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MotoGP: Marquez greift in Katar nach Titel, Krieg bereitet Sorgen

Der Spanier könnte seinen achten WM-Titel in der MotoGP vorzeitig fixieren. Die Fahrer hatten sich gegen eine Austragung des Rennens in Katar ausgesprochen.

MotoGP: Marquez greift in Katar nach Titel, Krieg bereitet Sorgen Foto: © IMAGO / PsnewZ
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Bei der möglicherweise vorzeitigen Titelkrönung von Marc Marquez fährt die MotoGP am Wochenende gegen starke Widerstände im Schatten des Krieges.

Der spanische Ducati-Pilot könnte am Sonntag (17.00 Uhr/live ServusTV, Sky) drei Rennen vor Saisonende seinen achten WM-Titel in der Motorrad-Königsklasse fixieren und damit auf Rekordhalter Giacomo Agostini aufschließen. Etwa 200 km entfernt vom iranischen Festland in Lusail steht aber nicht nur das Sportliche im Fokus.

Fast alle Fahrer gegen Austragung des Rennens

"19 von 22 Fahrern haben sich dafür ausgesprochen, nicht nach Katar zu reisen", hatte Yamaha-Fahrer Jack Miller beim letzten Grand Prix in Malaysia gesagt.

Der Australier ist nun tatsächlich nicht im Emirat am Persischen Golf.

Ein Hersteller startet nicht in Katar

Yamaha hat als einziger Hersteller entschieden, nicht in Katar zu starten, und gibt als Grund die Firmenrichtlinien an, die Region aus Sicherheitsgründen zu meiden.

In der Moto2, in der Izan Guevara um den Titel kämpft, ist Pramac-Yamaha allerdings am Start. In der MotoGP ist man chancenlos.

Marquez müsste Martin viele Punkte abnehmen

Alle anderen Teams sind am Wochenende dabei. Marc Marquez führt 44 respektive 67 Punkte vor den beiden Aprilia-Piloten Jorge Martin und Marco Bezzecchi.

Gegenüber seinem Landsmann Martin müsste Marquez auf dem Circuit in Lusail 30 Zähler mehr holen. Bei 37 möglichen Punkten (12 für den Sieg im Sprint, 25 im GP) ist das schwierig; allerdings ist unklar, ob Martin nach seinem Bruch des Speichenknochens im rechten Unterarm der Belastung standhalten wird.

"Die Partie ist noch nicht zu Ende"

Zu früh feiern will Marquez nicht. "Die Partie ist noch nicht zu Ende", betonte der 33-Jährige. "Wenn dein Tag kommt, dann kommt er." Er profitierte in Malaysia vom Fehlen Martins und sorgte mit Platz zwei im Sprint und dem Sieg im Hauptrennen für eine Vorentscheidung im WM-Rennen.

Marquez hat aber allen Grund, vorsichtig zu bleiben. Vergangenes Jahr stürzte er im ersten Rennen, nachdem er sich den siebenten WM-Titel gesichert hatte, und zog sich eine Schulterverletzung zu, unter der er auch zu Beginn der laufenden Saison litt.

Erst im achten Rennen fuhr Marquez erstmals aufs Podest. Martin erhielt grünes Licht für einen Start und gibt sich seinerseits zuversichtlich. "Wie es im Rennen geht, werden wir dann sehen", meinte der Weltmeister von 2024.

Keine Angst vor Bomben

Bei dieser Ausgangslage ist klar, dass Ducati und Aprilia nicht auf die Reise nach Katar verzichten wollten. Der MotoGP-Tross zögerte die Anreise bis zum letzten Moment hinaus. Üblicherweise sind die Teams am Dienstag oder Mittwoch einer Rennwoche an der Strecke.

"Ich denke, sie machen alles, dass wir sicher sind", betonte Francesco Bagnaia. "Wir müssen zusammenhalten, ich denke, das ist das Richtige." Vor Bomben auf der Rennstrecke habe er keine Angst, sagte der zweifache Weltmeister. "Die einzige Befürchtung, die wir haben könnten, ist eine Schließung des Flughafens."

Am Ende geht es um viel Geld für die Teams und noch mehr Prestige für Katar, das sich als (wieder) sicherer Ort darstellen will.

Schließlich geht es auch für Liberty Media um einiges. Seit vergangenem Jahr ist das Unternehmen Mehrheitseigner der Rechte an der MotoGP - und schon länger auch an der Formel 1. Diese will am 29. November in Katar und eine Woche später in Abu Dhabi ihre Saison beenden. Geht an diesem Wochenende alles gut, wäre es ein starkes Argument, auch die Formel-1-Rennen in der Region stattfinden zu lassen.

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