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Paralympics: Maskottchen Bruce nach Entführung wieder da

Der einbeinige Emu aus Messing tauchte anders gekleidet wieder auf. Die Belohnung war ein goldener Känguru-Pin.

Paralympics: Maskottchen Bruce nach Entführung wieder da Foto: © GETTY

Große Suchaktion nach Bruce: Diebe haben im Paralympics-Dorf in Cortina d'Ampezzo einen Vermisstenfall im australischen Team ausgelöst.

Das Maskottchen Bruce, ein mehr als 1,5 Meter großer einbeiniger Emu aus Messing, war nach Angaben des Teams wahrscheinlich am Sonntagabend vor dem Team-Quartier entführt worden. Am Montagabend tauchte eine schriftliche Lösegeldforderung auf. Darin hieß es, Bruce sei "in Sicherheit und werde gut versorgt". Nun ist er wieder aufgetaucht.

"Wir respektieren die Tradition des Maskottchendiebstahls und er wird bald zu euch zurückkehren", hieß es in der Mitteilung.

Wer die Entführer waren, ist unklar, aber sie haben Wort gehalten: Dienstagfrüh stand Bruce wieder vor den australischen Hütten - allerdings anders gekleidet, mit einem dunklen Hoodie und einem Schal am Bein.

Entführung hat bei Paralympics längere Vorgeschichte

Hinter dem Maskottchendiebstahl steckt offenbar eine längere Vorgeschichte. Bei den Paralympics 2000 in Sydney sollen die Australier dem kanadischen Team den Elch weggenommen haben.

Auch dieses Maskottchen war dann nach der Zahlung einer Art Lösegeld wohlbehalten zurückgekehrt.

Auch Bruce, seit 2016 das Maskottchen des australischen Teams, wurde nicht zum ersten Mal entführt. Bei den Paralympics 2024 in Paris verschwand der Emu und tauchte später unversehrt wieder auf.

So lief es auch dieses Mal. Zuvor hatten die Australier sogar Flugblätter mit der Beschreibung von Bruce, der vor seinem Verschwinden ein graues Halstuch und eine blaue Mütze getragen hatte, herausgegeben. Eine Belohnung wurde ausgesetzt: Ein begehrter goldener Känguru-Pin.

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