Die Corona-Bilanz der Formel 1

Die Corona-Bilanz der Formel 1 Foto: © GEPA
 

Ein Jahreswechsel ist immer die Zeit für Bilanzen, auch in einer Pandemie.

Seit Jahresmitte 2020 fährt die Formel 1 unter Einschränkungen ihr teilweise reduziertes, oft verändertes Programm. Ein strenges Testregime (im Prinzip jeden fünften Tag in einer Rennwoche für jedes Teammitglied, FIA- und Streckenpersonal, Medienvertreter etc.), Zugangsbeschränkungen und fast ständige Verpflichtung zum Tragen von Mund-Nasenschutz sollen Infektionen nach Möglichkeit verhindern. Verstöße gegen das Protokoll werden geahndet.

Seit Ausbruch von Covid-19 wurden bisher auch acht Fahrer positiv getestet und in Quarantäne geschickt. 2020 waren es Sergio Pérez (Racing Point), Lance Stroll (Racing Point) und Lewis Hamilton (Mercedes), die Rennen auslassen mussten. 2021 infizierten sich Lando Norris (McLaren), Pierre Gasly (AlphaTauri) und Charles Leclerc (Ferrari) in der Off-Season jeweils im Training in Dubai. Zuletzt erwischte es Kimi Räikkönen (Alfa Romeo), Nikita Mazepin (Haas) und nochmals Leclerc nach dem Finale in Abu Dhabi. An prominenten Teammitgliedern waren u. a. Zak Brown (McLaren) und Jost Capito (Williams) betroffen.

Doch insgesamt brachte die Bilanz des Covid-Testens des Automobilverbandes in den Rennwochen höchst geringe positive Ergebnisse, wenn man von den offiziellen Zahlen ausgeht, die die FIA auf ihrer Website veröffentlichte – mit zwei Einschränkungen, denn von den Grands Prix von Sao Paulo und Abu Dhabi wurden bisher keine Zahlen publiziert.

In den restlichen 20 Rennen der Saison 2021 gab es laut FIA 113.364 Tests, von denen 113 – also 0,1 Prozent – positive Resultate brachten. Die meisten Tests wurden zum Saisonstart in Bahrain genommen (8150, davon 12 positiv), die wenigsten in der Türkei (3048/2). Die geringste Zahl an positiven Tests gab es in Österreich, Spanien, Portugal und Aserbaidschan mit jeweils einem Fall, die meisten in den Niederlanden (16), Belgien (15) und Saudi-Arabien (14).

Die Wirtschaftlichkeit des Automobilsports

Die FIA publizierte auch eine umfassende Studie zur Wirtschaftlichkeit des Automobilsports (also ohne Zweirad-/Dreiradsektor), die von der Strategieabteilung des Beratungsunternehmens Ernst & Young, EY Parthenon (gegründet 1991, 6500 Mitarbeiter, Sitz in Boston), 2019 mittels 20.000 Fragebögen an nationale Verbände, Veranstalter etc. erhoben wurde.

Demnach betrug die globale Wirtschaftsleistung im Jahr vor Pandemiebeginn 159,2 Mrd. Euro. Im Automobilsport gab es 2019 1,5 Millionen (bezahlte) Beschäftigte und 302.000 (unbezahlte) Helfer wie Streckenposten, Ordner etc. Die durchschnittliche Branchen-Beschäftigung der professionellen Mitarbeiter betrug erstaunliche 18 Jahre.

Weltweit gab es 2019 60.700 Bewerbe auf 7200 Strecken, Veranstaltungsorten etc. 21.600 Motorsportklubs sind in 146 nationalen Behörden organisiert.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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