Preis für Nachhaltigkeit an Trofaiach und Bruck

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Großer Erfolg für den obersteirischen Verein BT Füchse, den Handball Club Bruck Trofaiach! Gleich beide Vorgänger-Klubs der BT Füchse - ATV Trofaiach und HC Bruck - werden vom Bundesministerium für ihr Umwelt-Engagement mit Vorbildcharakter ausgezeichnet.

Zum bereits neunten Mal werden Österreichs nachhaltigste Sport-Veranstaltungen, Sportvereine, Kultur-Events, Dorf- und Stadt-Feste im Rahmen des Wettbewerbs "nachhaltig gewinnen!" gekürt.

Die Preise für das Umwelt-Engagement mit Vorbildcharakter gehen 2020 an die Vereine ATV Handball Trofaiach", den "SV Atemnot" aus Wien und den "Handball Club Bruck an der Mur". Nominiert waren auch der "Österreichische Betriebssport Verband", der "teco7 Training Technopool FC" sowie die "Ortsgruppe Linz der Naturfreunde Österreich".

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Der Wettbewerb "nachhaltig gewinnen!" ist für alle Kategorien mit einem Preisgeld in der Höhe von insgesamt 20.000 Euro dotiert.

Der geplante Festakt im November und die Verleihung der Auszeichnungen im Rahmen der "Green Events Austria Gala" wird aufgrund der Covid-19-Pandemie auf das Jahr 2021 verschoben.

Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler würdigt die Sportvereine aus ganz Österreich für ihre nachhaltige Vereinstätigkeit und gratuliert den Gewinner-Teams.

Lob vom Sportminister für wichtige Beiträge der Nachhaltigkeit

Sportvereine haben eine zentrale gesellschaftliche Relevanz in Österreich. Insgesamt sind rund 2,5 Millionen Österreicherinnen und Österreicher in 15.000 Sportvereinen aktiv. "Sie können mit ihrem Handeln wichtige Beiträge für ein nachhaltiges Leben leisten und damit zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele, der UN Sustainable Development Goals, beitragen", sagt Werner Kogler.

Beispiele dafür liefern die Presiträger genügend: Upcycling-Ballsäcke; Abfallwirtschafts-Konzept; Kriterienkatalog nachhaltige Beschaffung; Bio- und Fairtrade-Lebenmittel; nachhaltige Sportartikel und Pokale; Mobilitätskonzept; Energie-Konzept; Einbeziehung der Fans

Der ATV Trofaiach agiert nicht nur innerhalb des Vereins nachhaltig, sondern will gemeinsam mit den Fans, den Sponsoren, der Gemeinde Trofaiach und anderen lokalen Sportvereinen und NGOs wirksame Nachhaltigkeitsergebnisse erzielen. Den Referenzrahmen dafür bilden die UN Sustainable Development Goals.

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Mit der Produktion und dem Verteilung von nachhaltig produzierten Ballsäcken, genannt "CenterBags", soll Nachhaltigkeit über die Grenzen des Vereins gelebt werden. Die Ballsäcke werden aus nicht mehr benötigten Werbetransparenten von der Lebenshilfe Trofaiach hergestellt. Durch dieses Upcycling gelingt es dem Verein, das Abfall-Aufkommen zu reduzieren, die Wertschöpfung in der Region zu halten und einen wichtigen sozialen Beitrag zu leisten.

HC Bruck und der Mikroplastik-Abrieb beim Waschen von Sportkleidung

Eine Auswahl an Highlights, die den HC Bruck als Gewinner hervorbringen: Innovationsziel intelligente Steuerung der fernbeheizten Hannes-Bammer-Halle, Abwärme soll in Strom umgewandelt werden für die beiden E-Tankstellen; Mobilitätskonzept; 3 E-Autos; Urban Gardening rund um die Sportstätte; Forschungsprojekt mit der Montan-Uni zur Reduktion von Mikroplastik beim Wäsche waschen.

Der HC Bruck an der Mur hat gemeinsam mit der Montan Universität Leoben ein Projekt gestartet, um den Mikroplastikabrieb beim Waschen von Sportkleidung zu reduzieren. Ziel ist es, den Waschgang so schonend zu gestalten, dass Mikroplastikfasern nicht abbrechen. Unter dem Motto: "Warm duschen – kalt waschen", sollen hier neue Wege aufgezeigt werden, damit die Sportwäsche hygienisch gereinigt und möglichst wenig Mikroplastik ausgewaschen wird.

Rund um die Sportstätte im Zentrum der Stadt wird künftig das Projekt "Urban Gardening" angesiedelt. Angrenzend an den Handball Club befinden sich nutzbare Flächen um Gartenanbau zu betreiben. Ziel ist es, diese Flächen innerstädtischen Fans zur Verfügung zu stellen, junge Mitglieder für gesunde Ernährung zu sensibilisieren und gesunde Nahrungsmittel lokal zu produzieren. Dieses Projekt soll gemeinsam mit der städtischen Gärtnerei umgesetzt werden.

"SV Atemnot" fährt mit dem Zug ins Trainingslager

Der Wiener Fußballverein "SV Atemnot" hat ebenfalls eine Auswahl an Highlights zu bieten: Fairtrade-Bälle; Zero-Waste-Ziel; Mehrwegbecher und Geschirr; bedruckte Mehrwegflaschen; nachhaltige Pokale; Fingerfood; gesunde Ernährung; mit den Öffis zum Training; Inklusion sozial benachteiligter Gruppen, auch mit der Aktion "Kicken ohne Grenzen", offenes Bildungsprojekt; mit der Bahn ins Trainingslager Slowakei und dort zu Fuß zum Fußballplatz

Die Spieler und Spielerinnen des SV Atemnot bestreiten ihre Wege zu den Sportstätten fast ausschließlich mit Öffis und Fahrrad, im Bedarfsfall werden Fahrgemeinschaften gebildet. Ins Trainingslager nach Senkvice in der Slowakei wird mit dem Zug angereist.

Soziale Verantwortung zu übernehmen ist dem Verein sehr wichtig. Seit einigen Jahren besteht eine enge Partnerschaft mit dem Projekt Kicken ohne Grenzen: Das Bildungsprojekt ermöglicht Jugendlichen aus benachteiligten Communities die Teilnahme an kostenlosem Fußballtrainings. Dort werden auch Soft Skills trainiert und weitere Bildungsangebote bereitgestellt, die einen Einstieg in Schule oder Berufsleben erleichtern sollen.

Textquelle: © LAOLA1.at

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