"Watschn" für die großen Namen

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TV-Umfrage: "Watschn" für die großen Namen

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Wer Sport-Fan ist, kommt nicht an ihnen vorbei.

Moderatoren, Kommentatoren und Experten sind ein ständiger Begleiter, wenn man den TV einschaltet und Skibewerbe, Fußballspieler oder Formel-1-Rennen konsumiert.

Den Bekanntheitsgrad eines Rainer Pariasek oder Ernst Hausleitner würde sich so mancher Politiker wünschen. Doch wie steht's um die Beliebtheitswerte der Männer hinter dem Mikro?

Wir wollten es genauer wissen und haben eine große Umfrage gestartet. Mehr als 40.000 Stimmen wurden abgegeben, womit all unsere Erwartungen deutlich übertroffen wurden. Das Ergebnis (Stichtag 29. Februar, 23:59 Uhr) kommt für viele überraschend, denn so mancher großer Name wurde von den Usern knallhart abgewatscht, während vermeintliche Außenseiter den großen Wurf landeten.

MODERATOREN

 

Foto: © GEPA

Einen vollen Erfolg landet ServusTV in dieser Kategorie. Zwar geht der Sieg an einen ORF-Kollegen, doch die Teamwertung entscheidet der Salzburger Sender eindeutig für sich. Mit Christian Brugger (Notenschnitt 2,25), Andrea Schlager (2,37) und Andreas Gröbl (2,50) landen die Vertreter des Senders auf den Plätzen zwei, drei und vier. Geschlagen werden sie lediglich von Ernst Hausleitner, der sich mit einem Notenschnitt von 2,19 die Krone aufsetzt. "Solange es um Motorsport bzw. F1 geht, ist Hausleitner die Nummer eins aus der ORF-Riege", urteilt User _Lewis_. "Bei ihm merkt man einfach, für welchen Sport sein Herz schlägt." Der 47-Jährige bekam in 43 Prozent aller Stimmen die Note "Sehr gut" und feierte daher verdientermaßen den Sieg.

Zufrieden sein können auch Christian Nehiba (2,87), Guido Friedrich (2,87) sowie Thomas Trukesitz (2,88). Düster sieht es hingegen am Ende des Feldes für zwei ORF- und einen ATV-Vertreter. Elisabeth Auer trifft offenbar nur bedingt den Nerv der Zuseher und kommt als Elfter von zwölf Teilnehmern nicht über einen Schnitt von 3,22 hinaus. Nur unwesentlich besser schneidet Boris Kastner-Jirka ab, der nur in neun Prozent aller Fälle eine "1" erhält und sich mit einem Schnitt von 3,22 begnügen muss. Mit großem Abstand bildet indes Rainer Pariasek das Schlusslicht. Der ORF-Anchor wird zwar als Alpin-Moderator für gut befunden, erntet aber katastrophale Kritiken, wenn es um Fußball geht. Summa summarum ergibt sich ein Schnitt von 3,83.

Platz Name Notenschnitt
1 Ernst Hausleitner 2,19
2 Christian Brugger 2,25
3 Andrea Schlager 2,37
4 Andreas Gröbl 2,50
5 Christian Nehiba 2,87
5 Guido Friedrich 2,87
7 Thomas Trukesitz 2,88
8 Jürg Künne 3,01
9 Martin Konrad 3,10
10 Boris Kastner-Jirka 3,22
11 Elisabeth Auer 3,25
12 Rainer Pariasek 3,83

KOMMENTATOREN

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An den Notenschnitt von Hausleitner kommt er nicht ganz heran, an seinem Platz an der Sonne in der Kommentatoren-Kategorie ändert das aber nichts: Walter Reiterers Football-Kommentare auf Puls 4 treffen den Nerv der Zeit und kommen beim vorwiegend jungen Publikum super an. Kein Wunder, dass sich das in unserem Voting widerspiegelt und mit einem Schnitt von 2,21 sowie 50% an "Sehr gut"-Stimmen zum klaren Sieg reicht. Eine echte Überraschung ist Rang zwei: Didi Wolff setzt sich hier gegen die Konkurrenz durch. Der Biathlon-Kommentator des ORF hält die Fahnen seines Senders hoch und kommt auf einen Noten-Schnitt von 2,59. Mit nur zehn Prozent an "Nicht genügend" ist er der Kommentator, der am seltensten durchfällt. Knapp dahinter positioniert sich Philipp Paternina (2,62) vor Michael Roscher (2,70) und Michael Gigerl (2,87) auf Rang drei.

Während Wolff und Roscher ein gutes Zeugnis ausgestellt bekommen, gibt es für ihre Kollegen vom Staatsfunk eine echte "Watschn". Die letzten vier Positionen gehen allesamt an ORF-Kommentatoren. Andreas Du-Rieux schneidet mit seinem Schnitt von 3,14 noch am "besten" ab, Thomas König (3,21) landet knapp dahinter. Überhaupt kein hohes Ansehen genießen indes die Ski-Spezialisten. Peter Brunner, der die Damen kommentiert, wird mit einer 3,33 abgestraft, was nur von Oliver Polzer unterboten wird. Und das deutlich: Der 43-Jährige sorgt für den absoluten Negativ-Rekord von 3,97 und bekommt von 62 Prozent aller Teilnehmer ein "Nicht genügend". Die persönliche Note des Wieners in seinen Kommentaren gefällt den Usern überhaupt nicht.

LEGENDEN

Ein interessantes Ergebnis bringt auch unsere Zusatzfrage, ob die ältere Generation an Kommentatoren unterhaltsamer war. Überwältigende 76 Prozent sprechen sich für die Altmeister aus, lediglich 24 und damit ein knappes Viertel hält die aktuellen TV-Gesichter für besser. Bei der Frage nach der meist-vermissten Legende gibt es ein heißes Kopf-an-Kopf-Duell zwischen Heinz Prüller und Robert Seeger, wobei die Führung mehrfach wechselt. Schlussendlich setzt sich Prüller knapp mit 38:36 Prozent durch.

Platz Name Notenschnitt
1 Walter Reiterer 2,21
2 Didi Wolff 2,59
3 Philipp Paternina 2,62
4 Michael Roscher 2,70
5 Michael Gigerl 2,76
6 Tom-Ole Mink 2,87
7 Charly Leitner 2,90
8 Eric Auer 3,13
9 Andreas Du-Rieux 3,14
10 Thomas König 3,21
11 Peter Brunner 3,33
12 Oliver Polzer 3,97

EXPERTEN

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Bei der letzten Kategorie haben wir uns aufgrund der Vielzahl für eine alternative Abstimmungsmethode entschieden. Zunächst wurden sie in drei Gruppen (Wintersport, Fußball, Sport-Mix) unterteilt, anschließend haben wir nach dem besten bzw. verzichtbarsten Experten gefragt. Im Wintersport gibt es das Phänomen, dass der eine oder andere in beiden Gruppen auf dem Stockerl landet. So liegt etwa Hans Knauß am Stichtag als bester Wintersportler voran, gefolgt von Thomas Sykora und Christoph Sumann. Auch Alexandra Meissnitzer und Andreas Goldberger bekommen jede Menge stimmen. Doch auch bei der Frage nach dem Experten, auf den man verzichten kann, liegen die Ski-Fachleute ganz vorne. Meissnitzer muss dabei in den sauren Apfel beißen, sie landet auf Position eins. Direkt dahinter folgen Armin Assinger sowie Knauß und Christian Mayer, die sich ex aequo den dritten Platz teilen.

Bei den Fußballern gibt es zweifellos einen Liebling unter den TV-Zuschauern. Der hört auf den Namen Herbert Prohaska und arbeitet, wie alle genannten Wintersportler, beim ORF. "In meinem Alter kann man sportlich keine Preise mehr gewinnen, umso mehr freut es mich, dass ich hier gewonnen habe", jubelt "Schneckerl" über seinen Sieg. Dabei verrät er, dass sein legendärer "Gute Nacht"-Sager zufällig entstand. Vor einigen Jahren verabschiedete sich sein Moderator, während er nicht mehr zu Wort kam. "Kinder, das ist total unhöflich", meinte er anschließend in der Nachbesprechung der Sendung. "Ich sitze daneben und komme nicht zum Gute-Nacht-Sagen." Daraufhin entschied man, der Austria-Ikone das letzte Wort zu überlassen. Auf den Plätzen folgen Helge Payer, Peter Hackmair und Niko Kovac. Wenig Freude haben die Leute dagegen mit Roman Mählich und Frenkie Schinkels, die die Negativ-Wertung anführen. Hackmair landet hier auf Position drei, unmittelbar vor Payer.

Bleiben die Sport-Mix-Fachleute, die - wenig überraschend - von Alexander Wurz angeführt werden. Der Niederösterreicher punktet mit hoher Fachkompetenz und dem nötigen Schmäh und wird für seine Zusammenarbeit mit Hausleitner gelobt. Ähnlich sieht es bei Michael Eschlböck aus, der am Stichtag Zweiter ist und wie Kollege Reiterer inzwischen Kult-Status genießt. Auf Position drei folgt Alexander Antonitsch, der seit Jahren als Tennis-Experte sein Wissen an die Zuschauer weitergibt. Kaum Zuspruch findet indes Mirna Jukic, die mit 34 Prozent aller Negativ-Stimmen deutlich vor allen anderen liegt. Dahinter folgen Stefan Koubek und Karl Wendlinger.

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