Unterstützt wird sie bei der Abwicklung vom Österreichischen Judo-Verband und dem Sportministerium. "Dabei habe ich Phupu kennengelernt", deutet Filzmoser an, dass sie zur Fahnenträgerin einen ganz besonderen Bezug habe.
Eine alpine Verbindung
Phupus Vater zählte zu den bedeutendsten Sherpa der Himalaya-Region. Vor zwei Jahren kam er bei einem tragischen Lawinenunglück am Mount Everest ums Leben. "Er ist eine echte Legende", weiß Filzmoser, die als begeisterte Alpinistin selbst jede Möglichkeit nutzt, um die hohen Gipfel zu erklimmen.
"Als er starb stand seine Familie vor dem Nichts", kennt die Welserin das schwere Los Phupus.
Doch das Mädchen ließ früh ihr Judo-Talent und Selbstvertrauen erkennen. Mithilfe internationaler Kontakte sowie dem Judo-Weltverband (IJF) konnte ihr zuletzt sogar ein Vorbereitungs-Camp in Ungarn absolvieren. Nun erhielt die 63-kg-Kämpferin eine Wildcard für die Spiele und die Aufgabe, die Fahne zu tragen.