Arrivederci! Rossi verabschiedet sich mit Rang 10

Arrivederci! Rossi verabschiedet sich mit Rang 10 Foto: © GEPA
 

Finito! Nach 26 Jahren beendet der neunfache Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi seine beeindruckende Karriere mit einem zehnten Platz beim Saisonfinale in Valencia.

Der 42-jährige Italiener wird in Spanien nicht nur von seiner schwangeren Freundin Francesca Sofia Novello begleitet, viele Freunde und frühere Kontrahenten lassen sich das 432. und letzte WM-Rennen von "Il Dottore" nicht entgehen.

Im Schatten des Abschieds jubelt Ducati am Sonntag über einen historischen Dreifachsieg am Circuit Ricardo Torma. Francesco Bagnaia (ITA) gewinnt vor Pole-Setter Jorge Martin (ESP) und Jack Miller (AUS). Martin sichert sich mit Platz zwei den Titel "Rookie of the Year" in der MotoGP. Brad Binder (RSA) stellt seine KTM auf Rang sieben.

Weltmeister Fabio Quartararo fährt hinter dem entthronten Ex-Weltmeister Joan Mir (ESP) auf Rang fünf. Der Franzose beendet die WM mit 278 Punkten vor Bagnaia (252) und Mir (208). Rossi belegt mit 44 Zählern Rang 18.

Feuerwerk und Standing Ovations

Mit einem Feuerwerk und Standing Ovations feierten die Fans den Altstar nach der Zieldurchfahrt. Mit 432 Starts, 89 Siegen und 199 Podestplätzen in der MotoGP ist Rossi Rekordhalter. "Ich bin so etwas wie eine Ikone geworden, und das ist wunderbar", sagte er mit Stolz, aber auch mit Wehmut in der Stimme. Sieger Bagnaia widmete seinen Sieg derweilen seinem Mentor. "Ich will ihm dafür danken, was er für uns in der (VR46) Academy getan hat", betonte der 24-Jährige.

Rossis Ruhm nahm auch keinen Schaden, als die großen Erfolge ausblieben. 2009 konnte er sich zum letzten Mal im Gesamtklassement durchsetzen. 2015 verpasste er den Titel im Zweikampf mit Marc Marquez. Es war der Beginn einer erbitterten Rivalität mit dem Spanier. "Den zehnten WM-Titel hätte ich natürlich gerne gehabt", sagte Rossi. "Mein letzter Titel war 2009 und das liegt ja vom Gefühl her schon ein ganzes Leben zurück. Aber ich kann mich nicht beklagen."

"Dottore" Rossi könnte künftig in einem Rennauto zu sehen sein. In den vergangenen Jahren nahm er erfolgreich an GT- und Rallye-Rennen teil. Im Jänner wird Rossi mit einem Ferrari 488 GT3 in Abu Dhabi bei einem 12-Stunden-Rennen starten.

Auch privat stehen grundlegende Veränderungen ins Haus. Freundin Francesca erwartet Anfang des neuen Jahres eine Tochter.

Emotionale Abschiede auch bei KTM

Neben Rossi war es auch für die beiden Tech 3-KTM-Piloten Danilo Petrucci und Iker Lecuona das letzte Rennen in der MotoGP. Während der Italiener nach Platz 18 in Valencia das Abenteuer "Dakar" in Angriff nimmt, verschlägt es den auf Rang 15 fahrenden Spanier, der eine Rückkehr in die Motorrad-WM nicht ausschließt, vorerst in die Superbike-WM.

Repsol Honda stellt hingegen erstmals seit Assen 1992 kein Bike in der höchsten Klasse. Nachdem Marc Marquez an den Folgen seines Sturzes im Vorfeld des Rennens in Portimao vergangenes Wochenende laboriert, kommt Paul Espargaro am Samstag in FP 3 zu Sturz und kann nach seinem Highsider nicht starten.

Der erste Grand Prix der nächsten Saison findet vom 6. bis 8. März in Katar statt.

Die Fahrer der VR46 Riders Academy überraschen Valentino Rossi mit ihren Helm-Designen:

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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