Nach Remis beim CL-Auftakt: Fenerbahce-Trainer schmeißt hin!
İsmail Kartal kündigt kurz nach dem 1:1 gegen AS Rom seinen Rücktritt an. Doch der Präsident widerspricht. Fener ist erstmals seit 2008/09 wieder bei der CL-Hauptrunde dabei.
Fenerbahce Istanbul steht heuer zum ersten Mal seit 2008/2009 im Hauptbewerb der UEFA Champions League.
Zum Auftakt in der Königsklasse holte der türkische Klub sogar ein 1:1 gegen ein formstarkes AS Rom – dennoch verkündet Cheftrainer İsmail Kartal bei der Pressekonferenz danach überraschend seinen Rücktritt.
Keine weitere Rückkehr geplant
Drei Monate nach seinem Amtsantritt meint der Coach: "Um meinem Verein den Weg freizumachen, haben wir gemeinsam mit unserem Team diese Entscheidung getroffen. Ich trete von meinem Amt zurück, ohne die Absicht, jemals zurückzukehren."
Das tat der 65-Jährige im Juni nämlich schon zum dritten Mal. Von 2014 bis 2015 und 2023 bis 2025 war er bereits Fener-Cheftrainer. 2022 übernahm er das Team interimsweise.
Der 10. Trainer seit 2020
Kartal holte in den bisherigen elf Saisonspielen im Schnitt 1,91 Zähler. Beim 1:1 gegen die Roma wurde er außerdem zum ersten türkischen Trainer in der Fenerbahce-Historie, der in der Champions League Punkte einfuhr.
Nun steht der 15. (!) Trainerwechsel bei den "Gelben Kanarienvögeln" seit 2020 an – inklusive Interimstrainer. Fener hatte in diesem Zeitraum zehn verschiedene Trainer.
Präsident widerspricht
Oder bleibt Kartal nun doch im Amt? Fenerbahce-Präsident Aziz Yıldırım widersprach seinem Trainer und kündigte an, dass Kartal weitermachen solle.
"Ich habe gesagt, du wirst weitermachen, Ende. Wir sind eine Familie", wird der Präsident in türkischen Medien zitiert.
Grund für Kartals spontane Handlung ist laut Yıldırım ein Flaschenwurf an den Kopf des Trainers aus dem Publikum. Auch der Klub reagierte mit einem Statement und teilte mit, dass der Flaschenwerfer mit einem Stadionverbot belegt wurde.
Der Artikel wurde um 23:55 Uhr mit dem Widerspruch des Fenerbahce-Präsidenten aktualisiert