Triathletin Hauser: "Will Olympia-Medaille holen"

Triathletin Hauser: Foto: © GEPA
 

Das Olympische Feuer in Tokio brennt!

75 rot-weiß-rote Athleten und Athletinnen sind ins ferne Japan aufgebrochen, um im Zeichen der fünf Ringe für Furore zu sorgen und ihr Land würdig zu vertreten.

Im Triathlon geht Julia Hauser fünf Jahre nach ihrer Premiere in Rio bereits ein zweites Mal bei den Olympischen Spielen an den Start, auch wenn sie sportlich keine guten Erinnerungen hat.

Die Erfahrungen, der Wandel, die Verbesserungen und die Reife sollen nun ausschlaggebend dafür sein, dass Tokio im Rückblick eine Erfolgsgeschichte bleibt.

"Ich fahre schon hin, um eine Medaille zu machen. Das ist ein großes Ziel. Aber ich wäre auch mit einem Top-10- oder Top-15-Platz zufrieden. Das kommt dann auf den Rennverlauf an", geht Hauser die Reise im LAOLA1-Interview mit viel Optimismus an.

Weiters verrät sie Tipps für Anfänger, was sie am meisten verbessert hat, was für sie die Faszination Triathlon ausmacht und wie sie mit den speziellen Bedingungen in Tokio umgehen wird.

LAOLA1: Du bist schon zum zweiten Mal nach 2016 bei den Olympischen Spielen dabei, wurdest damals kurzfristig nachnominiert. Wie groß ist schon die Vorfreude auf die Olympischen Spiele?

Julia Hauser: Riesig! Schon die Einkleidung und die Verabschiedungen für Tokio waren etwas Besonderes. Das habe ich vor Rio noch nicht miterleben können, weil meine Nominierung dann ziemlich kurzfristig war. Das war richtig cool, jetzt freue ich mich schon echt drauf.

LAOLA1: Vor fünf Jahren hast du die verletzte Lisa Perterer ersetzt, es ist dann nicht so gut gelaufen. Du wurdest auf der Radstrecke überrundet und musstest dadurch laut Reglement vorzeitig das Rennen beenden. Was hast du daraus gelernt oder was willst du dieses Jahr verbessern?

Hauser: Aus Rio nehme ich eigentlich nur die Erfahrungen aus dem Olympischen Dorf mit, wie groß dieses ganze Ereignis ist - mehr nicht. Jetzt bin ich aber richtig vorbereitet. Ich habe diesmal schon seit Mai gewusst, dass ich mich fix qualifiziert habe. Seitdem habe ich mich auch darauf vorbereitet und bin auch wesentlich besser in Form als 2016.

"Das Olympia-Flair wird auf jeden Fall vorhanden sein"

LAOLA1: Wie hast du dich in den vergangenen Jahren entwickelt oder woran hast du am meisten gearbeitet?

Hauser: Vor allem im Schwimmen! Das war meine schwächste Disziplin und deshalb habe ich da viel gemacht. Aber auch allgemein bin ich um einiges stärker geworden. Ich freue mich jetzt schon wirklich darauf.

LAOLA1: Olympia 2022 in Tokio wird aufgrund der Corona-Pandemie und den Bedingungen sehr speziell, seit kurzem steht auch fest, dass überhaupt keine Zuschauer dabei sein werden. Wie geht man dieses spezielle Event als Sportler an?

Hauser: Wir müssen es so nehmen, wie es ist. Aber trotzdem wird das Olympia-Flair auf jeden Fall vorhanden sein. Mal schauen, wie es dann wird. Aber der Haupt-Fokus liegt sowieso am Wettkampf und dort will ich mein Bestes geben.

LAOLA1: Welche Chancen rechnest du dir aus oder mit welchem Ergebnis wärst du schon zufrieden?

Hauser: Ich fahre schon hin, um eine Medaille zu machen. Das ist ein großes Ziel. Aber ich wäre auch mit einem Top-10- oder Top-15-Platz zufrieden. Das kommt dann auf den Rennverlauf an.

LAOLA1: Wie groß ist die Konkurrenz bei Olympia und wen siehst du in der Favoritenrolle?

Hauser: Es sind die besten 55 Triathleten der Welt in Tokio dabei, es sind also alle Starken dabei. Nicola Spirig, die schon Olympia-Gold gewonnen hat und auch schon Zweite geworden ist, Flora Duffy aus Bermuda, dazu die ganzen Amerikaner und Briten - da sind schon wirklich alle Top-Athleten am Start.

(Artikel wird unter dem Video fortgesetzt)

LAOLA1: Kennst du die Olympia-Strecke und ihre Tücken in Tokio bereits?

Hauser: Ja, wir waren 2019 schon einmal dort und haben ein Test-Event gehabt. Ich kenne also ungefähr die Strecke. Das Klima wird heiß, aber ich mag es heiß. Deshalb freue ich mich drauf.

LAOLA1: Beinahe jeder Sportler träumt von Olympia. Ist auch für dich ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen vor fünf Jahren?

Hauser: Ja, absolut. Seit ich mit dem Sport begonnen habe, war es ein Traum von mir, bei den Olympischen Spielen dabei zu sein - und auch immer schon eine Medaille zu holen.

LAOLA1: Welchen Tipp würdest du Anfängern geben, die neu reinstarten in den Triathlon-Sport?

Hauser: Einfach mal genießen und dann jede Sportart in Ruhe angehen. Spaß haben und echt die Abwechslung vom Schwimmen, Radfahren, Laufen und immer etwas anderes zu machen genießen. Wenn man es dann kombiniert, macht es erst richtig Spaß.

"Ich mag die Abwechslung total, alle drei Disziplinen zu trainieren. Das macht echt Spaß."

LAOLA1: Mit Home of Triathlon (HOT) haben Austria Triathlon Podersdorf und LAOLA1 eine neue Plattform für Triathlon gestartet. Wie wichtig ist es auch, diesen Sport für andere noch attraktiver und greifbarer zu machen?

Hauser: Ich finde es schon sehr wichtig! Einfach, dass man in Österreich und vor allem auch in Wien die Triathlon-Szene pusht und vor allem den Nachwuchs fördert, dass viele nachkommen. Ich glaube, Triathlon kann sich schon richtig gut entwickeln in Österreich.

LAOLA1: Wie bist du zum Triathlon gekommen?

Hauser: Ich komme eigentlich aus der Leichtathletik, aus dem Mehrkampf. Ich bin dann zum Laufen gewechselt und durch den Tag des Sports - mein Papa hat Triathlon gemacht, Lisa Perterer war dann in der Südstadt -, durch die ganzen Einflüsse und da ich die Abwechslung liebe, zum Triathlon gewechselt.

LAOLA1: Zusammenfassend: Was macht die Faszination Triathlon für dich aus?

Hauser: Ich mag die Abwechslung total, alle drei Disziplinen zu trainieren. Das macht echt Spaß.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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