Wackelt sogar der Saisonstart? Den VSV plagen Finanzprobleme
Nach dem Rücktritt des Geschäftsführers machen sich nun offenbar finanzielle Ungereimtheiten bei den "Adlern" breit.
Beim VSV kehrt keine Ruhe ein.
Nur wenige Stunden, nachdem öffentlich geworden war, dass Geschäftsführer Martin Winkler (im Übrigen schon vor zwei Wochen) zurücktrat, gibt es erneut schlechte Neuigkeiten.
Wie "ORF Kärnten" und die "Kleine Zeitung" berichten, machen sich finanzielle Probleme beim Traditionsklub breit. Laut der Tageszeitung weist der Jahresabschluss per Ende Mai 2025 ein negatives Eigenkapital von über einer Million Euro auf.
Winkler war Geschäftsführer der EC VSV GmbH, in welcher der Betrieb der Kampfmannschaft gebündelt ist.
Sponsoren abgesprungen, Probleme beim Gehalt
Dazu kommen offenbar abgesprungene Sponsoren. Die Spieler sollen zwar ihre Gehälter ausgezahlt bekommen. Die Auszahlungen laufen laut der "Kleinen" aber zäh und nicht vollständig.
Der Saisonstart in der win2day ICE Hockey League soll grundsätzlich nicht gefährdet sein, wie der "ORF" schreibt – unter einer Voraussetzung. Um den Spielbetrieb abzusichern, müsse der VSV seine Probleme rasch in Ordnung bringen.
Strukturell können die Villacher auf die Unterstützung der ICE bauen, finanziell nicht. Die ICE-Klubs einigten sich darauf, keine Spieler vom VSV abzuwerben.
Kaum noch wer im Büro
Wie abstrus die Situation beim VSV derzeit ist, zeigt laut der "Kleinen Zeitung" die Lage im Büro der GmbH: Dort soll es nämlich praktisch keine Ansprechpartner mehr geben. Abgesehen vom Winkler-Rücktritt haben auch Verwaltungsmitarbeiter gekündigt. Das Büro steht also quasi leer.
Dadurch ergeben sich organisatorische Fragen, etwa wer sich nun um die Buchungen von Auswärtsfahrten kümmert. Trainiert wurde am Donnerstag dennoch normal. Auch das letzte Testspiel vor dem ICE-Saisonstart gegen die Augsburger Panther (Freitag, 19:15 Uhr) soll stattfinden.