben euch alle sehr vermisst", meinte Nadal zum Publikum. 2009 hat er die Australian Open gewonnen, aber "fast jeder hat das vergessen", scherzte er.

Für Thiem und Co. wird es nun aber richtig ernst, alle in Adelaide stationierten Spieler fliegen nun nach Melbourne. Für die Herren geht es mit dem ATP Cup ab Dienstag (2. Februar) weiter, Thiem und der ebenfalls in Adelaide gewesene Dennis Novak spielen für Österreich zunächst gegen Italien und Frankreich.

Djokovic von Blase beeinträchtigt

Bereits zuvor hatte Novak Djokovic erst nach Zaudern seine Saison eröffnet: Der Weltranglisten-Erste trat mit Verspätung gegen den Südtiroler Jannik Sinner an. Wegen einer Blase an der rechten Schlaghand musste der 33-jährige Serbe zunächst noch behandelt werden und wurde durch seinen Landsmann Filip Krajinovic ersetzt.

Dieser gewann den ersten Satz mit 6:3 gegen Top-Talent Sinner, der während der zweiwöchigen staatlich angeordneten Quarantäne wegen der Coronavirus-Pandemie der Trainingspartner von Nadal war. Zum zweiten Durchgang trat Djokovic dann doch an und gewann ebenfalls 6:3.

"Es tut mir leid, dass ich nicht von Beginn an auf dem Platz war", sagte Djokovic. "Ich musste mit meinem Physio einige Behandlungen machen, und habe mich in den vergangenen beiden Tagen nicht perfekt gefühlt." Eine große Blase auf der rechten Hand hatte ihn gehandicapt. "Wir lernen über die Jahre, wie wir mit Schmerzen spielen. Natürlich will man vor dem ATP Cup und den Australian Open nicht zu viel riskieren", gestand der Serbe.

Serena Williams besiegte Naomi Osaka ebenfalls in Adelaide 6:2,2:6,10:7. Williams freute sich vor allem über die vielen Zuschauer. "Wir haben über ein Jahr nicht vor Leuten gespielt. Wir sind so glücklich hier zu sein, jetzt ist es das alles wert", freute sich die mittlerweile 39-jährige US-Amerikanerin.

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