"Das war ein Traumwochenende für mich, an dem ich richtig gutes Golf gespielt habe. Dass ich mich gegen so starke Spieler wie Luki (Lukas Nemecz, Anm.), Reggy (Niklas Regner, Anm.) und Aron (Zemmer, Anm.) durchsetzen konnte, bedeutet mir viel. Ich wollte unbedingt die Wildcard für die Austrian Alpine Open holen, das hat in dieser Woche für mich oberste Priorität gehabt", meint Baltl bei der Siegerehrung.
Baltl: "Habe im Winter gut gearbeitet"
"Zwei Tagessiege zu feiern und die Gesamtwertung zu gewinnen, ist natürlich unglaublich schön. Es zeigt, dass ich im Winter gut gearbeitet habe und mein Spiel in die richtige Richtung geht", jubelt der 31-Jährige, der zudem ein Preisgeld in Höhe von 8.375 Euro einstreifte.
Besonders groß ist die Freude beim Grazer über das Startticket für das DP World Tour-Highlight Ende Mai in Kitzbühel. "Es ist für jeden Österreicher cool, wenn man beim größten Turnier des Landes abschlagen darf und die Chance bekommt, dort zu zeigen, was man draufhat. Entsprechend motiviert werde ich mich in den kommenden Wochen auf die Austrian Alpine Open vorbereiten", betont Baltl.
Nemecz fand auf seinem Heimkurs keinen Rhythmus
Für Lukas Nemecz läuft es am Murhof nicht ganz nach Wunsch.
Mit zwei 68er-Runden (-4) am Wochenende landet der Steirer in der Tageswertung auf Rang neun und wird mit fünf Schlägen Rückstand auf Baltl Gesamt-Zweiter.
"Über die vier Turniere war es ein solider Auftritt von mir, aber um ganz vorne zu sein, war es nicht gut genug. Bei den zwei Turnieren in Kärnten habe ich noch sehr gut gespielt, aber hier am Murhof habe ich irgendwie meinen Rhythmus verloren und bin nicht so richtig ins Spielen gekommen. In Anbetracht dessen ist es schon okay, dass ich hier am Wochenende zweimal vier unter Par gespielt habe", analysiert Nemecz.
Für Landsmann Timon Baltl gibt es lobende Worte: "Er ist der verdiente Sieger des Audi Circuit, fünf Schläge sind schon ein ordentlicher Vorsprung. Ich freue mich extrem für ihn, dass er sich mit dem Gesamtsieg auch eine Wildcard für Kitzbühel geholt hat."
David Ennsmann der überragende Amateur
Eine starke Vorstellung liefert auch David Ennsmann ab, der bei allen vier Turnieren einen Score in den roten Zahlen notiert und mit gesamt 274 Schlägen (-14) die Amateurwertung des Audi Circuit für sich entscheidet.
"Es war eine Mega-Woche für mich, in der ich erstmals in vier Runden einen zweistelligen Score unter Par gespielt habe. Es gibt mir extrem viel Auftrieb, dass ich so gut in die Saison gestartet bin", meint der für den GC Am Mondsee spielende Salzburger.
Hinter Baltl teilen sich in der Tageswertung des Finalturniers die Steirer Niklas Regner und Peter Knotz sowie der Ungar Richárd Sárközi mit jeweils 65 Schlägen (-7) Platz zwei.
Der Steirer Jakob Lotschak reiht sich als bester Amateur mit einer 66 (-6) schlaggleich mit dem niederösterreichischen Pro Daniel Hebenstreit an der fünften Stelle ein.