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Thiem im Winston-Salem-Achtelfinale ohne Chance

Der Niederösterreicher hat seinem Gegner nichts entgegenzusetzen.

Thiem im Winston-Salem-Achtelfinale ohne Chance Foto: © getty

Der Niederösterreicher Dominic Thiem verliert sein Achtelfinale beim ATP-Tennisturnier von Winston-Salem.

Der 28-Jährige muss sich am Mittwoch (Ortszeit) auf Hartplatz dem 20-jährigen Briten Jack Draper nach 1:20 Stunden 1:6,4:6 beugen. Auf den nach seiner Erkrankung gesundheitlich noch leicht angeschlagen wirkenden Lichtenwörther warten nun die US Open, bei denen er vor zwei Jahren triumphiert hatte.

Thiem ist im ersten Satz chancenlos, nach 9 Minuten steht es 0:3, nach 18 bereits 0:5. Das 0:6-Schicksal vom Dienstag, als Thiem den ersten Satz klar an den topgesetzten Bulgaren Grigor Dimitrow abgab, blieb ihm jedoch knapp erspart. Er macht das Game zum 1:5 und startet mit Aufschlag in den zweiten Durchgang.

Beim Stand von 2:1 lässt sich Thiem am Ohr behandeln. Zuletzt war er wegen einer Atemwegsinfektion mit Schnupfen und Husten eine Woche lang außer Gefecht gesetzt gewesen, musste das Masters in Cincinnati auslassen.

"War zu langsam"

"Ich bin wieder zu langsam gestartet, so wie gestern auch. Ich habe es nicht geschafft, von Anfang an eine gute Intensität zu haben. Er hat richtig schnell gespielt und gut serviert", sag Thiem. Er habe zu wenig entgegenzusetzen gehabt.

"Das muss ich schauen, dass ich bis nächste Woche verbessere, ich hoffe, ich schaffe das bis New York. Der Aufschlag war okay, der erste, der zweite war auch nicht gut, ich habe zu viele Doppelfehler serviert. Speziell bei den Bällen nach dem Aufschlag war die Beinarbeit nicht gut genug."

Speziell im hart umkämpften fünften Game lässt Thiem seine Klasse aufblitzen, stellt auch auf 3:2. Er bleibt aber fehleranfällig und von alter Stärke weit entfernt, verhindert vorerst jedoch ein weiteres Break des großgewachsenen Draper, Nummer 55 der Welt.

Bei 4:4 gibt Thiem sein Service ab, Draper bringt bei eigenem Aufschlag seinen ersten Matchball unter. Thiem hatte in der gesamten Partie keine eigene Breakchance.

"Hätte gerne besser gespielt"

"Für das erste Mal nach so langer Zeit ohne Hartcourt-Matches habe ich drei Matches gespielt, das ist in Ordnung. Auch wenn ich gerne ein bisserl besser gespielt hätte. Ich schaue, dass ich jetzt schnell nach New York komme, dort noch ein paar Trainings reinkriege und mich noch einmal verbessere, bis es dort los geht."

Für Thiem waren es die ersten Partien auf Hartplatz seit März 2021, er besiegte den US-Amerikaner J.J. Wolf mit 6:7(4),7:5,7:6(6) und profitierte beim Stand von aus seiner Sicht 0:6,4:2 nach 58 Minuten von der Aufgabe Dimitrow, ehe er sich Draper klar geschlagen geben musste.


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