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Schlager-Akademie steht vor der Schließung

Schlager verlässt das Tischtennis-Trainingszentrum, ÖTTV will es weiterführen.

Schlager-Akademie steht vor der Schließung

Die Tage der "Werner Schlager Akademie" im Multiversum Schwechat scheinen gezählt.

Der Namensgeber wird das Tischtennis-Trainingszentrum mit Jahresende verlassen. Das bestätigt Rudolf Sporrer, Generalsekretär des Österreichischen Tischtennisverbands, dem ORF. Der ÖTTV wolle das Zentrum fortführen, überlege aber einen Umzug.

Die 2011 gegründete Akademie musste im Dezember 2015 Insolvenz anmelden. Verhandlungen mit einem chinesischen Investor über den Fortbestand seien gescheitert.

Der ÖTTV sei daraufhin als Mieter der Räumlichkeiten im Multiversum einsprungen, hieß es in dem ORF-Bericht. Der ehemalige Tischtennis-Weltmeister Werner Schlager war demnach zuletzt als Geschäftsführer beschäftigt.

ÖTTV will Zentrum fortführen

Auf der Facebook-Seite der Werner Schlager Academy wird - auf Englisch - mitgeteilt, dass der Standort in Schwechat mit Jahresende schließen werde. Für einen Neustart konnte Schlager nicht mehr die notwendigen Fördermittel sichern, berichtete er der "Krone". Nach eigenen Angaben hat der 44-Jährige eine hohe sechsstellige Summe an Privatvermögen durch die Schließung verloren.

Der ÖTTV will nach Angaben von Sporrer das Trainingszentrum auch ohne Schlager als internationale Akademie und vor allem als Trainingszentrum für das Herren-Nationalteam fortführen - bevorzugt in Schwechat. Wegen der Mietkosten werde aber auch eine Übersiedlung nach Stockerau (Bezirk Korneuburg) überlegt.

Zuletzt seien in dem Trainingszentrum vier Mitarbeiter, davon zwei Trainer, beschäftigt gewesen. Die Auslastung sei zwar nicht mehr so gut gewesen wie noch vor einem halben Jahr, aber vor allem bei den Damen hätten noch viele starke internationale Spielerinnen in Schwechat trainiert.

Die Stadtgemeinde Schwechat verwies auf eine Vereinbarung mit dem ÖTTV, die Ende des Jahres ausläuft. "Der ÖTTV hat erst Mitte Dezember Kontakt mit uns aufgenommen, um über eine eventuelle Verlängerung zu noch besseren Konditionen zu verhandeln", zitierte der ORF aus einer Stellungnahme. Man habe sich darauf verständigt, dass die Frist, um die Räumlichkeiten endgültig zurückzustellen, bis Mitte Jänner verlängert wird.

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