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Andretti lässt Frust ab: Formel 1 sei "versnobbt"
Michael Andretti möchte mit aller Kraft in die Formel 1 einsteigen. Bloß hat es nicht den Anschein, dass den Bemühungen viel Gegenliebe beschert ist.
So lässt der 59-Jährige im Interview mit "GQ" Dampf ab. Die "Königsklasse" sei ein "versnobbter, europäischer Klub".
Sein mögliches Team werde als "Bedrohung" angesehen, obwohl der eingebrachte Wert eines zweiten US-Teams höher wäre als die Aufwendungen der anderen Teams, die sich die finanziellen Anreize mit einem elften Rennstall teilen müssten.
Bei den Offiziellen der Formel 1 und den Teamchefs wurde die Idee eines Andretti-Einstiegs zuletzt ambivalent betrachtet. Mit der neuen Motorenformel 2026 rücken mehr als genug Interessenten nach, die Verantwortlichen würden den Einstieg eines großen Werks - wie etwa Audi - einem weiteren Privatteam vorziehen.
Toto Wolff meinte vor kurzem, die Formel 1 müsse aufpassen, ihren sportlichen Wert nicht zu "verwässern". Ein Neueinsteiger müsse einen Mehrwert bringen. Für Andretti eine "Ausrede", damit Mercedes nicht an Einfluss verliere.
Fraglich, wie gut diese Äußerungen ankommen. Schon im Rahmen des Grand Prix von Österreich zeigte sich etwa Haas-Boss Günther Steiner verwundert, ob Andretti seine Chancen mit diesem Kurs wirklich verbessere.
Der bleibt bereit, hart um die Chance zu kämpfen: "Du schwimmst hier mit den Haien. Da musst du die Harpune dabei haben. Jeder hat ein Messer dabei und ist bereit, dir in den Rücken zu fallen."