Ogier sichert sich den Sieg bei der Safari-Rallye

Ogier sichert sich den Sieg bei der Safari-Rallye Foto: © getty
 

Weltmeister Sebastien Ogier bleibt das Maß aller Dinge in der Rallye-Weltmeisterschaft. Der siebenfache Champion aus Frankreich steuert in seinem letzten WM-Jahr im Toyota Yaris WRC unaufhaltsam seinem achten Gesamtsieg entgegen.

Der 37-jährige ehemalige Skilehrer aus Gap triumphiert bei der Neuauflage der Safari-Rallye in Kenia und feiert beim staubigen Schotter-Spektakel in Afrika seinen bereits vierten Saisonsieg sowie seinen insgesamt 53. Erfolg bei einem WM-Lauf seit 2010. "Erstmals bei dieser wirklich heftigen Rallye zu gewinnen, freut mich riesig. Nach all den Problemen am Freitag haben wir ein sehr starkes Wochenende gehabt", analysiert Ogier und meint: "Es war eine unglaubliche Erfahrung und es ist ein toller Sieg."

Mit der legendären Safari, die einst als härteste Rallye der Welt galt und bis 2002 im WM-Kalender stand, hat die aktuelle Veranstaltung nichts mehr zu tun. Als Rudi Stohl und viele weitere Österreicher rund um Nairobi unterwegs waren, ging es auf den sehr langen und schwierigen Tages-Etappen ums nackte Überleben für Mensch und Material.

Die Safari 2021 wird nach dem WM-Modus mit 18 Sonderprüfungen, die lediglich bis zu 30 Kilometer Länge aufweisen, bestritten. Früher mussten sich die Fahrer tagelang mit Zeitkontrollen durch die afrikanische Savanne kämpfen.

Ogier musste am Freitag als "Straßenfeger" die staubigen Offroad-Pisten freifahren und lag als Siebter bereits über zwei Minuten zurück.

Nach Problemen der Hyundai-Piloten Ott Tänak und dem Ausfall des Führenden Thierry Neuville am Sonntagmorgen, schnappte sich Ogier auch noch seinen Teamkollegen Takamoto Katsuta, der nach SP 15 als erster Japaner einen WM-Lauf anführt und am Ende sein erstes WM-Podest einfährt.

Ogier siegt schließlich nach 18 Prüfungen 21,8 Sekunden vor WM-Neuling Katsuta und 1:09 Minuten vor Ott Tänak im Hyundai, der sich den Sieg auf der Powerstage sichert und damit neben Platz drei noch zusätzlich fünf WM-Punkte erobert. "Der nächste WM-Lauf findet in meiner Heimat statt. Das verspricht mehr Spaß", sagt der Este im Ziel und freut sich auf die Rallye Estland vom 15. bis 18. Juli..

Pechvogel des Tages ist Neuville. Als Spitzenreiter in den letzten Tag gestartet beschädigt der Belgier auf den ersten Kilometern den Stoßdämpfer hinten rechts und muss aufgeben. "Es ist eine große Enttäuschung – nicht nur für mich, sondern für das ganze Team. Das ist nur schwer zu verdauen. Drei Rallyes in Folge sind wir jeweils in Führung liegend mit Aufhängungsschaden ausgeschieden. Das ist bitter. Aber wir sind ein Team und werden hart darum kämpfen, dafür eine Lösung zu finden und stärker wieder zurückzukommen", gibt Neuville zu Protokoll.

Durch seinen Ausfall rücken auch die beiden M-Sport-Piloten in ihrem Ford Fiesta WRC eine Position nach vorne und im teaminternen Duell kann sich der Franzose Adrien Fourmaux (+1:44) knapp gegen den Briten Gus Greensmith (+1:54) durchsetzen. Der junge Finne Kalle Rovanperä (Toyota/+10,53), der in einem Sandloch seine Chancen auf das Podium verliert, beendet die Rallye auf dem sechsten Rang.

In der WM baut Ogier nach sechs von zwölf Rennen seine Führung aus. Der Franzose liegt mit 133 Punkten klar vor Elfyn Evans (WAL/99 Zähler) in Führung, Neuville (BEL/77) ist vor Tänak (69 Punkte) Dritter.

In der WM-Markenwertung rangiert Toyota (273 Punkte) klar vor Hyundai (214) und Ford (109).

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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