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Mercedes im Niemandsland: "Es ist zäh"

Mercedes im Niemandsland: "Es ist zäh" Foto: © GEPA

Am Freitag landete sein Duo in den Reifenstapeln und Toto Wolff war dennoch um eine positive Attitüde bemüht, lobte das Tempo der Mercedes in Spielberg.

Nach dem Sprint am Red Bull Ring schien die Laune beim Teamchef deutlich gesunken, obwohl seine Fahrer mit Rang vier und acht recht brauchbare Ausgangspositionen für den Grand Prix von Österreich am Sonntag (ab 15:00 Uhr im LIVE-Ticker>>>) herausholten.

George Russell fuhr in Niemandsland und hatte keine Pace, um den Top drei gefährlich zu werden. Lewis Hamilton war in der ersten Kurve in eine Kollision mit Pierre Gasly verwickelt und konnte mit angeschlagenem Boliden nur mehr Schadensbegrenzung betreiben. Sprint-Ergebnis >>> 

Immerhin war der Zweikampf des siebenfachen Weltmeisters mit Mick Schumacher, der in der vorletzten Runde auch zu seinen Gunsten ausging, die unterhaltsamste Szene des Sprintrennens.

Schon der letzte Heckflügel

Für Wolff natürlich kein Kriterium. Der raufte vor den Mikros von "ORF", "ServusTV" und "Sky" nur die Haare und ließ den Optimismus des Vortags vermissen.

"Im Gegensatz zu den letzten Rennen hatten wir überhaupt keine Pace. Wir sind zwar Vierter, aber immer drei, vier Zehntel weg. Und das ist noch schmeichelhaft", ärgerte sich der Wiener.

"Es war einfach zäh, es ist nichts vorwärts gegangen. George hatte nach seinem Crash einen suboptimalen Heckflügel drauf, weil es der letzte ist, den wir haben. Aber damit fehlt die Pace", machen sich die Kosteneinsparungen wegen der Budgetgrenze schon bemerkbar.

Auch die Höhenluft tut nicht gut

Und bei den Beschleunigungsduellen auf den langen Geraden nach den engen Kurven hat der Mercedes-Motor in der steirischen Höhenluft auch nichts zu melden.

"Uns mangelt es an Power aus den Ecken heraus. Gerade hier in Österreich. Da ist wieder der Ferrari richtig gut", war auch die Erklärung für die Schwierigkeiten Hamiltons gegen die Haas gefunden.

"Und daher sind wir weniger konkurrenzfähig als bei den letzten Rennen."

Für das Rennen sind Wolffs Hoffnungen sogar für Hamilton etwas höher, obwohl der Routinier vier Plätze hinter Russell startet. Das angeschlagene Auto habe im Sprint aber seinen Teil beigetragen.

Die realistische Erwartung für den Grand Prix wären dennoch nur die Ränge fünf und sechs. Eben jene, die der dritten Kraft zustehen, als die Wolff selbst Mercedes jetzt sieht (HIER nachlesen>>>).

Ferrari-Fight spannender als das Mercedes-Rennen

So könnte Mercedes auch nicht von den Ferrari-Kämpfen profitieren, weil selbst einfach zu weit weg vom Geschehen.

Wolff glaubt, die Scuderia werde einen Ordnungsruf zwischen ihren Fahrern bemühen. "Für den Fan ist es unterhaltsam. Wenn bei uns nichts geht, schauen wir uns die Beiden an, wie sie sich von der Bahn schieben. Aber es ist auch schade, weil Max dann alleine vorne fährt. Für die Zuschauer wünschen wir uns natürlich einen Kampf von ihm mit den Ferraris."

Eines sei jedenfalls klar für den Mercedes-Boss: Fliegt Hamilton am Sonntag mit Überspeed in Richtung Russell heran, werde das Team "mit Sicherheit etwas tun". Und kein Bild wie Ferrari abliefern.

Russell selbst ist aber überzeugter als sein Chef, dass es dazu nicht kommen muss: "Wir sind vielleicht einen Schritt hinten, aber die Dinge können sich sehr schnell drehen. Vielleicht haben wir nicht das richtige Setup-Fenster erwischt. Aber die Lücke können wir bis Sonntag schließen."


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