Gehört ihnen die Zukunft?

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Sind das unsere Sportstars im Jahr 2025?

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Ein neues Jahr hat gerade erst begonnen!

Der Blick ist nicht mehr zurück sondern nach vorne gerichtet - und wir blicken dieses Mal etwas weiter!

Und zwar nicht in die nahe Zukunft, sondern in die ferne: Wer könnten eigentlich im Jahr 2025 Österreichs Sport-Stars sein?

Dieser Frage haben wir uns angenommen und versuchen, sie zu beantworten. Dies soll aber keine Auflistung von ohnehin bekannten Sportlern wie Dominic Thiem, Nikola Bilyk oder Jakob Pöltl sein, die dann höchstwahrscheinlich nach wie vor rot-weiß-rote Schlagzeilen schreiben werden.

Hier werden junge Talente vorgestellt, die das Potenzial haben, einmal "ganz Große" zu werden. Keine Frage, nicht alle werden es schaffen - der Schritt in den Profibereich ist einfach noch so groß und jener in die Weltspitze nochmals ungleich größer. Aber sie alle sind in ihren jeweiligen Sportarten große Talente. Umso schöner wäre es, wenn wir in knapp zehn Jahren diesen Artikel hervorholen würden und behaupten könnten: "Wir haben es immer schon gewusst!"

Die "Regeln": Hier genannte Sportler dürfen im Jahr 2025 nicht älter als 30, also aktuell nicht älter als 21, Jahre alt sein und sollten der breiten Masse noch nicht bekannt sein.


MARCO ROSSI (15 JAHRE, EISHOCKEY)

Da kommt etwas Großes auf uns zu! Marco Rossi könnte der nächste Thomas Vanek werden. Nicht umsonst halten alle Verantwortlichen riesige Stücke auf den 15-Jährigen. Auch LAOLA1-Scout Bernd Freimüller ist von den Fähigkeiten des Vorarlbergers hellauf begeistert und attestiert ihm schon jetzt eine große Karriere. Und das, obwohl der Center gerade erst 15 Jahre alt ist. In diesem Alter lässt sich im Eishockey aber für gewöhnlich schon ganz gut abzeichnen, wohin die Reise eines Spielers geht. Und bei Rossi könnte sie ganz nach oben gehen. Aktuell spielt er bei der U17-Mannschaft der ZSC Lions in der starken Schweizer Nachwuchsliga. Obwohl der Angreifer als 2001er Jahrgang mit um ein Jahr älteren Gegenspieler aufläuft, dominiert er fast nach Belieben. Mit 37 Scorerpunkten (22 Tore!) in nur 23 Saisonspielen führt er die Liga als einer der jüngsten Spieler an. Die Online-Plattform "eliteprospects.com" führt ihn schon jetzt als einen der Top-Prospects für den NHL-Draft 2020. Zugegeben, in solch einem jungen Alter kann noch viel passieren. Marco Rossi ist aber die aktuell vielversprechendste Eishockey-Aktie aus Österreich.


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SARAH LAGGER (17 JAHRE, LEICHTATHLETIK)

Den Namen Sarah Lagger werden wohl schon einige Sport-Fans kennen. Der breiten Masse ist sie dennoch kein Begriff, weshalb sie es in diese Aufzählung geschafft hat. Aber das wird sich wohl schon bald ändern. Es sieht nämlich ganz danach aus, als würde die Kärntnerin es ganz nach oben schaffen. Okay, sie ist immer noch erst 17 Jahre alt, aber mit Lagger könnte Österreich schon bald über eine Spitzen-Leichtathletin verfügen, wie es sie seit Steffi Graf nicht mehr gab. Ihre Vita liest sich beeindruckend. Im Alter von 15 Jahren stellte sie einen neuen U18-Weltrekord auf, zudem holte sie Silber bei der U18-EM. Die bisherige Krönung folgte in diesem Juli, als sich Lagger zur U20-Weltmeisterin kürte. Und das im Alter von 16 Jahren! Die Junioren-Weltrekordhalterin zeichnet sich vor allem durch ihre Ausgeglichenheit aus, Schwächen sucht man bei ihr vergebens. Auch ihr Coach und Mentor Georg Werthner weiß: "Sie hat die Chance, absolute Weltklasse zu werden."


THOMAS SCHAFFER (19 JAHRE, AMERICAN FOOTBALL)

ER könnte es als erster Österreicher schaffen, in der NFL zu spielen - und nicht als Kicker. Toni Fritsch, Toni Linhart und Raimund "Ray" Wersching haben schon rot-weiß-rote Spuren in der NFL hinterlassen, nun will es Schaffer, der auch Volleyball spielt, als Defensive (oder Offensive) Lineman in die größte Liga der Welt schaffen. Einen riesigen Schritt hat der 19-jährige im Wiener im Jahr 2016 dafür getan. Schaffer entschied sich für das Football-Programm von Stanford, einem der prestigeträchtigsten und besten im gesamten Land. Hier wird College-Football auf höchstem Niveau gespielt und die Stars von morgen produziert - wie Andrew Luck (QB der Indianapolis Colts) oder Richard Sherman (Verteidiger-Star der Seattle Seahawks). In seinem ersten Jahr spielte Schaffer noch nicht, aber das so genannte "Redshirt-Year" ist eine übliche Maßnahme, um Talente mit Sorgfalt heranzuführen. Schaffer spielte schon zuvor High-School-Football in den USA, bringt die Maße, Athletik und Einstellung mit, sich hier unter vielen Talenten durchzusetzen. Der "Bleacher Report" bezeichnete ihn 2015 als faszinierendsten Prospect des Jahres 2016. Das Jahr 2017 wird nun so richtig interessant für den Wiener am College in California.


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CAROLINE PILHATSCH (17 JAHRE, SCHWIMMEN)

Mit nur 17 Jahren hat Caroline Pilhatsch bereits die ersten Olympischen Spiele in Armen und Beinen. Auch wenn die Grazerin in Rio noch Lehrgeld bezahlen musste, gilt sie als absolute Hoffnungsträgerin im OSV. 2015 holte sie bei den ersten Europaspielen in Baku gegen die starke Konkurrenz aus aller Welt Gold über 50 Meter Rücken und anschließend Silber über 50 Meter Delfin. Und wer weiß, vielleicht wäre die Steirerin ja fast mit einer anderen Sportart hier vertreten gewesen – denn erst im Alter von elf Jahren wechselte Pilhatsch von der Rhythmischen Gymnastik zum Schwimmen. Ein Wechsel, der ihr und Sport-Österreich hoffentlich noch viel Grund zur Freude beschert.


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CHRISTOPH MEISSL (16 JAHRE, SKIFAHREN)

Im Skifahren ist noch schwerer als in anderen Sportarten, im Jugendalter vorherzusagen, wer es einmal ganz nach oben schafft. Viel zu oft verschwinden so genannte "Schüler-Weltmeister" von der Bildfläche, der Umstieg vom Nachwuchs- in den Profibereich gilt als schwerster Schritt in der Karriere von Skifahrern. Dennoch haben wir uns für zwei junge Talente entschieden, die vielversprechende Leistungen zeigen. Da wäre Christoph Meißl, ein 16-jähriger Salzburger. Im 2000er-Jahrgang derzeit einer der auffälligsten Läufer des Landes, zeigte er bei den ÖSV-Testläufen in Mellau zu Beginn diesen Jahres groß auf. Im Slalom ging der Sieg an ihn, im Riesentorlauf wurde er Vierter. Bei den Landesmeisterschaften gewann Meißl Slalom sowie RTL und wurde als "Perfektester Skifahrer" (Kombination aus mehreren Bewerben) ausgezeichnet. Dieser junge Mann könnte einmal in die Fußstapfen von Marcel Hirscher und Co. treten, das Potenzial scheint jedenfalls vorhanden zu sein.

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LISA GRILL (16 JAHRE, SKIFAHREN)

Aus den zahlreichen Jung-Skifahrinnen eine herauszupicken, ist nicht leicht. Lisa Grill sticht aber dennoch aus all den Talenten heraus. Die Salzburgerin dominiert in ihrer Altersklasse (Jahrgang 2000) fast nach Belieben. In der Saison 2015/16 holte sie insgesamt 20 Podestplätze, davon 14 Siege. Bei den Schülertestläufen in Mellau setzte sie sich im Slalom mit über zwei Sekunden Vorsprung durch, im Riesenslalom wurde sie knapp Zweite. Bei den Österreichischen Schülermeisterschaften fuhr sie in allen Disziplinen auf das Podium und kürte sich zur "Österreichischen Schülermeisterin 2016". Vor ihr liegt noch ein langer, steiniger Weg - ein kleine Motivationsspritze gibt es aber noch: Eine gewisse Anna Veith, damals noch als Anna Fenninger unterwegs, dominierte im Schülerbereich ebenfalls und schaffte es schließlich ganz nach oben zum Ski-Superstar.


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THIERNO BALLO (15 JAHRE, FUSSBALL)

Der Jüngste in diesem Aufgebot. Ballo feiert heute am 2. Jänner seinen 15. Geburtstag, spielt aber bereits für das U17-Nationalteam. Ballos Vater kam einst von der Elfenbeinküste nach Oberösterreich, Thierno, dessen Bruder und Mutter, die aus Guinea stammt, sind später nachgekommen. Ballo war ursprünglich ivorischer Staatsbürger, ehe er den österreichischen Pass erhielt - seine Geschichte ist außergewöhnlich (Hier zu seiner ganzen Story). Denn Ballo übersiedelte mit seinem Nachwuchs-Trainer ("Es war unglaublich, er hat in zwei Jahren über 200 Tore erzielt"), der ein Erziehungsrecht erhielt, nach Deutschland. Dort schloss er sich Bayer Leverkusen an, seit Sommer kickt er im Fortuna-Köln-Nachwuchs. Selbstredend in der U17. Im Herbst traf er in zehn Partien vier Mal. U17-Teamchef Hermann Stadler sagt über ihn: „Ein technisch ausgezeichneter Spieler mit viel Kreativität und Spielwitz. Er ist für sein Alter extrem weit und spielt sehr reif und abgezockt. Vom fußballerischen Können ist er einer der Besten in der Mannschaft." Der Coach warnt allerdings: "Man muss abwarten, wohin die Reise geht. Man darf nicht jetzt schon von einem Jahrhunderttalent sprechen, das wäre eindeutig zu früh. Es kann noch so viel passieren." Hoffentlich viel Positives!


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LUKA BRAJKOVIC (17 JAHRE, BASKETBALL)

Jakob Pöltl ist im Jahr 2025 30 Jahre alt und hoffentlich ein gestandener NBA-Profi. Aber wie genial wäre es, wenn neben ihm bereits ein zweiter Spieler in der besten Basketball-Liga der Welt aufgeigt?! Es gibt da nämlich einen jungen Mann, dem man diesen Sprung bei der richtigen Entwicklung zutrauen könnte. Brajkovic sorgt in der zweiten Basketball-Bundesliga im Dress der Raiffeisen Dornbirn Lions für Furore. Der laut offiziellen Angaben 2,06 m große Innenspieler kommt durchschnittlich auf 13,7 Punkte, 7,8 Rebounds, 2,3 Blocks und 2,2 Assists. Der 17-jährige Vorarlberger ist Nummer sieben der Liga in Sachen Effizienz und achtbester Rebounder, zudem der beste Shot-Blocker. Auch wenn man mit solchen Vergleichen vorsichtig sein soll, weist der Nachwuchsnationalspieler (bei der U18-B-EM als jüngerer Jahrgang drittbester Shot-Blocker und achtbester Rebounder) durchaus Parallelen mit Pöltl auf: Auch er ist für seine Größe sehr beweglich und koordiniert, verfügt über einen herausragenden Touch rund um den Korb und ist ein guter Verteidiger. Körperlich ist Brajkovic ebenso eher ein Spätentwickler. Wurden ihm in der letzten Saison beim damaligen Schlusslicht nur acht Einsätze mit durchschnittlich viereinhalb Minuten zugestanden, ist er in der aktuellen Saison neben dem Spanier Ander Arruti bester Spieler des Überraschungsteams der Saison - Dornbirn liegt auf Rang drei. Hoffentlich werden wir noch viel von diesem jungen Mann hören.


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ARABELLA KOLLER (16 JAHRE, TENNIS)

Österreichs Tennis-Damen befinden sich in der Krise. Tamira Paszek liegt als beste rot-weiß-rote Spielerin im Ranking auf Rang 125. Dahinter folgt nur noch Barbara Haas (161) in den Top 200. Vielleicht kann ein gewisses Talent namens Arabella Koller diese Flaute beenden. Die 16-Jährige zeigt zumindest gute Ansätze und ist eines der hoffnungsvollsten Tennis-Talente Österreichs. Die Salzburgerin trainiert seit September diesen Jahres in Linz bei Jürgen Waber und arbeitet viel mit der ehemaligen Top-20-Spielerin Sybille Bammer. Prompt setzte es erste Erfolge. Koller schied zuletzt bei der Orange Bowl - dem größten Nachwuchsturnier der Welt - erst im Semifinale aus. Zugegeben, ein starker Auftritt bei diesem Event muss nichts heißen. Viele ehemalige SiegerInnen (Nikola Hofmanova) schafften es nicht einmal wirklich in den Profi-Bereich - es gibt aber auch Orange-Bowl-Sieger, die sehr wohl den großen Wurf schafften. Nicole Vaidisova (2003), Caroline Wozniacki (2005), Andy Roddick (1999) oder auch ein gewisser Roger Federer (1998) und Dominic Thiem (2011) setzten bei der Orange Bowl erste Duftmarken. Es wäre wünschenswert, wenn Arabella Koller sich ebenfalls in eine ähnliche Richtung entwickeln würde.


MATHIAS CZIZSEK (17 JAHRE, JUDO)

Mit Ludwig Paischer hat Österreichs bester und erfolgreichster Judoka der letzten rund 20 Jahre seine Karriere beendet. Mehrere junge Judoka scharren bereits in den Startlöchern und wollen in seine Fußstapfen treten. Der wohl vielversprechendste dieser Nachwuchs-Athleten ist Mathias Czizsek. Im Junioren-Bereich sorgt der 17-Jährige zumindest schon einmal für Schlagzeilen. Gleich zweimal in Folge holte der Wiener bei der U18-EM Silber. Von Judo-Insidern wird ihm großes Potenzial nachgesagt, er sei körperlich sehr weit und könne technisch mit den Besten seiner Altersklasse voll mithalten. Doch auf den "Albtraum" aller Sport-Kommentatoren wartet ein harter Weg, bis er auch nur von Paischers Sphären träumen darf. Beispielsweise steht demnächst der Sprung in eine höhere Gewichtsklasse an - bleibt abzuwarten, wie er das verkraftet.


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GABRIEL ODOR (16 JAHRE, EISSCHNELLLAUF)

Österreich ist mit Vanessa Herzog im Eisschnelllauf bereits in der Weltspitze vertreten, in einigen Jahren könnte dies auch bei den Männern der Fall sein. Der 16-jährige Gabriel Odor vom Union Speedskating Club Innsbruck stellte im Dezember drei neue Juniorenrekorde auf, dabei ist er sogar noch ein Jahr jünger als Linus Haidegger, dem bisherigen Rekordhalter. Seine stärksten Disziplinen sind der Massenstart und die 1.500 Meter, in deren Saisonbestenliste er weltweit auf Platz vier rangiert. Da er die Limits erreicht hat, durfte er bereits in der vergangenen Saison beim Juniorenweltcup starten, obwohl er noch ein Jahr zu jung war. Geht seine Entwicklung derart rasant weiter, ist Odor ein heißer Medaillen-Kandidat in Peking 2022.


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