Touchdown Tuesday: Sie hatten schlichtweg Glück

Aufmacherbild Foto: © getty
 

Und da sind wir schon wieder!

Die Ergebnisse sind euch allen freilich bekannt, doch die größte und teuerste Profiliga der Welt hat viele Stories zu erzählen.

Wie gewohnt widmet sich LAOLA1 den Auffälligkeiten des Spieltages.

Wer ist Winner? Wer ist Loser? Wer oder was war awesome? Wer oder was war awful? Wer sorgte noch für Aufsehen?

Das ist der Touchdown Tuesday - die Endzone von LAOLA1 - Episode 11 der Saison 2016:

Ja eh, in dieser Woche der NFL 2016 hätte es wieder einmal einige Kandidaten für die ruhmreiche Ehre unseres Winners gegeben, wir haben aber einige gute Gründe, die Indianapolis Colts auszuzeichnen. Es war nämlich ein Spieltag wie gemalt für Andrew Luck und Co. Selbst mit den Tennessee Titans einen aufstrebenden Division-Rivalen in die Schranken zu weisen und am Montag zu sehen, wie den Houston Texans eine mexikanische Mauer in Form der Oakland Raiders vor die Nase gestellt wurde, hilft im Kampf um die AFC South sehr. Die Titans in ihrer aktuellen Form zu besiegen ist ein weiteres gutes Argument - denn dieses Kräftemessen ist derzeit wirklich nur der Statistik nach einseitig. Die letzten elf direkten Duelle gingen an die Colts, darunter alle seit der Eröffnung des Lucas Oil Stadiums 2008. Zu guter Letzt sollte man auch die Art und Weise nicht außer Acht lassen. Andrew Luck und Co. legten los wie die Feuerwehr und spielten sich in ihren ersten drei Possessions eine 21:0-Führung heraus. Dass danach die nicht gerade für ihre Güteklasse A bekannte Indy-Defense einen auf Mauer machte, und das gegen die Titans-Offense um Marcus Mariota in ihrer derzeitigen Form, zeugt von einer überzeugenden Teamleistung. Der Wermutstropfen sei natürlich nicht verschwiegen: Luck befindet sich im Concussion-Protocol der Liga. Es wäre ein schwerer Schlag, sollte er für den Thanksgiving-Showdown mit Pittsburgh keine Freigabe erhalten und Backup Scott Tolzien ran müssen. Gach schmeckt der Truthahn dann gleich ein bisserl weniger gut...!

Hmmmmm, so schnell geht es! Vergangene Woche noch der (viel diskutierte) Super-Bowl-Tipp von Kollegen Kastler, in dieser Woche der Fixstarter in der Loser-Rubrik. 17 ihrer letzten 19 Regular-Season-Spiele haben die Kansas City Chiefs gewonnen und dann dieses Hoppala gegen die Tampa Bay Buccaneers - noch dazu zu Hause! Sagen wir mal so: Es gibt Divisions, in denen man sich solche Umfaller eher leisten darf als in der AFC West. Nicht dass man die Bucs unterschätzen darf, ganz und gar nicht, aber dieses Aufeinandertreffen war tendenziell als W eingeplant. Aber gerade offensiv ist bei diesem 17:19 relativ wenig zusammengelaufen. Es wäre tendenziell bitter, wenn im beinharten Dreikampf mit Oakland und Denver am Ende gerade dieser Sieg fehlen würde.

LAOLA1-User "violanator" fragte sich unter unserem Bericht: "Habe ich richtig gelesen, ein Receiver wirft einen Pass zu seinem Quarterback???" Ja, du hast richtig gelesen! Nun sind solche Trickspielzüge zwar eher rar, aber auch nichts komplett Ungewöhnliches. Dass daraus jedoch ein derart pipifeiner Touchdown entsteht wie beim 15-Yards-Pass von Doug Baldwin auf Russell Wilson, verdient definitiv eine Nominierung in dieser Kategorie. Fast noch wichtiger für die Seattle Seahawks ist jedoch, dass es in den letzten Wochen auch andersherum zwischen den beiden wieder besser funktioniert hat als in der eher müden Phase davor. Und gerne mehr davon!

Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn, elf, zwölf! Damit hätten wir erstens bewiesen, dass wir damals mitten im alten Jahrtausend im Kindergarten aufgepasst haben und zweitens illustriert, wie historisch das kollektive Versagen der NFL-Kicker in Week 11 wirklich war. Spieleübergreifend zwölf Extrapunkte zu versemmeln, ist schon nichts für schwache Nerven und ein neuer Negativrekord. Was wäre gewesen, wenn nicht vier Teams Bye-Week gehabt hätten und zwei Matches mehr auf dem Programm gestanden wären? So weit können wir gar nicht zählen! In diesem Sinne, liebe Kicker, ein dickes, fettes OH BOY! Aber lasst euch nicht unterkriegen, wir haken es mal als Laune des Schicksals ab, dass ihr euch gesammelt zu diesem "schwarzen Sonntag" habt hinreißen lassen. Trotzdem wünschen wir uns, dass Christian Fuchs seine NFL-Pläne wahrmacht!

Oida, "DallasCowboy"! Da hast du in unserem letzten Touchdown Tuesday aber eine ziemliche Diskussion losgetreten. Ich denke, deine Kansas-City-kann-wegen-einer-2-14-Bilanz-in-der-Saison-2012-kein-Spitzenteam-sein-Argumentation sollte bereits widerlegt sein, denn sonst wäre es für deine Cowboys angesichts der 4-12-Bilanz im Vorjahr auch eng. Kollege Kastler braucht meine Hilfe natürlich nicht, aber ich möchte schon festhalten, dass ich den Super-Bowl-Pick mit den Chiefs für nicht abwegig halte. Ich persönlich glaube aus zwei, drei Gründen eher nicht daran (und Week 11 hat angedeutet warum), aber ich schließe es keinesfalls aus und behalte mir das Recht vor, in den kommenden Wochen auch mal auf sie zu tippen, vielleicht schon heute, haha. Was mich aber sehr wohl interessieren würde: Wie kommst du darauf, dass wir die Dallas Cowboys hassen? Das ist mir komplett neu. Ich persönlich stehe nicht besonders drauf, wenn andere Leute besser wissen, was ich (oder in dem Fall wir) denke als ich selbst. Sehr wohl stehen wir hier auf ein Mindestmaß an Niveau in der Diskussion. Verstehst, Oida?!? Deswegen ein Dank an alle, die dies letzte Woche mit Argumenten gelöst haben. Und somit alles wieder gut! Kommen wir lieber zu den echten Dallas Cowboys. Dieser Auftritt von Tony Romo letzte Woche war natürlich legendär. Ganz großer Sport! Wie freiwillig er sich da hingestellt hat, sei dahingestellt. Dass er sich hinstellt und diese Worte von sich gibt, verdient den allerallerallergrößten Respekt. Ich wünsche ihm auch, dass er kommende Saison eine Chance bekommt, sein Können noch einmal als Starter auf dem Feld zu beweisen. Dann wohl bei einem anderen Team. Ich schließe übrigens auch keineswegs aus, dass wir ihn in dieser Saison noch einmal im Dress der Cowboys sehen - es kann so schnell gehen in der NFL. Wie Dak Prescott, Ezekiel Elliott und Co. diese knifflige Aufgabe gegen Baltimore gelöst haben, verdient zudem den allergrößten Respekt. Ich gebe gerne zu, dass ich diese Partie im Vorfeld als potenziellen Kandidaten für einen Ausrutscher der Texaner eingeschätzt habe und lange Zeit tat sich Dallas auch reichlich schwer. Aber jetzt ist er da, der neunte Sieg in Serie - und solch einen Lauf gab es in der gesamten Franchise-Geschichte noch nicht, da kann man schon mal von magisch sprechen. Dass es zum ganz großen Wurf, sprich dem Super-Bowl-Triumph reicht, glaube ich nach wie vor noch nicht ganz. Dafür habe ich in all den Jahren im Jänner einfach schon zu viele starke Regular-Season-Teams scheitern sehen, zumal die Jungstars der Cowboys nicht wirklich über Playoff-Erfahrung verfügen können. Andererseits haben auch andere QBs wie Tom Brady oder Ben Roethlisberger zu Beginn ihrer Karriere gute Situationen genutzt, noch ehe sie zu Elite-Spielmachern gereift sind. Wir werden sehen, ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Grundsätzlich finde ich es aber schön, dass die vielen Cowboys-Fans nach all den Jahren mal wieder wirklich träumen können.

Ich finde es ja wirklich schön, dass Tom Brady nach all den Jahren noch die Gelegenheit hat, erste Male zu erleben. Dieses erste Mal war spürbar etwas Emotionales für ihn. Erstmals in seiner Karriere trat der Überdrübermegakultlegendenzukünftigerhalloffamersuperstar der New England Patriots auswärts beim Lieblingsteam seiner Kindheit, den San Francisco 49ers, an. Diese beiden Franchises spielen grundsätzlich nur alle vier Jahre gegeneinander. Beim letzten Duell in der Bay Area in der Saison 2008 musste Brady wegen seines Kreuzbandrisses passen. Böse Zungen behaupten, der Oldie zog seine Karriere nur deshalb in die Länge, damit er auch mal vor seinen Kumpels aus der Jugend spielen kann (die beiden Gastspiele in Oakland zählen für ihn weniger, das hat er im Vorfeld selbst betont). Schade, dass er nie im alten Candlestick Park ran durfte, wo er als Football-Fan sozialisiert wurde. CBS wurde nicht müde das Foto des kleinen Tom einzublenden, als er beim legendären "The-Catch"-Match auf der Tribüne war. Sein Heimatort San Mateo liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen San Francisco und Santa Clara, der nunmehrigen Heimat der Niners. Schade, dass es bei seiner Rückkehr in Strömen regnete und er nicht die kalifornische Sonne genießen durfte - ein Genuss dürfte aber der Respekt gewesen sein, der ihm von den Fans auf den Rängen entgegengebracht wurde. Weniger Respekt zeigten die San Francisco 49ers, weshalb der grüne Pfeil auch ein wenig ihnen gebührt. Vielleicht hat das Sauwetter geholfen, aber dass sie das Spiel bis ins Schlussviertel offen halten können, hätte wohl niemand gedacht. Ich bleibe dabei: Wenn Chip Kelly selbst aus diesem Offense-Material recht ansehnliche Plays herausholt, sollte er wohl Zeit bekommen. Denn für diese Defense kann er eher weniger. Woran die 49ers in der Woche der Heimkehr Bradys erinnert wurden, ist jedoch, dass auch sie im Draft 2000 den vielleicht besten QB aller Zeiten ignoriert und stattdessen in Runde drei einen gewissen Giovanni Carmazzi (Muss man nicht kennen. Wer mehr wissen will: Ich habe vor der Super Bowl 2012 eine Abhandlung über den Quarterback-Draft 2000 geschrieben) gewählt haben. Der damalige Head Coach Steve Mariucci gab unter der Woche Einblicke in die damaligen Überlegungen und man kann nur sagen: Oh Boy! Er habe sich seine damaligen Notizen aus dem Draft-Scouting-Prozess angeschaut, aber da sei trotz eines Besuchs von Brady bei den 49ers nichts Substanzielles über ihn zu finden gewesen: "Wir hatten Tom für ein privates Workout hier, haben ihn jedoch verabschiedet, ohne weitere Informationen über ihn gesammelt zu haben. Er hat vielleicht acht oder neun Mal den Ball geworden und ist die 40 Yards gelaufen. Es ging sehr schnell und war nicht sehr sorgfältig. Und das ist die Sache, die mich schockiert. Wir hatten ihn hier, haben aber unsere Hausaufgaben nicht gemacht." Aber gut, lieber Steve, das gilt auch für alle anderen Teams. Selbst die Patriots haben bekanntlich bis in die 6. Runde gewartet, ehe sie sich ihr "Lotterie-Los" gekauft haben. Sie hatten schlichtweg Glück.

Da ich schon erahne, wie sehr Kollege Kastler angesichts der Länge der ersten beiden Einträge stöhnt, in aller Kürze drei Einzelleistungen, die mir in Week 11 gefallen haben. Erstens: Herzlich Willkommen im Klub der 1000 Catches, Steve Smith! Der WR der Baltimire Ravens ist der 14. Passempfänger der NFL-Geschichte, der diese Schallmauer durchbrochen hat. Dieser elitäre Kreis zeigt, wie schwer das ist. Zweitens: Ein Rushing-TD von TE Eric Ebron? Well done, Detroit Lions! Drittens: Giants-Safety Landon Collins hat im vierten Spiel in Folge zumindest eine Interception abgefangen. Das freut mich nicht nur, weil ich ihn in meiner Traditions-Draft-Liga im Kader habe, sondern weil er somit endgültig einer der Aufsteiger dieser Saison ist. Wie man den Lauf der Giants generell im Auge haben sollte. Denn mich beschleicht zunehmend das Gefühl, dass die New Yorker ihr Potenzial gar nicht ausschöpfen, aber dennoch gewinnen. Und das kennen wir ja bereits...

In normalen Wochen wäre das Kicker-Thema wohl, dass die Rekord-Serie von Adam Vinatieri bei 44 Field Goals zu Ende gegangen ist. Das ist natürlich schade für ihn, steht aber zweifelsohne im Schatten des kollektiven Versagens vieler Kollegen. Der Thematik haben wir uns schon oben gewidmet, hier kurz mein Senf dazu. Kern der Debatte scheint ja wohl zu sein, ob es nun super ist oder nicht, dass der Extrapunkt-Versuch 2015 von der 2- an die 15-Yard-Linie zurückverlegt wurde. Die einen begrüßen es ob der zusätzlichen Spannung, andere halten es für einen künstlichen Eingriff und sehen ein Übel darin, dass die Freude nach einem TD so schnell durch das Versagen des eigenen Kickers getrübt werden kann - und dies passiert ja nicht allzu selten derzeit. Stichwort NFL und Spaß und so. Meine Meinung: Was in Woche 11 passiert ist, halte ich für puren Zufall. Manchmal gibt es eben eine derartige Anhäufung an Missgeschicken, ohne dass es dafür eine sinnvolle Erklärung gibt. Das ist ungefähr das Gleiche, wie wenn in der Bundesliga plötzlich eine unglaubliche Fehlentscheidung die andere jagt - auch solche Phasen hatten wir schon immer wieder (und nein, liebe Leute, ich meine nicht den Normalzustand, haha). Grundsätzlich halte ich es nach wie vor für gut, dass diesem bis dahin relativ bedeutungslosen Play mehr Würze verliehen wurde. Und meistens sitzt der PAT ja nach wie vor.

Ich habe hier schon länger nichts mehr zu den Green Bay Packers geschrieben, weil ich es nicht so richtig wahr haben wollte, dass in dieser Saison gar nichts mehr geht. Angesichts der Tabellenkonstellation in der NFC North ist trotz einer 4-6-Bilanz noch nicht alles vorbei, aber ganz ehrlich: Wer glaubt noch wirklich daran? Und da geht es in erster Linie nicht nur um die vier Niederlagen en suite, sondern um die Art und Weise wie. Zwei Mal in Folge mehr als 40 Punkte zu kassieren, ist übel. Vier Mal in Folge über 30 Punkte zu kassieren, ist noch übler. Dieses ganze Gerede über Aaron Rodgers konnte ich sowieso nie hören und die letzten Wochen sollten auch bewiesen haben, dass er das geringste Problem der Packers ist. In Washington tat er sein Menschenmöglichstes und war so nebenher auch noch Leading Rusher seines Teams. Ich schätze bekanntlich die Herangehensweise von GM Ted Thompson, die Free Agency weitestgehend zu ignorieren und den Roster via Draft zu basteln. Green Bays Jahrgang 2016 fehlt es jedoch schlichtweg an der Tiefe, um Ausfälle zu kompensieren. Die Dichte in dieser wirklich schwachen Defense ist nicht vorhanden, und vom Laufspiel gar nicht zu sprechen, wo man auf Ausfälle von Eddie Lacy und James Starks nicht vorbereitet war. Letzterer ist zwar wieder zurück, überzeugt jedoch nicht. Den von Seattle interessanterweise gewaivten Christine Michael (möglicherweise im Nachhinein ein Fehler angesichts der Verletzung von C.J. Prosise) zu engagieren, dürfte das Kraut auch nicht fett machen. Sollte nicht noch ein Wunder geschehen, sollte man diese Spielzeit im Käsekopf-Land einfach als das ansehen, was sie ist: Ein Ausrutscher und eine Bedienungsanleitung, an welchen Schrauben man in der Offseason drehen muss. Die Nerven zu verlieren und etwa bei Head Coach Mike McCarthy anzusetzen, hielte ich für einen Fehler. Aber gut, dieser Panik-Modus ist dieser sehr auf Konstanz bedachten Franchise erfreulicherweise zumeist ohnehin fremd.

So, als Rausschmeißer zwei Kleinigkeiten, die weniger eines roten Pfeils würdig sind und eher zum Schmunzeln anregen sollten. Andererseits sind es schon auch irgendwie Fehlleistungen. Erstens: Liebe Browns-Freunde, das tut wirklich weh! Ben Roethlisberger hat - wenngleich nach überschaubar guter Leistung, was mir in der LAOLA1-Liga sehr weh getan hat - nunmehr sein zehntes Spiel IN Cleveland gewonnen. Unlustiger Fun Fact: Damit hat er nun genauso viele Siege IN Cleveland wie der Browns-QB mit den meisten Siegen IN Cleveland seit der Rückkehr der Franchise in die NFL 1999, nämlich Derek Anderson. Eigentlich ein Wahnsinn! Zweitens: Liebe O-Line der Tennesee Titans - danke für diesen Lacher! Alle Mitglieder der O-Line außer Center Ben Jones leisten sich im selben Play einen False Start und der Referee kommentiert dies auch so. Großartig!

Nicht schlecht Herr Specht, in diesem Fall User "oliverrodwell", der vergangene Woche folgende Bold Prediction formulierte: "doug martin läuft nach seiner verletzung erstmals wieder 100+ yards und tampa bay gewinnt in kansas mit 23:17 :) #itsabucslife". Nun, Doug Martin lief zwar nur 63 Yards und Tampa Bay gewann "nur" 19:17, aber das war näher dran, als ich jemals sein werde. Respekt! Und an dieser Stelle auch Respekt, liebe Buccaneers, vor allem auch liebe Defense, und insbesondere Chris Conte für seine TD-saving Interception. Das Team hielt dem Druck im bekanntlich lauten Arrowhead stand. Auch Jameis Winston. Zuletzt hatte ich einmal angedeutet, dass mir das gut gefällt, was die Bucs so machen. Schön für sie, dass es mal mit so einem kleinen Statement-Sieg geklappt hat. In unserem kleinen "Speed-Powerranking" hielt ich fest: "Winston ist coming". Und das unterstreicht der 22-Jährige in den vergangenen Wochen. Er muss zeigen, dass er diese Franchise tragen kann. Dafür hat er noch Zeit, eigentlich wäre er ja aktuell Senior bei Florida State, aber von einem Nummer-1-Pick (2015) wird eben mal schneller etwas gefordert, als von anderen. Und er zeigt auch etwas. Winston hat zum Start seiner Karriere 26 Spiele in Folge einen Passing- oder Rushing-TD erzielt. Das gelang zuvor keinem, oder wurde zumindest nicht statistisch aufgeführt (seit 1933). In der NFC South liegt man nur noch einen Sieg hinter den Falcons. Ich bin gespannt, wohin diese Reise heuer noch geht.

Die Nummer 1 der AFC heißt Oakland. Habe ich das wirklich gerade geschrieben? Ja, weil dem auch so ist. Viel wichtiger aber ist die Tatsache, dass sie nun ein Spiel Vorsprung haben auf die Konkurrenz in der heißen AFC West. Kansas Citys Niederlage sei Dank. Im Azteken-Stadion zu Mexico City - die International Series wächst und wächst - kamen die Raiders im vierten Viertel zurück. Die Offense wachte am Ende doch noch auf und sorgte für den vierten Sieg in Folge. Es war zwar offiziell ein Heimspiel, aber natürlich nicht in gewohnter Umgebung - also war es der sechste Auswärtssieg in Folge. Sie haben alles außerhalb Oaklands gewonnen. Wege finden, um zu gewinnen und das auswärts ist wichtig, um in der Postseason zu bestehen. Aber wer weiß, vielleicht haben sie dort eh nur Heimspiele...

Kollege Altmann, den ich am Wochenende in der Firmen-internen Fantasy League knallhart abserviert habe (haha, sorry, konnte nicht anders), hat die Krise der Packers oben schon treffend analysiert. So verliere ich ein paar Worte über die Redskins. Gebt Kirk Cousins die Marie, liebe Redskins. Ja, auch ich war ein Zweifler so wie ihr, aber jetzt haben wir den Beweis. Der Mann hat es drauf, hat es bewiesen. Gut, die Packers-Defense ist dieser Tage nicht die allerhöchste Hürde, aber nun hat er über 3000 Yards geworfen und 17 TDs erzielt. Er wird über die 4000 kommen und an die 30 TDs werfen - prophezeie ich mal. Und: Er hat die Redskins schon zu sechs Siegen geführt. Das habe ich ihm am allerwenigsten zugetraut. Übrigens auch seinem Coach Jay Gruden nicht. Aber dieses Team hat sich ganzheitlich entwickelt. Das sollte im Fall von Cousins auch gewürdigt werden.

Hiermit beende ich die Saison der Cincinnati Bengals. Irgendjemand muss es ja tun. Zuletzt hatte ich noch Hoffnung für sie, weil die AFC North bekanntlich nicht die AFC West ist. Aber nach dem 12:16 zu Hause gegen die Buffalo Bills sehe ich wenig Chancen auf die Playoffs. Gut, A.J. Green ist glücklicherweise nicht zu schwer verletzt, aber fällt fix in Baltimore aus. Danach muss man weitersehen. Aber genau das ist freilich eine Partie, die man gewinnen müsste, um das erste Spiel in der Postseason zu verlieren. Wenn ein alles andere als überragender Andy Dalton seine gefährlichste Waffe verliert, ist das schon nicht gut, nun wird die zweitgefährlichste Waffe Tyler Eifert natürlich auch nicht davon profitieren. Der Kreuzbandriss bei Giovani Bernard hilft freilich auch nicht. Die Bengals sind in dieser Saison bei einem zugegeben schweren Schedule bislang nicht in der Lage, enge Spiele für sich zu entscheiden. Zwar wird der Schedule hinten raus leichter, aber es ist mir alles zu viel Durchschnitt, um die Division zu holen.

Was sagen wir zum Debüt von Jared Goff? Ausbaufähig... 17/31, 134 Yards, 0 TD, 0 INT, QBR: 53,7. Ich denke, es lag am Regen. Es regnet nur alle zwei Jahre in Los Angeles und das letzte Mal war ich zufällig dort. Goff ist aus Kalifornien und ging dort aufs College. Wie soll er mit dem auch umgehen können? Aber lassen wir das. Spektakulär war was anderes, aber wichtig war, dass er nun spielt. Es war okay. Seine Mobilität hat er auch gezeigt. Ein erstes Urteil werden wir uns am Ende der Saison erlauben können und überhaupt fängt nicht jeder großartig an. Man frage nach bei First-Year-Interception-Monster Peyton Manning...

Eine Szene sagt mehr als tausend Worte: Wenn Luke Kuechly weint...

Wir picken jede Woche die Teilnehmer der Super Bowl LI, die am 5. Februar kommenden Jahres in Houston, Texas, stattfinden wird.

Das NRG Stadium war bereits einmal Schauplatz eines NFL-Endspiels - die New England Patriots bezwangen dort 2004 die Carolina Panthers mit 32:29.

Wir sind wie immer zuversichtlich, in irgendeiner Woche mit einem Pick richtig zu liegen - spätestens nach den Conference Finals...

BERNHARD KASTLER und sein Week-11-Pick:

New York Giants vs. Oakland Raiders

Eigentlich wollte ich ja Dallas Cowboys gegen Dallas Cowboys schreiben, aber Dallas Cowboys war schon vom Kollegen Altmann besetzt.

Week

NFC-Team AFC-Team
01 Arizona Cardinals Pittsburgh Steelers
02 Seattle Seahawks Denver Broncos
03 Philadelphia Eagles New England Patriots
04 Minnesota Vikings Denver Broncos
05 Dallas Cowboys New England Patriots
06 Atlanta Falcons New England Patriots
07 New York Giants San Diego Chargers
08 Green Bay Packers Kansas City Chiefs
09 Seattle Seahawks Buffalo Bills
10 Seattle Seahawks Kansas City Chiefs

PETER ALTMANN und sein Week-11-Pick:
Dallas Cowboys vs. Kansas City Chiefs
Nur für dich, "DallasCowboy" *grins*! Ich glaube zwar nicht dran, aber den Gag ist es mir wert. Wenn ich wegen dir dieses Tippspiel gewinne, hast du natürlich ein Bier oder einen Apfelsaft gut bei mir!

Week

NFC-Team AFC-Team
01 Green Bay Packers New England Patriots
02 Carolina Panthers New England Patriots
03 Minnesota Vikings New England Patriots
04 Seattle Seahawks New England Patriots
05 Arizona Cardinals New England Patriots
06 Atlanta Falcons New England Patriots
07 Green Bay Packers Denver Broncos
08 Seattle Seahawks Oakland Raiders
09 Dallas Cowboys Oakland Raiders
10 Seattle Seahawks New England Patriots

In dieser Kategorie lassen sich die beiden NFL-Redakteure von LAOLA1 zu "Bold Predictions" für Woche 12 hinreißen - wie immer ohne Gewähr!

PETER ALTMANN über Week 12
  • Irgendein Kicker wird einen Extrapunkt verwerten. Irgendeiner!

  • Russell Wilson avanciert in Tampa Bay zu Seattles Leading Passer, Leading Rusher und Leading Receiver. Matchwinner wird trotzdem Richard Sherman.

  • Jeff Fisher, (immer noch) Head Coach der Los Angeles Rams, entwirft für das Gastspiel in New Orleans einen tauglichen Gameplan.

So, und zum Abschluss natürlich noch unser traditionelles Thanksgiving-Tippspiel. Die Tatsache, dass ich gerade vor Kollegen Kastler meine Tipps abgebe, wird er wieder als Vorteil interpretieren, aber wie ich ihn kenne, werden da oben beim Erscheinen dieser TT-Episode so gewagte Tipps stehen, dass es auch schon egal ist, haha. Ich versuche es mal halbwegs seriös (inklusiver einer Überraschung) und wünsche euch auf diesem Wege schon mal Happy Thanksgiving, happy Truthahn und lasst es euch im Kreise eurer liebsten Football-Freunde schmecken. Schließlich ist es in der Tat einer der schönsten NFL-Tage im Jahr!

Detroit - Minnesota 17:13

Dallas - Washington 31:34

Indianapolis - Pittsburgh 20:23

BERNHARD KASTLER über Week 12

  • Alle drei Thanksgiving Games enden remis. (siehe unten)
  • Todd Bowles hat entschieden: Ryan Fitzpatrick darf gegen New England den Butt Fumble rund um das Thanksgiving-Wochenende ehren.
  • Green Bay hält Philadelphia unter zehn Punkte. Pro Viertel versteht sich.

Detroit - Minnesota 20:20

Dallas - Washington 30:30

Indianapolis - Pittsburgh 40:40

LAOLA Meins

NFL

Verpasse nie wieder eine News ZU NFL!

Einfach über LAOLA Meins diesem Thema folgen, und individuell und persönlich alle Infos erhalten!

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare