Organisationschef der Winterspiele 2030 ist zurückgetreten
Edgar Grospiron, ehemaliger Olympiasieger im Freestyle-Skifahren, soll mit seinem Managementstil angeeckt und das Vertrauen bis hin in die Regierung verloren haben.
Nach anhaltenden Querelen ist der Präsident des Organisationskomitees der Olympischen Winterspiele 2030 in den französischen Alpen, Edgar Grospiron, von seinem Amt zurückgetreten.
Das Exekutivbüro der Winterspiele habe die Entscheidung Grospirons zur Kenntnis genommen, teilte das Organisationskomitee mit. Der Schritt sei "Teil eines bewusst gewählten, gut organisierten und verantwortungsvollen Übergangs im Interesse des Projekts und seiner Leitung."
Mit seinem Stil angeeckt
Wie die französische Zeitung "Le Monde" berichtete, sei der ehemalige Olympiasieger im Freestyle-Skifahren mit seinem Managementstil angeeckt und habe das Vertrauen bis hin in die Regierung verloren.
Über längere Zeit hatten interne Streitigkeiten und Personalquerelen dem Organisationskomitee zu schaffen gemacht. Im Februar war Generaldirektor Cyril Linette nach "unüberwindbaren Meinungsverschiedenheiten" mit Grospiron zurückgetreten.
Grospirons Rücktritt folgt auf das Ausscheiden von drei anderen Führungskräften aus dem zerstrittenen Organisationskomitee. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 14. September soll nun die Übergangszeit bis zur Ernennung eines neuen Präsidenten oder einer neuen Präsidentin für die Winterspiele geregelt werden, hieß es.
Nach den Sommerspielen in Paris 2024 finden die Olympischen Winterspiele 2030 erneut in Frankreich statt. In den französischen Alpen wurden bereits Winterspiele in Chamonix (1924), Grenoble (1968) und Albertville (1992) veranstaltet.