Bottas-Pole nach Mercedes-Duell in China

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Valtteri Bottas holt sich die Pole Position beim Grand Prix von China!

Der Mercedes-Pilot setzt sich am Shanghai International Circuit nach zwei Trainingsbestzeiten auch im Qualifying durch. Bottas reicht seine erste schnelle Runde in Q3 für die Pole, er bleibt allerdings nur 0,023 Sekunden vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton.

Das Ferrari-Duo Sebastian Vettel (+0,301) und Charles Leclerc (+0,318) bildet die zweite Startreihe.

Max Verstappen im Red Bull belegt Rang fünf (+0,542), dahinter klafft eine große Lücke. Pierre Gasly, Daniel Ricciardo, Niko Hülkenberg, Kevin Magnussen und Romain Grosjean komplettieren die Top Ten.

Kimi Räikkönen kommt im Alfa Romeo schafft es erstmals seit Ungarn 2016 nicht in Q3 und muss sich mit Rang 13 begnügen.

In der WM führt Bottas vor dem dritten Saisonrennen am Sonntag (8:10 Uhr im LIVE-Ticker) mit 44 Punkten und einem Zähler Vorsprung auf seinen Teamkollegen Hamilton (43). Verstappen ist Dritter (27) vor Leclerc (26).

Ergebnis des Qualifyings>>>

WM-Stand >>>

Hamilton sorgt für Hektik

Hamilton war kurz vor Ablauf der Zeit als Erster auf die Strecke gefahren und hatte mit seiner Verzögerungstaktik hinter ihm für viel Hektik gesorgt. In der Folge verstieß Vettel ebenso wie beide Renault-Piloten gegen ein "Gentlemen's Agreement", wie Verstappen betonte. Es sei ein ungeschriebenes Gesetz, "dass man im letzten Sektor nicht mehr überholt", erklärte der 21-Jährige. "Doch Vettel hat mich überholt, und auch die beiden Renaults sind an mir vorbeigegangen. Aber egal, ab jetzt werde ich eben auch ihre Qualifyings versauen", kündigte Verstappen an.

Vettel war sich keiner Schuld bewusst. "Wir hatten nur zehn Sekunden Luft. Also habe ich mich beeilt, damit ich rechtzeitig über die Linie komme", rechtfertigte sich der Deutsche. Verstappen hatte kein Verständnis für dieses Verhalten: "Ich habe versucht, dem Ferrari vor mir zu folgen. Ich hätte natürlich auch überholen können, aber das macht man einfach nicht."

Im Cockpit hatte der Niederländer derart geschimpft, dass die internationale Fernsehregie besonders gefordert war, um die zahlreichen Kraftausdrücke mit Piepsern zu überlagern. "Sie sind solche (...)! Ganz ehrlich, jeder reiht sich ein, und sie machen alles kaputt. Du selbst versuchst einfach nett zu sein, aber alle anderen zerstören es", hatte Verstappen u.a. zu Protokoll gegeben.

Vettel klagt

Bottas bekam von all dem nichts mit und hatte gut lachen, obwohl seine "letzte Runde nicht optimal" gewesen war. Trotzdem reichte es für den 29-Jährigen zur siebenten Pole seiner Karriere. Titelverteidiger Hamilton, der in der WM nur einen Punkt Rückstand auf den Stallrivalen hat, gratulierte artig. "Er ist das ganze Wochenende super gefahren, während ich mit meinem Auto gekämpft habe. Aber jetzt bin ich ganz knapp dran. Das ist super für das Team, so wie wir jetzt dastehen", meinte der 34-Jährige, der mit fünf Erfolgen Shanghai-Rekordsieger ist.

Vettel beklagte, dass Ferrari vor allem in den Kurven nicht mit den Silbernen mithalten konnte. "Wir waren nicht gut genug, um diese Jungs zu schlagen. In den Kurven müssen wir schneller werden. Aber auf den Geraden können wir natürlich was machen, wenn wir knapp dran sind. Es sollte ein gutes Rennen werden", lautete die Einschätzung des 31-Jährigen. Mercedes-Teamchef Toto Wolff erwartet "ein ultraspannendes Rennen. Fünf Fahrer können gewinnen", betonte der 47-jährige Wiener unmittelbar nach dem Qualifying.

Stimmen:

Valtteri Bottas: "Es war für uns bisher ein sehr gutes Wochenende. Es ist schön, von der Pole zu starten. In Q3 hatte ich etwas Probleme, es war nicht ganz so, wie ich das gerne gehabt hätte. Aber das Auto war das ganze Wochenende über sehr gut."

Lewis Hamilton: "Große Gratulation an Valterri, er ist bisher sehr gut gefahren. Ich habe das ganze Wochenende mit meinem Auto gekämpft. Aber der Abstand in den Trainings waren acht zehntel - jetzt ist es knapp. So wie wir jetzt dastehen als Team ist es top!"

Sebastian Vettel: "Mercedes war heute leider zu schnell für uns. Sie waren von Q1 weg einfach besser. In Q3 war vielleicht etwas mehr drin. Aber ich bin froh, dass ich diese Runde hinbekommen habe. Ich bin überhaupt froh, dass ich diesen Versuch noch fahren konnte - denn es war schon sehr knapp auf der Uhr. Auf den Geraden sind wir das schnellste Auto - aber in den Kurven müssen wir schneller werden. Wenn wir in den Kurven dranbleiben können, dann können wir auf den Geraden im Rennen sicher etwas machen."

Max Verstappen: "Es ist ein Gentleman Agreement, dass man sich im letzten Sektor nicht behindert. Jetzt ist es so, aber das werde ich nicht vergessen. Ich denke, Platz drei wäre schon drinnen gewesen."

Textquelle: © LAOLA1.at

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