Fechten
Beim Fechten standen zum Auftakt die Florett-Bewerbe auf dem Programm. Bei den Herren sicherte sich Tobias Reichetzer die Goldmedaille. Für den Niederösterreicher ist es der erste Staatsmeistertitel: "Es ist immer schön, ein Turnier in der Heimat zu gewinnen. Vor allem die Staatsmeisterschaft, weil doch alle Österreicher am Start sind. Dieser Sieg ist sehr besonders."
Dabei hatte Reichetzer gar nicht gut in den Bewerb gefunden. "In der Vorrunde habe ich mich nicht gut gefühlt. Dann ist mir irgendwann der Knopf aufgegangen." Doch es folgte die nächste Herausforderung: Ab dem Viertelfinale musste der spätere Sieger gegen Trainingspartner antreten.
"Das ist sehr schwer, weil man sich einfach sehr gut kennt. Man kann kaum jemanden überraschen und muss schon etwas Spezielles machen. Das ist mir zum Glück gelungen", analysiert der ehemalige U23-Europameister. Im Finale setzte er sich schließlich gegen Moritz Lechner durch, Platz drei ging an Johannes Poscharnig.
Einen Sieg feierten Reichetzer und der Fechtverband bereits mit der Teilnahme bei den Sport Austria Finals. "Es war alles super organisiert, der erste richtige Wettkampf nach eineinhalb Jahren Pause. Für uns war die Covid-19-Pandemie richtig hart, wir durften lange Zeit nicht trainieren. Es war komisch, wieder ein Turnier zu bestreiten – aber sehr cool."
Bei den Damen gewann Freya Cenker ihren ersten Staatsmeistertitel. "Ich war schon öfter im Finale, aber geklappt hat es noch nie", so die Wienerin. "Umso mehr freue ich mich über diesen Titel. Einer meiner schönsten Siege!" Im Finale setzte sie sich gegen Beatrice Kudlacek durch, Platz 3 ging an Lilli Maria Brugger. "Es war großartig, wieder einen Wettkampf zu bestreiten. Die COVID-Pause war lange, hat mir aber eigentlich sogar geholfen. Ich konnte mich in der Zeit gut weiterentwickeln", so die ehemalige Heeressportlerin.
Vorentscheidungen im Wasserball Cup
Nach zahlreichen Corona-bedingten Verschiebungen sollte der österreichische Wasserball Cup 2021 bei den Sport Austria Finals doch noch eine würdige Bühne finden. Während im Außenbereich der Grazer Auster am Donnerstag die ersten Entscheidungen im Wasserspringen gefallen sind, ging es im Innenbereich im Wasserball der Herren ordentlich zur Sache.
Sechs Teams kämpften in zwei Gruppen um den Aufstieg ins Halbfinale. In Gruppe 1 setzte sich Graz mit 3 Siegen in 3 Spielen klar durch, Salzburg holte mit einem 21:2-Sieg gegen Linz Platz 2. In Gruppe 2 feierte WBC Tirol drei Siege, der ASV Wien setzte sich mit 27:2 gegen den WBC Innsbruck durch. Ergibt am Samstagabend die spannenden Halbfinalduelle WBV Graz gegen ASV Wien und WBC Tirol gegen Paris Lodron Salzburg.
"Wir haben heute zwei sehr gute Spiel mit viel Tempo absolviert und unser erstes Ziel mit dem Halbfinaleinzug erreicht, auch wenn wir für die nächste Runde ein paar kleiner Fehler korrigieren und reifer auftreten müssen", erklärt WBV Graz-Trainer Kristof Molnar, der im Spiel gegen Linz in der Gruppenphase einigen jungen Spielern wertvolle Spielminuten ermöglicht hat. "In der Bundesliga gibt es mit dem ASV Wien ein Kopf-an-Kopf-Rennen, daher freuen wir uns auf das direkte Duell im Cup. Es wird am Samstag ein schwieriges Duell werden, aber wir wollen zu Hause unbedingt in das Endspiel."
Die Damen-Semifinal-Spiele Pelikan Bregenz vs. ASV Wien und WBC Tirol vs. SV Wörthersee folgen am Sonntagvormittag.
Sportakrobatik
Österreichs 152 beste SportakrobatInnen in 51 Formationen (aus jenen 5 Bundesländern in denen es während des Corona-Lockdowns Trainingsfreigaben für SpitzensportlerInnen gegeben hatte) kämpfen im Raiffeisen-Sportpark Graz um die Titel
Insgesamt gibt es 161 Wettkampf-Übungen in sechs Leistungsklassen vom Nachwuchs bis zur Elite sehen. Für die allerstärksten Paare und Trios sind die Sport Austria Finals der letzte große Wettkampf vor der Weltmeisterschaft Ende Juni in Genf (SUI). Nach dem ersten Tag liegt in der Eliteklasse W3 das LZ USA Krems mit Jimena Wagensonner, Lena Ulrich und Svenja Maglock mit 26,29 Punkten in Führung.
Rackleton
Im Racket Sport Center Graz starteten die Racketlon-Bewerbe mit dem Juniors Day. Die besten Nachwuchshoffnungen des Landes (U11, U13, U16, U21) ermittelten ihre Besten in Einzel und Doppel. „Wir haben nicht nur in jeder Disziplin drei Courts parallel gespielt sondern erstmals bei den Kindern und Jugendlichen den Center Court live gestreamt. So konnten Eltern, Freunde und Verwandte dabei sein, obwohl keine Zuschauer zugelassen waren“, freute sich RFA-Präsident Marcel Weigl. Ab Freitag greift die Allgemeine Klasse an, die Juniors bestreiten noch einen Teambewerb.
Sitzball
Den Titel im Sitzball des Österreichischen BEhindertensportverbands holte erstmals der SV Franckviertel Linz in einem Herzschlagfinish gegen die TU Schwaz. Bronze ging an BBBSV Wien, die ihren Anteil an der knappen Titelentscheidung hatten, Rang 4 belegte VSC Graz. Gespielt wurde in der HIB Liebenau, auch Bluebox genannt. In der an einem Tag mit Hin- und Rückspiel durchgeführten Meisterschaft im Zuge der Finals, blieb es spannend bis zum letzten Punkt. Die Linzer und Tiroler hatten alle Spiele gewonnen, nur jeweils ein direktes Duell verloren. Am Ende gab die bessere Punktedifferenz. Weil im letzten Spiel Tirol knapper als erwartet Wien schlug, holte zum ersten Mal in der Geschichte Linz den Meistertitel im Sitzball.
"Dass wir Meister sind, kommt wirklich unerwartet. Wir konnten dazu aufgrund der Pandemie auch nicht viel trainieren. Ich spiele seit 21 Jahren Sitzball, dass es heuer zum ersten Mal zum Titel gereicht hat, ist gewaltig!", jubelte Josef Weinberger, Spieler des SV Franckviertel Linz.
COED SLOWPITCH SOFTBALL
Die Linz Witches & Bandits, die als TitelverteidigerInnen in Graz antreten, sind nach Tag eins der österreichischen Coed Slowpitch Softball-Meisterschaft voll auf Kurs. Die OberösterreicherInnen konnte im Ballpark Graz in der Mixed-Variante die ersten vier Partien des Grunddurchgangs erwartungsgemäß für sich entscheiden.
Neben drei klaren Siegen mussten die Linz Witches & Bandits gegen die Ruberducks Wiener Neustadt jedoch in einer hochdramatischen Partie lange zittern, behielten letztendlich aber die Nerven und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Somit gehen die LinzerInnen mit einer weißen Weste in den zweiten Tag.
Das komplette Programm im Überblick gibt es auf www.sportaustriafinals.at.
Eine Übersicht aller LIVE-Streams bei LAOLA gibt es hier >>>