Thiem mit hohen Erwartungen nach Shanghai

Aufmacherbild Foto: © getty
 

Endlich hat auch Dominic Thiem im Land des Lächelns einen Grund zur guten Laune.

Nach dem beeindruckenden Turniersieg beim ATP-500-Turnier in Peking brach der 26-jährige Niederösterreicher voller Selbstvertrauen zum 1000er nach Shanghai auf.

Ungewohnt: Während der Weltranglisten-Fünfte normalerweise im Flugzeug um die ganze Erdkugel jettet, begab sich das Thiem-Team diesmal klimafreundlich im Zug auf die Reise. Nach stressfreien viereinhalb Stunden Fahrtzeit kann er sich in der 24-Millionen-Einwohner-Metropole an die dortigen Verhältnisse anpassen.

Ein bisschen Zeit zur Erholung bleibt Thiem: Aufgrund eines Freiloses wird der in Shanghai an vier gesetzte Lichtenwörther erst in der zweiten Runde ins Turnier einsteigen.

Gute Auslosung in Shanghai

Dort bekommt er es entweder mit dem spanischen Qualifikanten Pablo Carreno Busta oder dem chinesischen Wild-Card-Spieler Ze Zhang zu tun. Der 28-Jährige aus Gijon gilt als Lieblingsgegner von Thiem, der alle bisherigen fünf Duelle auf der Tour für sich entscheiden konnte.

Auch im weiteren Rasterverlauf bleibt der Schützling von Nicolas Massu von den großen Kalibern verschont. Nikoloz Basilasvhili in Runde drei, Matteo Berrettini oder Roberto Bautista Agut im Viertelfinale wären mögliche Kontrahenten. Erst im Halbfinale könnte es zum Schlager gegen Superstar Roger Federer kommen.

Der Schweizer ist in Shanghai hinter dem Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic an zwei gesetzt, da Rafael Nadal wegen einer Handgelenksverletzung sein Antreten absagen musste. Thiem ist hinter US-Open-Finalist Daniil Medvedev an Nummer vier gereiht.

Thiem hat keine Punkte zu verteidigen

Da der ÖTV-Daviscupper in dieser Woche auch keine Punkte zu verteidigen hat, kann er im ATP-Ranking einen kleinen Sprung nach vorne machen. Medvedev ist in der bereinigten Weltrangliste gerade einmal 15 Zähler vor Thiem. Roger Federer ist in dieser mit 6.780 Punkten weiterhin noch deutlich vor Thiem (4.915). Boden könnte der Lichtenwörther aber natürlich trotzdem gut machen.

Nach hinten hin ist Thiem jedenfalls abgesichert: Selbst mit einem Turniersieg könnten Alexander Zverev und Stefanos Tsitsipas den Österreicher nicht überholen.

Keine gute Bilanz in Shanghai

Weniger freundlich sehen die Zahlen aus, wenn man sich die Thiem-Auftritte in Shanghai ansieht: Bislang war immer in Runde zwei Endstation. 2014 und 2015 feierte Thiem jeweils einen Sieg, 2017 und 2018 hatte er schon Freilose, verlor aber jedes Mal sein Auftaktmatch.

Wie schnell sich solche Statistiken zum Besseren wenden können, hat der Niederösterreicher freilich erst in der vergangenen Woche unter Beweis gestellt. Schließlich war die Bilanz in Peking bis zu diesem Jahr noch katastrophaler.

Textquelle: © LAOLA1.at

Hartberg-Präsidentin Brigitte Annerl absolviert Schiri-Kurs

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare