NEWS

Gold-Rausch der Familie Aigner setzt sich fort

Veronika Aigner holt im Slalom ihre fünfte Medaille im fünften Rennen bei den Paralympics 2026. Auch Elina Stary darf jubeln.

Gold-Rausch der Familie Aigner setzt sich fort Foto: © GEPA

Veronika Aigner hat bei den Paralympischen Winterspielen in Cortina ihre vierte Goldmedaille errungen.

Die Alpinskiläuferin gewinnt nach Abfahrt, Kombination und Riesentorlauf am Samstag auf der Tofana auch den Slalom in der sehbeeinträchtigten Klasse an der Seite von Guide Eric Digruber.

Die Niederösterreicherin siegt mit 4,04 Sek. Vorsprung auf ihre Teamkollegin Elina Stary und deren Guide Stefan Winter sowie 9,24 Sek. vor der Slowakin Alexandra Rexova mit Matus Duris.

Letzter Slalom der Karriere

"Das war ein Slalom für die Seele, auf den ich für immer zurückblicken kann", meint Aigner, die wegen Knieproblemen den Slalom künftig nicht mehr fahren will, in einer ersten Reaktion. "Ich habe alles aufgesaugt, die Zieleinfahrt, das ganze Gejubel. Es war irrsinnig schön. Damit kann man gut den Slalomski an die Wand nageln."

Digruber geht im Ziel vor der nun sechsfachen Paralympics-Siegerin auf die Knie. "Ehre wem Ehre gebührt, gerade wenn es der letzte Slalom auf der großen Bühne ist. Ganz sicher bin ich mir eh noch nicht, ob sie das wirklich durchzieht", sagt der Ersatz-Guide.

Vierte Goldmedaille für Veronika Aigner

Die 23-Jährige bilanziert bei den Paralympics in Italien mit vier Mal Gold und ein Mal Silber. Das ist eine Rekordausbeute für das ÖPC-Team seit der neuen Klasseneinteilung im Jahr 2006.

Ihr Bruder Johannes Aigner hatte bereits vor vier Jahren in Peking fünf Mal Edelmetall (2 Gold, 2 Silber, 1 Bronze) geholt und kann dies am Sonntag wiederholen. Derzeit hält der 20-jährige Gloggnitzer bei drei Goldenen und einer Bronzemedaille.

Dritte Medaille für Stary

Für Stary ist es derweil in Cortina nach zwei dritten Plätzen die erste paralympische Silbermedaille.

"Ich freue mich sehr. Natürlich waren die Erwartungen hoch, vor allem mit den zwei Medaillen davor. Ich bin froh, dass wir es so heruntergebracht haben. Es war nicht so einfach mit dem Regen oben am Start. Es war eine sehr coole Erfahrung", sagt die 19-jährige Kärntnerin, für die nun wieder die Schulbank drücken wird, schließlich steht die Matura an.

Schon sieben Mal Gold für Österreich

Österreich hält vor dem Schlusstag bei insgesamt 13 Medaillen - das entspricht der Peking-Ausbeute -, sieben davon in Gold, zwei in Silber und vier Bronze. Damit liegt das ÖPC-Team hinter China und den USA und vor Gastgeber Italien auf Rang drei.

Der Edelmetallregen rechnet sich unterdessen für die Paralympics-Athletinnen und Athleten des ÖPC. Für Gold gibt es 15.000, für Silber 13.000 und für Bronze 11.000 Euro, die Guides bekommen zusätzlich die Hälfte dieser Summen. "Mein kleines Träumchen ist eine kleine Landwirtschaft. Das Geld wird auf die Seite gelegt", sagt Veronika Aigner.

Kommentare