Worum es dem ÖHB-Team jetzt noch geht

Aufmacherbild Foto: © ÖHB-Agentur DIENER - Eva Manhart
 

29:38 gegen Norwegen - und es wird doch nur der ungeliebte "President's Cup".

Das ÖHB-Nationalteam beendet die Vorrunde der Handball-WM in Ägypten nach drei Niederlagen punktelos und muss in das Mini-Turnier um die Plätze 25 bis 32 umsteigen.

Freilich: Nach der Auftakt-Niederlage gegen die Schweiz, die für eine realistische Hauptrunden-Chance gewonnen werden hätte müssen, keine große Überraschung mehr.

Auch in Bestbesetzung hätte Österreich gegen Frankreich und Norwegen, Mitfavoriten auf den Titel, kaum eine Chance gehabt. Dafür waren die Auftritte in diesen beiden Spielen durchaus akzeptabel, weswegen ÖHB-Teamchef Ales Pajovic keine schlechten Worte bemühen musste.

"Ich kann mit dem Charakter und Herz der Mannschaft zufrieden sein. Die Jungs haben gekämpft und in Momenten gut ausgesehen. Es gibt positive Dinge, die muss ich von diesen Spielen mitnehmen und von da an weiter arbeiten", hakte der Slowene die Vorrunde ab.

Robert Weber brauchte hingegen noch ein paar Momente, das letzte Spiel hinter sich zu lassen: "Wir sind noch mit einem Funken Hoffnung in das Spiel gegangen. Dass es am Ende so deutlich ausgegangen ist, tut mir persönlich ein bisschen weh. Aber gut. Wir haben gemeinsam gekämpft, Norwegen ist aber eine Weltklasse-Truppe - und da braucht es mehr, sie aufzuhalten."

Für Erfahrung wird auch die goldene Ananas geopfert

So richtig einzuordnen waren die drei WM-Spiele am Ende nicht. Die Enttäuschung gegen die Schweiz kam auch unter seltsamen Umständen zustande, gegen die Weltmächte Frankreich und Norwegen waren die Hoffnungen von Anfang an enden wollend.

Flügelflitzer Weber konnte kein positives Fazit für sich ziehen: "Wir haben das erste Match versemmelt, das wäre unser Ticket für die Hauptrunde gewesen. Danach war das Turnier nur mehr da, um zu genießen und Erfahrung zu sammeln. Wir haben gegen zwei Weltklasse-Nationen gespielt, da müssen wir nicht traurig sein."

Genau das ist auch der Plan für das weitere Vorgehen: Erfahrung sammeln. Am Papier geht es nur mehr um die "goldene Ananas".

(Text wird unterhalb fortgesetzt)

"Mir ist es völlig wurscht, ob wir 25., 28. oder 30. werden. Es ist gut für die Jungs, dass wir noch vier Spiele haben, damit sie sich einspielen können, denn das ist die Mannschaft für die Zukunft. Für uns ist es wichtig, mit einem guten Gefühl aus Ägypten abzureisen", so der Routinier.

"Wer weiß, wofür das noch gut sein wird, die Erfahrungen gegen exotische Gegner von anderen Kontinenten. Das wird mir persönlich auch sehr viel Spaß machen."

Vier bessere Testspiele

Die vier Spiele im "President's Cup" werden jetzt zu einer Art Vorbereitungsturnier für die anstehenden ernsten Aufgaben. Im Frühjahr will sich das ÖHB-Team für die EURO 2022 qualifizieren, muss sich dabei gegen Estland und Bosnien durchsetzen, nachdem Deutschland enteilt ist.

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Da erweist es sich nun als Vorteil, dass Österreichs Mannschaft mit einigen Debütanten und insgesamt wenig Erfahrung ausgestattet ist. Die nächste Generation soll lernen.

"Für jeden, der das erste Mal dabei ist, ist die Erfahrung sehr wichtig", weiß Teamchef Pajovic und sieht vor allem bei seinen Fivers-Spielern, die in der European League engagiert sind, welche Auswirkungen schon ein paar Spiele auf internationaler Ebene haben können.

Es gäbe eine offene Rechnung zu begleichen

Ganz vergessen will er den Wettbewerb aber nicht. Marokko, Südkorea und Chile sind die ersten Gegner - speziell mit den Südamerikanern gibt es eine offene Rechnung zu begleichen, die Niederlage bei der WM 2019 war damals ein Mitgrund für das frühe Aus.

Los geht es aber am Mittwoch (15:30 Uhr) gegen Marokko: "Es kommen komische Mannschaften. Sie spielen eine 3-3-Abwehr, etwas total anderes als das, was in Europa gespielt wird", darf Pajovic in den nächsten 48 Stunden viel Vorbereitungsarbeit leisten.

Um den versöhnlichen Abschluss macht er sich aber keine Sorgen: "Wenn wir wieder mit so einem Teamgeist ins Spiel gehen, wird alles positiv sein."

Textquelle: © LAOLA1.at

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