Trotz Belästigungs-Vorwürfen: Chiefs holen Kicker Justin Tucker
Justin Tucker kehrt nach einer NFL-Sperre zurück und schließt sich den Kansas City Chiefs an. Die Verpflichtung sorgt in sozialen Netzwerken für Kritik.
NFL-Kicker Justin Tucker wird künftig im Trikot der Kansas City Chiefs auflaufen.
Der 36-Jährige war zuletzt wegen Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens gesperrt.
Nun wurde er in den Trainingskader aufgenommen.
Anschuldigungen von 16 Frauen
16 Massagetherapeutinnen erhoben schwere Anschuldigungen gegen den Kicker. Tucker wurde vorgeworfen, die Frauen im Zeitraum von 2012 bis 2016 sexuell bedrängt zu haben.
Der Super-Bowl-Sieger von 2013 wurde von der National Football League (NFL) für zehn Spiele gesperrt. Tucker bestreitet die Vorwürfe. Eine strafrechtliche Anklage oder eine Zivilklage wurde gegen ihn nicht eingereicht.
Kritik aus den sozialen Netzwerken
In den sozialen Netzwerken stößt die Verpflichtung des ehemaligen Kickers der Baltimore Ravens auf große Kritik. Besonders das Signal, das die Chiefs damit aussenden, sorgt für Empörung.
Fans reagierten erzürnt und bezeichneten die Verpflichtung als respektlos gegenüber Betroffenen. Zudem wurde Kritik laut, dass der Schritt dem Image der Organisation schaden könnte.
Chiefs-Headcoach Andy Reid verteidigte Tucker bei einer Pressekonferenz vor dem Duell gegen die Denver Broncos: "Er hat seine Sperre abgesessen und sich um diese Angelegenheit gekümmert, dabei werde ich es belassen."