Auf Platz 13 in Australien folgte Rang 17 in Imola, wo der Deutsche aufgrund eigener Fehler und Dreher ein besseres Ergebnis verspielte. In Miami brachte sich Schumacher mit einer Kollision mit Sebastian Vettel selbst um seine ersten WM-Punkte.
In Monaco zerlegte Schumi den Haas erneut, durch den heftigen Crash auf auftrocknender Strecke brach der Bolide in zwei Teile.
"Was das Tempo angeht, waren wir da. Es ging nur darum, das Auto auf der Strecke zu halten. Ich war leider nicht in der Lage, das zu tun. Ich habe mich ein bisschen verschätzt", gesteht der Unfallpilot.
Die punktelose Durststrecke geht damit weiter. Seinem Team bereitet Schumacher mit den Crashs zusätzliches Kopfzerbrechen. Millionen-Schäden am Auto kann in der aktuellen Zeit, in der alle Teams mit der hohen Inflation zu kämpfen haben und zum Sparen gezwungen sind, niemand brauchen.
Haas-Teamchf Steiner: "Müssen sehen, wie wir weitermachen"
Gerüchten zufolge soll Haas-Teamchef Günther Steiner nach Schumachers Crash in Monaco für kurze Zeit wutentbrannt seinen Arbeitsplatz verlassen haben.
"Was Mick angeht, ist es natürlich nicht sehr befriedigend, schon wieder einen großen Crash zu sehen", erklärt der Südtiroler nach dem Rennen.
Sein Nachsatz lässt Raum für Spekulationen: "Wir müssen sehen, wie wir von hier aus weitermachen."
Auch von außen prasselt mittlerweile zunehmend Kritik auf Schumacher ein.
So meint der deutsche Formel-1-Experte Christian Danner bei "sport1.de": "Irgendwas muss er schon überdenken. Der Speed ist inzwischen ganz gut, er kommt schon mit, aber mit den Unfällen kann es so nicht weitergehen. Das sind Millionenschäden, die da entstehen. Gerade so ein Team kann das Geld vernünftiger ausgeben."
Schumacher selbst gibt sich – zumindest nach außen hin – noch recht gelassen.
"Die Saison ist noch lang, das Blatt kann sich wenden und sehr schnell in dem Fall. Das habe ich schon früher gezeigt und ich bin mir sicher, dass ich das auch dieses Jahr zeigen kann."
Wechselt Schumacher das Team?
Wo die Zukunft von Schumacher in der Formel 1 liegt, scheint derzeit unklar.
"In der Formel 1 hat man nicht ewig Zeit. Es gibt eine Schlange von Fahrern, die dort fahren wollen. Ich bin mir sicher, dass er sich bewusst ist, dass niemand auf ihn wartet."
Seit Kurzem macht das Gerücht die Runde, dass Aston Martin an einer Verpflichtung des Ferrari-Nachwuchsfahrers interessiert sein könnte, sollte Sebastian Vettel seinen mit Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern.
Micks Onkel Ralf Schumacher, der als Experte für "Sky" tätig ist, hält das nicht für abwegig: "Mick war in einigen Rennen wirklich schnell, hatte dann aber Pech. Manchmal hat er Fehler gemacht, keine Frage. Aber ein Formel-1-Fahrer, der so jung ist und trotzdem schon zwei Jahre Erfahrung auf dem Buckel hat, das hat schon einen Wert."
Außerdem glaubt Ralf Schumacher, dass es "nicht nur Aston Martin ist, die an ihm interessiert sind". Audi könnte bei einem Einstieg in die Formel 1 einen deutschen Piloten im Cockpit haben wollen.
Auch dafür muss sich Mick Schumacher aber erst empfehlen.
"In der Formel 1 hat man nicht ewig Zeit. Es gibt eine Schlange von Fahrern, die dort fahren wollen", merkte Günther Steiner zuletzt gegenüber der "Sport Bild" an. "Ich bin mir sicher, dass er (Schumacher, Anm.) sich bewusst ist, dass niemand auf ihn wartet. Er arbeitet sehr hart daran, aber es ist sehr schwierig. Die Formel ist kein leichtes Geschäft."