Evans jubelt als 1. Brite über Sieg in Finnland

Evans jubelt als 1. Brite über Sieg in Finnland Foto: © getty
 

Erstmals triumphiert ein Brite bei der irren WM-"Flugshow" in den Wäldern rund um die finnische Rallye-Metropole Jyväskylä.

Der 32-jährige Elfyn Evans aus Dolgellau im Nordwesten von Wales triumphiert mit seinem Co-Piloten Scott Martin bei der zum ersten Mal im Herbst durchgeführten Finnland-Rallye. Der Toyota-Pilot siegt im Yaris WRC vor den beiden Hyundai-i20-Fahrern Ott Tänak (EST/+14,1) und Craig Breen (IRL/+42,2).

Bester Lokalmatador wird Esapekka Lappi (FIN/+58,8), der nach langer Zeit wieder einmakl ein WRC steuert und vor Toyota-Teamkollege Sebastien Ogier (FRA/+2:54 Min.) den vierten Endrang erreicht. Der siebenfache Weltmeister und WM-Leader klagt im Finish des WM-Laufs über Motoraussetzer im Yaris. Der Franzose bleibt in der abschließenden Powerstage ohne Zusatzpunkte und verlässt Finnland mit "nur" zehn Zählern.

Damit hält Ogier bei 190 Punkten und ist in der WM in den letzten zwei Asphalt-Läufen (Spanien, Italien) nur noch von Evans einzuholen, der in Finnland 30 Zähler verbucht und zwei Rennen vor Schluss bei 166 WM-Punkten hält.

"In Estland hatten wir noch einige Probleme, konnten aber während der Tests einige Änderungen am Auto vornehmen. Dazu spielte uns die Startposition am Freitag in die Hände und ich habe schnell das nötige Vertrauen aufgebaut", meint Evans, der trotz des historischen Erfolgs kaum Emotionen zeigt.

Übrigens. Nicht nur, dass erstmals ein Brite siegt - zum ersten Mal in der langen Geschichte der Traditionsveranstaltung gibt es keine einzige Bestzeit eines einheimischen Fahrers. Dass zum dritten Mal kein Finne auf dem Podium steht, ist der nächste Nackenschlag für die Fans.

Der finnische Toyota-Teamchef Jari-Matti Latvala muss sich im Ziel nicht nur um den Sieger, sondern auch um die Stimmung von Ogier und Kalle Rovanperä kümmern. Als Mitfavorit in die Rallye gestartet, prallte der 21-jährige am zweiten Tag heftig gegen einen Schotterhaufen und verletzte sich dabei am Rücken.

Zwar startet Rovanperä am Sonntag noch einmal, um weitere Erfahrungen zu sammeln, musste den Versuch aber - auch aufgrund der vielen heftigen Sprünge - vorzeitig abbrechen.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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