Felix Auböck über 800m Kraul ohne Medaillen-Chance

Felix Auböck über 800m Kraul ohne Medaillen-Chance Foto: © GEPA
 

Für Felix Auböck sind bei den Olympischen Spielen in Tokio die Medaillen über 800 Meter Kraul außer Reichweite.

Bis zur 400-Meter-Marke hält der Niederösterreicher noch voll dabei. Aber dann kann er das Tempo nicht mitgehen und belegt mit 7,27 Sekunden Rückstand Rang sieben.

Gold sichert sich überraschend Robert Finke. Der US-Amerikaner pulverisiert seine persönliche Bestzeit und sichert sich mit einem unglaublichen Finish Gold. Silber holt Gregorio Paltrinieri (ITA), der von Beginn weg ein hohes Tempo geht. Auf den letzten 100 Metern ist sein Vorsprung weg - er rettet aber Silber. Bronze holt Mykhailo Romanchuk (UKR).

Keine Medaille gibt es für den Deutschen Florian Wellbrock, der bei 750 Metern noch geführt hat!

"Tempoverschärfung hat mich umgebracht"

Auböck war die erste Rennhälfte um 1,46 Sek. langsamer angegangen als beim Sieg in seinem Vorlauf-Heat am Dienstag, dennoch befand er sich in guter Position. Nur Weltmeister Paltrinieri war zu Beginn davongezogen, die anderen inklusive eben Auböck setzten vorerst aber nicht nach.

"Die ersten 400 m habe ich mir gedacht, das passt alles sehr gut, ich habe alles unter Kontrolle", analysierte Auböck den Rennverlauf. "Aber als das Tempo schärfer geworden ist, habe ich nicht mithalten können."

Damit war an eine erneute Verbesserung seines am Dienstag fixierten OSV-Rekordes nicht mehr zu denken, schließlich fehlten ihm 3,41 Sek. darauf. "Die Tempoverschärfung hat mich umgebracht, das hat mich zu viel gekostet", meinte der 24-Jährige über seinen Rückfall.

Er hätte es vielleicht etwas schneller angehen müssen, meinte Auböck. "So wie es war, war es wahrscheinlich nicht das Beste. Aber der Vorlauf ist anders, da ist man lockerer. Im Finale ist es schwieriger, vorneweg zu schwimmen."

Paltrinieri setzt alles auf eine Karte

Paltrinieri aber hat genau das gewagt, hat als renommierter und auf den längeren Kraulstrecken mehrmals ausgezeichneter Athlet aber auch die Überzeugung und das Selbstvertrauen dazu.

"So schnell wie er angegangen ist, haben viele Angst gehabt, dass es zu schnell ist", meinte Auböck. "Er ist jemand, der das ohne Probleme durchhalten kann." Allerdings habe ihm das diesmal niemand zugetraut, da der 26-Jährige zuletzt mit Pfeiffer'schem Drüsenfieber out war. Letztlich fehlten ihm 0,24 Sek. auf Gold.

Das holte sich mit Finke ein eher unbeschriebenes Blatt, sein bisher größter Erfolg war der Gewinn der US-Olympia-Trials. Der 21-Jährige war noch bei der letzten Wende nur Vierter gewesen, zündete dann aber den Turbo.

Der Deutsche Florian Wellbrock ging den umgekehrten Weg, fiel auf den letzten 50 m von Rang eins auf vier zurück und verpasste Bronze um 0,35 Sek. Für ihn und Paltrinieri geht es wie für Auböck noch am Freitag über 1.500 m, das Duo tritt auch im 10-km-Rennen im Freiwasser an.

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