Monza-Pole und neuer F1-Rekord für Hamilton

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Auch das Verbot des "Party Mode" ändert nichts an der Dominanz von Mercedes in den Qualifyings der Formel 1. Lewis Hamilton fährt sogar mit der schnellsten je gemessenen Runde zur Pole Position für den Grand Prix von Italien in Monza.

Die 1:18,887 Minuten bedeuten eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 264,362 km/h, so schnell war noch keine Runde in der Königsklasse zuvor.

Zumindest zwischen den Teamkollegen ist es eine knappe Angelegenheit: Valtteri Bottas fehlen nur 69 Tausendstelsekunden auf den Briten. Dann klafft ein großes Loch von acht Zehntel, und es gibt Überraschungen: Startplatz drei sichert sich Carlos Sainz im McLaren, vor Sergio Perez im Racing Point und Max Verstappen im Red Bull. Seit 2013 ist in Monza kein "Bulle" mehr in die ersten vier Quali-Plätze vorgefahren.

Die Top Ten werden durch Lando Norris (McLaren), Daniel Ricciardo (Renault), Lance Stroll (Racing Point), Alex Albon (Red Bull) und Pierre Gasly (AlphaTauri) komplettiert. Das Ferrari-Debakel liefert nur die Ränge 13 und 17 für Charles Leclerc und Sebastian Vettel (HIER nachlesen>>>).

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No Party, no Problem

Am 50. Todestag des österreichischen Sporthelden Jochen Rindt, der 1970 nahe der Parabolica-Kurve wegen einer gebrochenen Bremswelle in seinem Lotus verunglückt war und später als bisher einziger posthum Weltmeister wurde, setzt Hamilton einen weiteren Meilenstein. Der sechsfache Weltmeister legt auf dem Vollgas-Kurs in Norditalien in 1:18,887 Minuten und einem Schnitt von 264,362 km/h die schnellste Formel-1-Runde aller Zeiten (bisher Kimi Raikkönen 2018) hin.

"Es war eine fantastische Leistung des ganzen Teams, vor allem was das Timing angeht", befindet Hamilton nach der 94. Pole Position seiner Karriere. Er will mit dem riesengroßen Vorsprung nicht gerechnet haben und zeigt sich überrascht - vor allem nach der Regeländerung. Das Verbot der "Party Mode" genannten Motoreneinstellung änderte augenscheinlich nichts an der Dominanz von Mercedes. "No party. No problem", twittert das Mercedes-Team nach getaner Arbeit.

"Es ist das erste Rennen post Party Mode und unsere Abstände sind gleich geblieben oder sogar besser gegenüber dem einen oder anderen Kontrahenten, der dieses Thema vorangetrieben hat", sagt Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Einmal mehr stellt sich die Frage, wer die heuer schwarz lackierten Silberpfeile eigentlich stoppen soll.

Wolff beantwortete die in seiner Vorausschau auf das Rennen indirekt: "Wir sollten über die gesamte Renndistanz deutlich schneller sein. Wir können diesen Mode jetzt das ganze Rennen fahren, was wir vorher nicht konnten."

Vettel bleibt im Stau hängen

Ferrari erlebt just in der Heimat den nächsten Tiefschlag. Zum ersten Mal seit 1984 schafft es kein Roter in Monza unter die ersten zehn in der Startaufstellung.

Schon in der ersten Qualiphase patzt der Kommandostand: Vettel landet in seiner vermeintlich schnellsten Runde unverhofft im Windschattenpoker einiger Nachzügler - und bleibt im Stau stecken. "Ich konnte da nicht viel machen", schüttelt der Deutsche den Kopf und spricht von schlechtem Timing.

Die Aussichten auf eine erfolgreiche Aufholjagd bei seinem letzten Monza-Auftritt für Ferrari sind trüb. "Wir sind ein bisschen schneller als die Autos um uns herum. Aber es wird schwer, Boden gut zu machen."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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