Touchdown Tuesday: Remember the Titans?

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Und da sind wir schon wieder!

Die Ergebnisse sind euch allen freilich bekannt, doch die größte und teuerste Profiliga der Welt hat viele Stories zu erzählen.

Wie gewohnt widmet sich LAOLA1 den Auffälligkeiten des Spieltages.

Wer ist Winner? Wer ist Loser? Wer oder was war awesome? Wer oder was war awful? Wer sorgte noch für Aufsehen?

Das ist der Touchdown Tuesday - die Endzone von LAOLA1 - Episode 10 der Saison 2016:

Remember the Titans? Ja, den Titel hatten wir schon einmal. Die erste Quizfrage: In welcher Ausgabe des Touchdown Tuesdays? Tja, einfach mal quer durchklicken und dabei nebenbei was Gutes für unser Unternehmen und dieses Produkt tun. Wir danken im Voraus. Die Tennessee Titans tun aktuell sehr viel Gutes für ihr Unternehmen. Kurzum : 47 Punkte gegen Green Bay! 47!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Man könnte es auch umdrehen und fragen: Wie kann Green Bay 47 von den Titans erhalten? Könnte sein, dass diese Frage in unserem Touchdown-Tuesday-Spezial-Video (siehe unten) auch gestellt wird. In jedem Fall war es eine der besten Vorstellungen seit langer Zeit. Marcus Mariota mit vier TD-Pässen, DeMarco Murray erlief einen für 75 Yards und warf dann auch noch gleich einen. Aber das Geilste: Die Titans starteten die Partie mit einem Onside-Kick. Die Tennessee Titans sind die Oakland Raiders vor ein, zwei Jahren. Sie beginnen schön langsam richtig cool zu werden. Weiter so, ihr kennt ja unser Gen für Underdog-Teams!

 

Ja, ja, ja, jaaaaa, jaaaaaaaaaaaa! Wir können die New England Patriots hierher schreiben. Als Loser! Nein, liebe Freunde der Patrioten, wir haben wirklich nichts gegen das Team dieses Jahrtausends. Aber, ehrlich, wann haben wir schon mal die Chance, euer Team in der Kategorie Loser unterzubringen? In dieser Saison wird es das letzte Mal gewesen sein. Keine Sorge. Denn Punkt 1: Die Patriots verlieren kein Spiel mehr. Maximal bei den Broncos oder den Dolphins. Aber zumindest kein Heimspiel wie gegen Seattle. Apropos. Punkt 2. Gegen Seattle auf diese Weise zu verlieren ist Jammern auf hohem Niveau. Solche Niederlagen wären für andere schon wunderschöne Siege. In jedem Fall war es einmal mehr eine geile Partie zwischen den beiden und gut möglich, dass wir diese am 5. Februar 2017 wiedersehen. Und vielleicht endet die dann ja auch wie Super XLIX und jene Partie am Sonntag an der Goal Line. Mehr dazu bei Kollege Altmann, dem diese Szene besonders bekannt vorkommt...

 

Ooooookaaaaay, von der ergebnistechnischen Relevanz war Tampa Bay gegen Chicago kein Match, über das man in drei Jahren oder sagen wir in drei Minuten noch sprechen wird. Aber wurscht. Football ist mehr als Ergebnisse. Football ist mehr als Nervenkitzel im Kampf um die Playoffs. Football besteht bisweilen auch aus Spielzügen, die einem das Herz ein wenig schneller schlagen lassen in dem Moment, in dem man sie sieht. Hail Marys gehören dabei zum Standard-Repertoire, Jay Cutler ist eine gelungen. Wow! Und wir weisen jetzt fairerweise nicht darauf hin, dass es so ziemlich das Einzige war, was ihm in diesem Spiel gelungen ist. Noch krasser war jedoch der Scramble von Jameis Winston vor seinem 38-Yard-Pass auf Mike Evans. Wie genial! Wie fantastisch! Wie grandios und intuitiv kann man eigentlich improvisieren?!? Der Bucs-QB war gefühlt minutenlang unterwegs. Wenn wir joggen, legen wir kürzere Wegstrecken zurück (Die Betonung in diesem Satz liegt leider auf "Wenn"). Diese beiden Plays verdienen eine Erwähnung im oberen Bereich, auch wenn das Match zu den faderen an diesem so aufregenden Wochenende gehörte. Tampa Bay gewann übrigens 36:10, falls es noch jemanden interessiert.

Wer gewinnt das Duell Super-Offense gegen Super-Defense?! Das war die mit Spannung erwartete Frage vor New Orleans gegen Denver. Tja, die Antwort war eigentlich eine ganz einfache: Die Special Teams! Da gleichen die Saints 82 Sekunden vor Schluss zum 23:23 aus und müssen "nur" noch den Extrapunkt kicken, um in Führung zu gehen und dem Sieg schon sehr, sehr nahe zu sein. Aber leider, leider, leider aus Sicht von New Orleans modernisiert die NFL ja ständig ihre Regeln, weshalb man 2015 den Kick von der 2- an die 15-Yard-Linie nach hinten verlegte und der Gegner diesen im Falle eines Blocks auch returnen darf. Zuvor war der Extrapunkt das einzige Play im Football, in dem nur ein Team scoren durften. Sagen wir, wie es ist: Das kommt trotzdem so gut wie gar nie vor. Ein Spiel hat es bislang erst recht nicht entschieden. Deshalb unser Mitleids-OH-BOY für die Saints und ihren Kicker Wil Lutz! Aber Gratulation an Will Parks für seinen großartigen Lauf zum 25:23 aus Sicht der Broncos. PS.: Kleine Ironie des Schicksals: New Orleans war das erste Team, das diese Regeländerung zu seinem Vorteil ausnutzte und letzten Dezember gegen Carolina einen geblockten Extrapunkt zu zwei Punkten zurücktrug.

Wir haben die immer wieder kommenden Forderungen nach einem Powerranking nicht überlesen. Die regelmäßige schriftliche Version bekommen wir aus Zeitgründen in dieser Saison nicht hin, aber zu Herzen genommen haben wir uns euren Wunsch trotzdem. Letzte Woche hatten wir den Blitzgneißer-Einfall: Warum nicht unser altes Super-Bowl-Studio auspacken und das ganze als Video machen? Und wenn das Ganze den für mich unglaublich fairen Deal ergibt, dass ich mich ein paar Minuten hinstelle, ein paar halblustige Witzchen mache und dann zum ÖFB-Team abrauschen kann, während Kollege Kastler als Produzent dieses Bewegtbild-Klassikers auftritt (ein herzlicher Dank an ihn und vor allem an die zahlreichen Kollegen in der Video-Produktion, die bei solchen Projekten im Hintergrund großartige Arbeit leisten, die viel zu selten gedankt, aber von uns sehr wohl honoriert wird!), bin ich natürlich dabei. Ihr könnt euch das Video nach meinem Teil anschauen. Wie immer bei Powerrankings gilt: Alles Geschmackssache! Wir haben versucht, einen Mix aus tatsächlicher Spielstärke, Bilanz, aktuellem Trend und Playoff-Chancen hinzubekommen. Da derzeit gefühlt 25 Teams noch im Playoff-Rennen sind, macht dies solch ein Ranking vielleicht beim einen oder anderen Team nicht ganz fair, aber die Liga geil, nicht wahr? Ich will ja nicht zu viel verraten und euch die Spannung nehmen, aber die Seattle Seahawks und die New England Patriots sind in unserer Rangliste recht weit vorne zu finden. Was für ein großartiges Match! Dieses Matchup war eine der drei Super Bowls, die ich live erleben durfte und wenig überraschend die atemberaubendste. Die Interception von Russell Wilson war damals vor "meiner" Endzone und derart elektrisierende Sekunden erlebt man bei einem Stadionbesuch wirklich unglaublich selten. Unvergessen! Mich würde es ja nicht wundern, wenn wir Anfang Februar wieder dieses Duell erleben würden. Das Regular-Season-Kräftemessen hielt jedenfalls alles, was es versprochen hat und die Revanche-Parallele zur Super Bowl am Spielende brachte nur noch mehr Würze! Scharf, richtig scharf! Apropos Seattle: Ein kurze Antwort an User "danprototype" muss sein: Nein, dass LAOLA1 auf den "Seattlewirdbevorzugt-Train" aufgesprungen ist, können wir guten Gewissens verneinen, denn den Touchdown Tuesday verantworten seit Jahren (hui, wir werden alt!) Kollege Kastler und ich und sonst niemand bei unserem Arbeitgeber, also stehen wir auch für alle Inhalte und Meinungen hier gerade - unser Format ist ja auch nicht gerade zwingend auf objektiven Journalismus ausgelegt. Und unsere, zugegeben zugespitze, Meinung (In dubio pro Seattle) bezog sich einfach auf diverse Ereignisse der jüngeren und älteren Vergangenheit. Beschweren konnten sich die Seahawks allzu oft nicht, aber sicher werden sie zwischendurch auch mal Pech mit den Entscheidungen gehabt haben. Dennoch: Ein Seattle-Fan, der sich über Refs beschwert, erinnert mich ein bisserl an Bayern-Fans, die sich über fehlendes Glück beschweren (und ja, das war ein Witz, liebe Seahawks- und Bayern-Anhänger, *grins*!!!)

Ich habe gerade die Überschrift gesehen, dass Peter King diesen Spieltag als "Best Sunday of the Season" bezeichnet und muss gar nicht weiterlesen, um ihm recht zu geben. Was war da nicht alles drinnen? Bruchstückhaft haben wir es ja schon in den oberen Kategorien abgefahren. Dazu diese Aufholjagd der Kansas City Chiefs bei Carolina, dieses epische Duell zwischen Dallas und Pittsburgh, selbst im Schatten der Headlines stehende Duelle wie San Diego gegen Miami boten reichlich Nervenkitzel. Und sogar die San Francisco 49ers schafften es irgendwie, das Gastspiel bei Arizona bis zur letzten Sekunde spannend zu halten. Sachen gibt's! Mein Moment dieses Spieltags war dennoch ein vergleichsweise stiller. Mehr Emotionen als beim Touchdown von Dez Bryant können kaum im Spiel sein. Einen Tag zuvor war sein Vater verstorben. Bryants Familiengeschichte ist eine durchaus komplizierte, was jedoch in Momenten wie diesen in den Hintergrund rückt. Ich hoffe es natürlich nicht, aber ich nehme an, dass auch unter euch einige dabei sind, die schon den einen oder anderen schmerzlichen Verlust erlitten haben. Zumindest mir geht es so, dass solche Glücksgefühle in Zeiten tiefster Trauer wie jene von Bryant nach seinem TD, mich an die eine oder andere Person denken lassen. Dafür braucht es keine Allerheiligen, das geht auch zwei Wochen später und an sonst jeden Tag im Jahr. In diesem Sinne Grüße nach oben!

Die Miami Dolphins gehören für mich ja zu jenen Teams, die nicht einschätzbar sind. Liebe Grüße auch an die Detroit Lions an dieser Stelle. Nur als ein Beispiel. Lobt man sie, versagen sie in der Woche darauf gnadenlos. Kritisiert man sie, gewinnen sie garantiert. Nach ihrem vierten Sieg in Folge und vor einem Gastspiel bei den Los Angeles Rams (nach San Diego das zweite binnen acht Tagen in Kalifornien. Miami ist ja bekanntlich nicht ganz um die Ecke. Wer lässt sich solche Schedules einfallen? Danach folgt mit dem Heimspiel gegen San Francisco übrigens der California-Hattrick. Kurios!) traue ich mich jedoch. Erstens freue ich mich, dass der von mir seit längerer Zeit stets gelobte Adam Gase nach einem Start in seine Amtszeit, der mir nicht sonderlich gefallen hat, erfreulich schnell die Kurve gekratzt hat. Der 38-jährige ist ein riesiges Coaching-Talent und hat das mit dem jüngsten Fokus auf das Laufspiel bewiesen. Zu Saisonbeginn hielt er Jay Ajayi (ich wette übrigens, dass ich in den kommenden Jahren mindestens 14 Mal "Ayaji" schreiben werde. Das ist wie DAVID statt DEREK Carr. Sorry dafür und danke an meinen Lieblings-Kollegen von der "Kleinen Zeitung" für den prompten Hinweis letzte Woche!) noch an der sehr kurzen Leine, inzwischen ist er auf dem Weg zu einem der RB-Stars der Liga. Bei den Chargers war er nicht wirklich der Matchwinner, aber solch eine Run-First-Herangehensweise kann Quarterbacks enorm helfen, gerade wenn sie etwas wackelige Spielmacher wie Ryan Tannehill sind. Mein Grundvertrauen in den Dolphins-QB ist bekanntlich überaschaubar groß, aber wenn er nicht die Hauptlast der Verantwortung tragen muss, traue ich ihm eine positive Entwicklung zu. Und dass mit WR DeVante Parker ein anderer als Eckpfeiler eingeplanter Youngster ein Lebenszeichen von sich gegeben hat, macht Hoffnung. Offenbar wird er langsam richtig fit. Nach diesen vier Siegen in Serie steht Miami plötzlich bei 5-4. Wenn man einrechnet, dass man an den ersten beiden Spieltagen in Seattle und New England ran musste und die anderen beiden Niederlagen in Cincinnati und gegen Tennessee passierten, was in Zeiten wie diesen vorkommen kann, dann schaut die Bilanz meiner Meinung nach noch viel freundlicher aus. Der restliche Schedule erscheint mir bis auf das Heimspiel gegen die Patriots keineswegs unlösbar. Das Problem ist, dass im Wild-Card-Race der AFC der Zweit- und Drittplatzierte aus dem Westen vermutlich sehr gute Karten haben werden. Aber ausschließen will ich derzeit nichts. Bis zur nach diesen Zeilen Niederlage mit Ansage am kommenden Wochenende.

Es ist gerade echt nicht leicht, Fan der Green Bay Packers oder Pittsburgh Steelers zu sein. Während Erstere defensiv kein Bein auf den Boden kriegen, lieferten Zweitere Dallas wenigstens einen unglaublichen Fight. Und Hut ab, der Fake-Spike-TD war zwar extrem simpel, aber umso brillanter ausgeführt - das hat richtig Spaß gemacht! Weniger Spaß macht, dass die Saison der Steelers mit vier Niederlagen in Folge ordentlich ins Trudeln geraten ist. Die zwischenzeitliche Verletzung von Ben Roethlisberger, die offensive Vorgabe in Baltimore (gegen eine selbstverständlich starke Ravens-D, "04gruenp", aber so eine schreckliche First-Down-Allergie ist beim Potenzial dieser Offense gegen keine Defense zu tolerieren, weswegen wir hier mehr "Big Ben" und Co. getadelt haben) und das eine oder andere weitere Problem: Irgendetwas hält Pittsburgh derzeit immer zurück. Ich mag übrigens grundsätzlich die Herangehensweise von Head Coach Mike Tomlin, nach TDs gerne mal auf zwei Punkte zu gehen, statt den Extrapunkt zu kicken. Wenn dann jedoch alle vier Versuche scheitern (ein klassischer Folgefehler), hat man am Ende eben einen strategischen Nachteil. Trotzdem: Alles in allem finde ich, dass dies eine Leistung war, die eine Playoff-Qualifikation rechtfertigen würde. Und die gute Nachricht zum Schluss: Nächste Woche endet die Niederlagenserie fix, schließlich geht es nach Cleveland.

Was ich ja nicht ganz verstehe, ist, warum Arizona in einer Partie, in der man bis zwei Minuten vor Schluss stets mehr oder weniger souverän geführt, in Halbzeit zwei aber nichts mehr zustande gebracht hat, Carson Palmer 49 Mal werfen lässt und mit David Johnson einem der besten Running Backs der Liga "nur" 19 Mal den Ball gibt. Und das gegen die Laufverteidigung der San Francisco 49ers, die normalerweise Woche für Woche eine Mannequin-Challenge in Echtzeit abliefert, in dieser Begegnung aber nicht einmal so schlecht ausgesehen hat. Gut, es hat ja gereicht, und gegen die Niners kann man schon auch passen, aber die Pass-Lauf-Verteilung hat mich das ganze Spiel über gewundert. "mundafinga" kann sicher aufklären! Ein Wort zu San Francisco, hier muss ich zum Video-Powerranking eine Nachschärfung machen. Ich spreche davon, dass die Offense besser ist, als man glaubt. Ganz korrekt hätte der Satz wohl lauten müssen: "Besser als zu Saison-Beginn erwartet." Vor allem wegen des dürftigen Personals, weniger wegen des Head Coaches. Ich finde nämlich sehr wohl, dass Chip Kelly diese Einheit auf ein Niveau coacht, dem man zumindest zuschauen kann (und ja, das ist ein Fortschritt). Colin Kaepernick plagen zwar weiterhin die altbekannten Schwächen, aber gefühlt streuen sich wieder mehr lichte Momente ein als in den ein, zwei Jahren zuvor, er wirkt eine Spur mutiger. Kelly hat in meinen Augen recht gut erklärt, warum offensiv trotzdem nach wie vor zu wenig herauskommt. Nach der Pause sei seine Offense meist zu eindimensional. Logisch, wenn die eigene Defense so historisch schlecht ist, dass du meistens Aufholjagden starten musst, stellt sich selbstredend auch die gegnerische Abwehr darauf ein, dass eher der Pass kommt. Dass "Kap" nicht unbedingt der präzise Passer ist, den man sich in Rückstand wünscht, liegt auf der Hand. Aber ich finde, er könnte sich in Sachen Eigenwerbung gerade schlechter anstellen. So nicht plötzlich doch noch ein beiderseitiges Umdenken stattfindet, wird dies seine letzte Saison in San Francisco und er wird sich einen neuen Arbeitgeber suchen (natürlich nicht fix, aber ich gehe davon aus). Findet er einen mit anständiger Defense, die ein Spiel knapp halten kann, kann das schon wieder etwas werden so wie zu seiner Anfangszeit bei den 49ers. Ich denke zum Beispiel an die Chicago Bears oder New York Jets, die beide defensiv an der einen oder anderen Schraube drehen müssen, aber durchaus Potenzial haben. Einen neuen QB werden beide suchen in der Offseason. Aus "Kaps" Flirt mit dem aufgelegten Arbeitgeber, den Denver Broncos, wurde ja bekanntlich nichts.

Ich war ja wirklich schon fast dabei zu glauben, dass die Carolina Panthers wirklich das "neue" Kansas City werden könnten und nach einem verpatzten 1-5-Start noch einen Playoff-Run hinlegen können. Wie originell, dass ausgerechnet die Chiefs sich als Stolperstein erweisen und das nach einem 0:17-Rückstand. Keine Frage, super gemacht von einem starken- Team aus Kansas City und im American Football sind schon größere Vorsprünge in noch viel kürzerer Zeit als Halbzeit zwei vergeigt worden, aber ein bisserl bezeichnend war dieser Einbruch schon für die Panthers-Saison, oder? Zur Erinnerung: Wir reden hier vom Team der letzten Saison, das erst im Spiel aller Spiele gegen Denver den Kürzeren zog. Solch ein "Super-Bowl-Hangover" ist schon anderen Verlierern des NFL-Endspiels passiert, aber dieser Kollaps erfolgt für mich eine Spur zu kapital und ist sehr wohl auch an die Personalie Cam Newton geknüpft. Abseits der Referee-Diskussion, die wir vor zwei Wochen geführt haben, zeigt er mir einfach zu wenig Leadership. Er ist der MVP, er ist so gut, dass man von ihm erwarten kann, dass er solch ein Must-Win-Game nach der Pause nach Hause spielt. Stattdessen war es seine Interception, die in der Offense Touchdown-lose Chiefs endgültig zurück ins Spiel brachte, während er selbst keine Punkte mehr aufs Scoreboard zauberte. Den spöttischen Superman-Jubel einiger Kansas-City-Spieler in der Kabine muss er wohl ertragen. Alles in allem: Zu wenig! Aber gut, jetzt halte ich euch nicht mehr auf. Schaut euch zuerst bitte gerne den Powerranking-Spaß an, um anschließend eure Freude mit den Zeilen von Kollegen Kastler zu haben.


Das Speed-Powerranking:


So, eine weitere Quiz-Frage an diesem Touchdown Tuesday: Wer schaffte es vor Ezekiel Elliott in seinen ersten neun Spielen die 1000 Yards zu knacken? Und mit wie vielen Yards? Während ihr grübelt, sinniere ich über die Dallas Cowboys und die beiden Super-Rookies. Beide sind wirklich verdammt cool und unbedarft. Sie bringen irgendwie das in Dallas lang vermisste Sieger-Gen mit. Aber was haben sie auch? Richtig, eine verdammt geile O-Line. Die beste der Liga, wie mir scheint. So seien sie hier stellvertretend erwähnt: Bravo Travis Frederick (C), Ronald Leary (LG), Zack Martin (RG), Tyron Smith (LT) und Doug Free (RT) sowie die Backups. Ihr Unsung Heroes macht die Super-Rookies so super.

Tennessee ist das neue Jacksonville. Geile Offense, Defense ausbaufähig. Das war 2015 bei den Jaguars so. Bleibt zu hoffen, dass die Titans kommende Saison nicht ähnlich einklappen. Auf der anderen Seite sind sogar heuer die Playoffs drin, wenn man endlich Andrew Luck schlägt. Acht Mal versucht, acht Mal für den Hugo. Aber die 2016er Titans sind da. Marcus Mariota sowieso. Delanie Walker auch. DeMarco Murray fängt, passt - und aja läuft. Wer den Packers 47 Punkte macht, hat meinen Playoff-Segen. Fünf verschiedene Passempfänger haben den Ball für einen TD gefangen. Auch das ist zumeist ein gutes Zeichen. Schauen wir mal nächste Woche weiter!

So, wem geben wir noch ein imaginäres GIF, auf dem tanzende Menschen zu sehen sind? Den Detroit Lions. Ohne irgendetwas getan zu haben an diesem Wochenende - auf einmal Nummer 1 in der NFC North. Respekt! Und ja, ihr könnt diese Division gewinnen. Zum ersten Mal seit - nein zum ersten Mal. Packers offensichtlich in der Kiste und ich habe keine Ahnung, ob die da heuer noch rauskommen. Minnesota hat den Swag verloren. Und gibt es die Bears noch? Wie auch immer: Detroit hat den Swag. Wie schon einmal erwähnt: Matthew Stafford spielt wohl seinen besten Karriere-Football. Jetzt heißt es die Chance zu ergreifen. Wer weiß, wann sie wieder kommt.

Ja, die Falcons. Es ist gut, dass sie in der NFC South in dieser Saison bisweilen nur bedingt Konkurrenz hatten. New Orleans und vor allem Carolina wissen, wie man sich selbst am besten schadet. So können die Falcons auch das eine oder andere Spiel verlieren. Aber ich fordere mehr. Ich will Dan Quinn und Atlanta vor allem defensiv verbessert sehen. Da fehlt mir etwas die Entwicklung in dieser Saison. Sie hatten schon gute Spiele auch auf dieser Seite des Balls, aber dann eben wieder auch nicht. Die Konkurrenz in der NFC schläft nicht und da müssen sich die Falcons einfach steigern und Spiele wie in Philadelphia gewinnen. Aber ja, schon richtig, wichtig wird es erst in den Playoffs. UND: Natürlich hätte auch einmal mehr die Offense dieses Spiel finishen können. Aber man kann auch eine Führung verteidigen. Auf das bin ich in den nächsten Wochen echt gespannt - sind die Falcons nur offensiv ein Contender? Oder eben auch defensiv? Wir werden sehen...

Quarterbacks, die ich nächste Woche nicht am Feld sehen möchte? Case Keenum bei den Los Angeles Rams. Come on, nicht mal gegen die Secondary der Jets einen TD hinzubekommen, ist Argument genug. (Todd Gurley könnte man btw nahe der Goal Line auch mal laufen lassen...) Es ist Jared-Goff-Time. Und auf der anderen Seite Ryan Fitzpatrick, der eh schon nicht mehr gespielt hat. Ja, bis auf einen 99-Yards-Drive hat auch Bryce Petty bei den Jets nicht viel gezeigt. Aber die Saison ist für die Gang Green vorbei. Es kann nur noch darum gehen, einen möglichen QB für die Zukunft auszuloten. Da Geno Smith verletzt ist und Christian Hackenberg noch nicht so weit, hat Petty die Chance, sich diesen Job zu krallen. Kurzum: Nie wieder so ein 9:6 bitte. Denn das war keine Defensiv-Schlacht, sondern reinste Offensiv-Inkompetenz.

Die Vikings sind das erste Team seit den Giants 2009, das nach fünf Siegen zum Start vier Mal verlor. Come on. In der zweiten Hälfte reichten den Redskins vier Field Goals, um den Sack zuzumachen. COME ON, MINNESOTA. Wake up!

Wir picken jede Woche die Teilnehmer der Super Bowl LI, die am 5. Februar kommenden Jahres in Houston, Texas, stattfinden wird.

Das NRG Stadium war bereits einmal Schauplatz eines NFL-Endspiels - die New England Patriots bezwangen dort 2004 die Carolina Panthers mit 32:29.

Wir sind wie immer zuversichtlich, in irgendeiner Woche mit einem Pick richtig zu liegen - spätestens nach den Conference Finals...

BERNHARD KASTLER und sein Week-10-Pick:

Seattle Seahawks vs. Kansas City Chiefs

Warum eigentlich nicht? Seattle hat gerade eine Super-Bowl-ähnliche Partie auswärts gewonnen, Kansas City führt die stärkste Division in der NFL an. Eine interessante Konstellation und nach aktuellem Stand auch realistisch. UND: Kollege Altmann hatte sie noch nicht. Juhu.

Week

NFC-Team AFC-Team
01 Arizona Cardinals Pittsburgh Steelers
02 Seattle Seahawks Denver Broncos
03 Philadelphia Eagles New England Patriots
04 Minnesota Vikings Denver Broncos
05 Dallas Cowboys New England Patriots
06 Atlanta Falcons New England Patriots
07 New York Giants San Diego Chargers
08 Green Bay Packers Kansas City Chiefs
09 Seattle Seahawks Buffalo Bills

PETER ALTMANN und sein Week-10-Pick:
 
Seattle Seahawks vs. New England Patriots
 
"Juhu, Kollege Altmann hatte sie noch nicht!" Juhuuuu! Dann mache ich es einfach ganz anders, durchbreche unsere Serie der ewig anderen Picks und tippe aus aktuellem Anlass abermals auf ein Rematch zwischen Seattle und New England. Doppelt hält besser - als Siegertipp in unserem kleinen Spielchen, als zweite Super Bowl dieser beiden Teams binnen drei Saisonen und als zweites Duell dieser Spielzeit.

Week

NFC-Team AFC-Team
01 Green Bay Packers New England Patriots
02 Carolina Panthers New England Patriots
03 Minnesota Vikings New England Patriots
04 Seattle Seahawks New England Patriots
05 Arizona Cardinals New England Patriots
06 Atlanta Falcons New England Patriots
07 Green Bay Packers Denver Broncos
08 Seattle Seahawks Oakland Raiders
09 Dallas Cowboys Oakland Raiders

In dieser Kategorie lassen sich die beiden NFL-Redakteure von LAOLA1 zu "Bold Predictions" für Woche 11 hinreißen - wie immer ohne Gewähr!

BERNHARD KASTLER über Week 11

  • Indianapolis hat mit Andrew Luck noch nie gegen Tennessee verloren. Bleibt auch so, obwohl Harry Douglas einen TD-Pass auf Marcus Mariota wirft.
  • Keine zehn Punkte bei Carolina gegen New Orleans. Ein schlankes 6:3.
  • Kansas City unterliegt Tampa Bay nach 41:0-Rückstand zur Pause noch 48:41, weil Jameis Winston am Ende 25 Sekunden wie von allen guten Geistern verlassen herumläuft, bis er Mike Evans eeeeeeendlich in der Endzone findet.
PETER ALTMANN über Week 11
  • Die ganz bösen Zungen behaupten ja, dass Jay Cutlers Pässe öfters dieselbe Erfolgs-Chance wie eine Hail Mary haben (Ich gehöre nicht dazu. Ich mag ihn, kann es aber nicht begründen). Bei den New York Giants fängt er seine eigene Hail Mary.

  • Tom Brady hat ein Herz für das Lieblingsteam seiner Kindheit und siegt nur mit 30 Punkten Vorsprung.

  • Houston-Legende DAVID Carr feiert im Monday Night Game gegen Oakland mit einem gewissen DEREK Carr ein Spontan-Comeback (schlechter kann's ja nicht mehr werden. Mit 99 Passing-Yards zu gewinnen, verdient irgendwie auch Respekt, Herr Osweiler) und weist seinen Bruder in die Schranken. Ich bin danach endgültig verwirrt und werde etwaige Vertippser in Zukunft mit einem simplen "D. Carr" umgehen.
LAOLA Meins

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