NFL-Playoffs: New England sensationell draußen!

Aufmacherbild Foto: © getty
 

Die Sensation ist perfekt!

Die New England Patriots sind bereits zum Auftakt der NFL-Playoffs ausgeschieden. Der Titelverteidiger unterliegt Außenseiter Tennessee Titans zu Hause mit 13:20.

Die Patriots werden dabei vor allem von Star-Running-Back Derrick Henry überlaufen, der für 204 Total Yards und einen Touchdown verantwortlich zeichnet.

Damit steht fest, dass die AFC erstmals seit vier Jahren nicht von New England in der Super Bowl vertreten wird. Erstmals seit neun Jahren stehen die Patriots zudem nicht im Championship Game der AFC.

Tennessee wiederum ist weiter im Titelrennen und fordert in den Divisional Playoffs die Baltimore Ravens. Das Parallelspiel in der AFC wird somit Kansas City gegen Houston lauten.

Bei den Patriots stellt sich indes die Frage: War es das letzte Karrierespiel von Quarterback-Legende Tom Brady?

NEW ENGLAND PATRIOTS (3) - TENNESSEE TITANS (6) 13:20

SCORING:

Q1

3:0: Nick Folk - 36-Yard-Field-Goal (12:37 Minuten)

3:7: Anthony Firkser - 12-Yard-Pass von Ryan Tannehill (05:39 Minuten)

Q2

10:7: Julian Edelman - 5-Yard-Run (14:57 Minuten)

13:7: Nick Folk - 21-Yard-Field-Goal (02:16 Minuten)

13:14: Derrick Henry - 1-Yard-Run (00:35 Minuten)

Q3

---

Q4

13:20: Logan Ryan - 9-Yard-Interception-Return-Touchdown (00:09 Minuten) - Two-Point-Conversion scheitert

DAZN zeigt die NFL-Playoffs LIVE. Hol dir jetzt dein Gratismonat!

Möchte Brady mit solch einer Leistung abtreten?

Bis es eine definitive Antwort auf die Brady-Frage gibt, wird es wohl eine der meistgestellten der NFL bleiben. Der Vertrag des 42-Jährigen läuft nach dieser Saison jedenfalls aus.

Ob der sechsfache Super-Bowl-Champion mit einer derart dezenten Leistung abtreten möchte? Mit einer dürftigen Angriffsdarbietung, wie sie der Patriots-Offense in dieser Spielzeit mehrmals passiert ist?

Mehr als einen 5-Yard-Lauf von Wide Receiver Julian Edelman in die Endzone sowie zwei Field Goals von Nick Folk hatten Brady und Co. in dieser Begegnung nicht zu bieten.

Dem hatten die Titans erst einen TD-Catch von Anthony Firkser und dann einen 1-Yard-Lauf des überragenden Henry entgegenzuhalten - bemerkenswert: Bei diesem Drive, der das letztlich vorentscheidende 14:13 bedeutete, sorgte Henry für alle (!) 75 Yards des Drives im Alleingang.

Pick-Six am Spielende

Ebenfalls bemerkenswert: Alle offensiven Scores des Spiels gelangen in der ersten Halbzeit. Die zweite Halbzeit war von den Defensivreihen der beiden Teams geprägt. Erst Sekunden vor dem Schluss änderte sich der Score noch durch eine Pick-Six von Brady auf Logan Ryan.

NEW ENGLAND PATRIOTS:

Name

Passing Yards Rushing Yards Receiving Yards
Tom Brady 209 (1 INT)
Sony Michel 61 9
James White 14 62
Julian Edelman 12 (1 TD) 30
N'Keal Harry 7 21
Rex Burkhead 4 32
Ben Watson 38
Mohamed Sanu 11
Phillip Dorsett 6

Eine letztlich spielmitentscheidende Sequenz ereignete sich gut zwei Minuten vor der Pause, als die Patriots den Ball an der gegnerischen Goalline drei Mal nicht in die Endzone bugsieren konnten und sich mit einem Field Goal zur zwischenzeitlichen 13:7-Führung begenügen mussten - eine 17:7-Führung hätte den Druck auf Tennessee mehr erhöht.

Der Titans-Triumph kommt insofern nicht gänzlich aus dem Nichts, da das Team in den vergangenen Wochen, seit QB Ryan Tannehill das Ruder übernommen hat, hervorragend gespielt hat. Diesmal kann sich der Spielmacher jedoch mit 72 Passing-Yards begnügen.

Titans fordern nun Lamar Jackson

Henry machte sich an seinem 25. Geburtstag das schönste Geschenk indes selbst - 182 Rushing Yards sind schlichtweg überragend.

Speziell ist dieser Erfolg auch für Tennessees Head Coach Mike Vrabel, der als Spieler an den ersten drei Super-Bowl-Siegen der Patriots beteiligt war.

Die Titans reisen nun erneut als Underdog zur Nummer eins der AFC nach den Regular Season, den Baltimore Ravens. In diesem Match bekommt es Tennessee mit der explosiven Offense rund um Quarterback-Jungstar Lamar Jackson zu tun.

TENNESSEE TITANS:

Name

Passing Yards Rushing Yards Receiving Yards
Ryan Tannehill 72 (1 TD, 1 INT) 11
Marcus Mariota 4
Derrick Henry 182 (1 TD) 22
Dion Lewis 8 8
Anthony Firkser 23 (1 TD)
Jonnu Smith 9
Tajae Sharpe 6
A.J. Brown 4
MyCole Pruitt 4

Legenden, junge Wilde und einige etablierte Haudegen. Die Playoff-Quarterbacks dieser NFL-Saison bieten ein breites Spektrum. LAOLA1 mit einem Ranking der Spielmacher:

Bild 1 von 26 | © getty

Eines vorneweg: Der Generations-Wechsel unter den NFL-Quarterbacks ist bekanntlich in vollem Gange. Da die "Jungen Wilden" logischerweise noch nicht über die Lebensläufe eines Brady, Brees oder Rodgers verfügen können, besteht in solch einem Ranking die Gefahr, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Wir legen daher auch diesmal eine Spur mehr Wert auf die Aktualität, ohne aber die gerade in der Postseason so wertvolle Erfahrung außer Acht zu lassen.

Bild 2 von 26 | © getty

12. JOSH ALLEN (Buffalo Bills)

Bild 3 von 26 | © getty

Sagen wir so: Wenn Allen in diesem Playoff-Feld Letzter ist, muss es schon schlechtere Quarterback-Jahrgänge in Playoffs gegeben haben. Der Bills-Spielmacher ist keiner, der einen mit seinen Statistiken verzaubert. Seinen Wert sollte man dennoch nicht unterschätzen. Erstens ist er unglaublich gut zu Fuß - 510 Rushing Yards und neun TDs in dieser Saison stechen nur im Lamar-Jackson-Zeitalter nicht heraus. Zweitens bringt er, wenn gefordert, schon auch entscheidende Würfe an. Buffalos Erfolg basiert aber eben nicht hauptsächlich auf der Offense.

Bild 4 von 26 | © getty

11. RYAN TANNEHILL (Tennessee Titans):

Bild 5 von 26 | © getty

Der einstige Miami-Flop schreibt in Nashville gerade ein Märchen in eigener Sache. Erst im Laufe der Saison anstelle von Marcus Mariota zum Starter avanciert, legte Tannehill das höchste Passer Rating  (117,5) dieser Saison hin. 22 TD-Pässe und nur 6 Interceptions sind ebenfalls überzeugend. Am überzeugendsten ist jedoch, dass es bei den Titans läuft, seit er das Ruder übernommen hat (7-3-Bilanz). Stellt sich die Frage, ob der frühere Erstrunden-Pick aktuell in Überform agiert oder wirklich so gut ist und die Dolphins ihn verkannt haben? Diese Playoffs werden es weisen...

Bild 6 von 26 | © getty

10. JIMMY GAROPPOLO (San Francisco 49ers):

Bild 7 von 26 | © getty

Ist "Jimmy G" der erste Erfolgsgarant, der einem einfällt, wenn es um die Wiederauferstehung der San Francisco 49ers geht? Nicht wirklich. Dafür streute er selbst bei Siegen immer wieder zu durchschnittliche Leistungen ein. Kein heuriger Playoff-QB warf mehr Interceptions als Garoppolo (13). So wenig konstant er in der Comeback-Saison nach seinem Kreuzbandriss bisweilen agierte, so sehr hatte er auch seine Ausreißer nach oben. Man darf gespannt sein, wie sich der 28-Jährige in den Playoffs tut.

Bild 8 von 26 | © getty

9. CARSON WENTZ (Philadelphia Eagles):

Bild 9 von 26 | © getty

Wentz wurde einst früh gedraftet, um die Eagles zum Super-Bowl-Sieg zu führen. Der Plan ging weitestgehend auf - mit dem Haken aus persönlicher Sicht, dass sich Wentz kurz vor dem Zielspurt verletzte und Nick Foles den großen Wurf erledigte. Wentz läuft diesem persönlichen Triumph noch hinterher. Im Laufe dieser Saison musste er sich einige Male Kritik gefallen lassen, teilweise auch zurecht. Allerdings: Die Verletzungsserie unter seinen Anspielstationen war phasenweise schon abenteuerlich. Trotzdem spielte der 27-Jährige gerade dann, als es im Dezember drauf ankam, richtig gut. So half er, die Saison zu retten.

Bild 10 von 26 | © getty

8. KIRK COUSINS (Minnesota Vikings):

Bild 11 von 26 | © getty

Wenn man vielleicht von den Duellen mit Green Bay absieht, war das nicht so schlecht, was Cousins in dieser Saison abgeliefert hat. Mit einem Rating von 107,4 rangiert er unter den diesjärigen Playoff-QBs auf Platz vier. Was dem 31-Jährigen im Vikings-Trikot vielleicht noch fehlt, ist der eine oder andere Statement-Sieg, der wirklich auf seine Leistung zurückgeführt wird. Diese Gelegenheit sollte sich in den Playoffs ergeben.

Bild 12 von 26 | © getty

7. DESHAUN WATSON (Houston Texans):

Bild 13 von 26 | © getty

Watson nur auf Rang 7? Dafür gibt es in der Tat keine allzu gute Begründung, außer dass die sechs Herrschaften vor ihm eben absolute Superstars sind - und der eine oder andere davon zugegeben ein wenig von seinem Namen und seiner Erfahrung lebt. Watson spielte eine gute Saison - warf 26 TD-Pässe und erlief auch deren sieben. Vor allem wie er die Patriots-Defense zerlegte, war durchaus ansehnlich. Sucht man einen Makel, findet man ihn allerdings definitiv bei 12 Interceptions - das ist eine Spur zu viel. Bei ihm wird es nun Zeit, dass er auch in der Postseason Spuren hinterlässt.

Bild 14 von 26 | © getty

6. AARON RODGERS (Green Bay Packers):

Bild 15 von 26 | © getty

Diskutiert man die besten Quarterbacks aller Zeiten, fällt der Name Aaron Rodgers zwangsweise. 2019 war, sagen wir mal so, kein statistischer Ego-Trip. 4002 Passing Yards und 26 TD-Pässe sind für seine Ansprüche eher nur solide, das Passer-Rating von 95,4 ist eher naja als spektakulär. Richtig gut sind dafür nur vier Interceptions. Nach Traumsaisonen ist Rodgers mit den Packers in der Postseason bisweilen gescheitert. Dreht er den Spieß nach dieser grundsoliden Saison um?

Bild 16 von 26 | © getty

5. TOM BRADY (New England Patriots):

Bild 17 von 26 | © getty

Das ist ein Ranking im Hinblick auf die Playoffs und tiefer kann man mit dem besten Playoff-Quarterback aller Zeiten beim besten Willen nicht gehen. Punkt. Geht man alleine nach den Statistiken in dieser Saison und den nicht immer überzeugenden Leistungen einer personell eher durchschnittlichen Patriots-Offense, müsste man die lebende Legende weiter hinten ansiedeln. Aber zweifelt irgendjemand daran, dass Tom Brady in der Postseason wieder den entscheidenden Wurf auspacken kann, wenn es notwendig ist? Eben.

Bild 18 von 26 | © getty

4. DREW BREES (New Orleans Saints):

Bild 19 von 26 | © getty

Verletzungsbedingt war diese Spielzeit für den Altstar eine verkürzte. Ein tolles QB-Rating von 116,3 sowie 27 TD-Pässe bei nur vier Interceptions sprechen dennoch für sich. Besonders stark: 74,3 Prozent seiner Passversuche kamen an den Mann, womit er seinen erst 2018 aufgestellten NFL-Rekord nur um 0,1 Prozent verpasste. Fünf der sechs besten Saisonen in besagter Statistik gehen in der NFL-Geschichte auf das Konto von Drew Brees - die drei besten gelangen 2018, 2019 und 2017. So viel zum Thema altersloser Präzision. Brees feiert am 15. Jänner seinen 41. Geburtstag.

Bild 20 von 26 | © getty

3. RUSSELL WILSON (Seattle Seahawks):

Bild 21 von 26 | © getty

Drei Niederlagen in den letzten vier Spielen drohen ein wenig zu verschleiern, wie gut die Saison von Russell Wilson war. Man sollte nicht vergessen, dass er als einer der Topfavoriten auf die Auszeichnung als MVP galt, ehe Lamar Jackson unwiderstehlich an Fahrt aufnahm. 31 TD-Pässe sind stark, ebenso ein QB-Rating von 107,4. Phasenweise hatte man in dieser Saison den Eindruck, als hielte er ein gar nicht mal so bärenstarkes Seahawks-Team im Rennen. Dass er als Super-Bowl-Champion inzwischen auch über jede Menge Playoff-Routine verfügt, muss nicht extra erwähnt werden.

Bild 22 von 26 | © getty

2. PATRICK MAHOMES (Kansas City Chiefs):

Bild 23 von 26 | © getty

Nein, es war nicht die Zauber-Saison aus dem Jahr 2018 - das war diesmal wohl alleine schon verletzungsbedingt nicht drinnen. Mahomes verpasste zweieinhalb Spiele und wirkte in einigen anderen etwas limitiert. Trotzdem lieferte er starke Spiele und Statistiken ab. Dass selbige vielleicht als ein wenig durchschnittlich empfunden werden, sprechen vor allem für die Erwartungshaltung an das Wunderkind der Chiefs. Wer ihn nach wie vor als besten QB der Gegenwart einstuft, möge dies ohne schlechtes Gewissen tun. Die Nummer eins geht diesmal jedoch an...

Bild 24 von 26 | © getty

1. LAMAR JACKSON (Baltimore Ravens):

Bild 25 von 26 | © getty

Wer sonst? Gefühlt lief Jackson in dieser Saison von New York nach Los Angeles. Angesichts der immensen Laufstärke (NFL-QB-Rekord von 1206 Rushing Yards; 7 TDs) geht fast unter, dass der 22-Jährige auch für die meisten TD-Pässe in dieser Spielzeit zuständig war, nämlich deren 36. Diese Kombination aus Weltklasse am Boden und durch die Luft macht ihn zu einem Phänomen, das kaum zu bändigen ist und die Ravens in eine hervorragende Ausgangslage im Hinblick auf die Super Bowl bringt.

Bild 26 von 26 | © getty

Weitere Videos

Textquelle: © LAOLA1.at

SCR Altach vor Leihe von Mönchengladbach-Youngster Julio Villalba

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare