Vor dem Europa-Auftakt der Formel 1 in Barcelona war Wolff in einem Medienbericht als möglicher Nachfolger von Formel-1-Schirmherr Chase Carey ins Spiel gebracht worden. Die US-Unternehmensgruppe Liberty Media hatte die wichtigste Automobil-Rennserie der Welt im Jahr 2016 übernommen, Carey ist Vorstandschef und Geschäftsführer deren Formel-1-Gruppe.
Als Grund für Wolffs Wechsel war in dem Bericht unter anderem ein angeblich angespanntes Verhältnis zum neuen Daimler-Chef Ola Källenius genannt worden. Källenius, der Ende Mai Dieter Zetsche an der Spitze des Konzern ablösen wird, ist laut Wolff einer, "dem die Formel 1 am Herzen liegt. Aber andererseits auch einer mit knallhartem Kalkül."
Der Schwede kündigte bereits an, Daimler zu einem grüneren Image verhelfen zu wollen. Laut Wolff ist Källenius aber vom Marketing-Wert der Königsklasse überzeugt. "Wir generieren damit einen riesigen Mediengegenwert, deshalb stellt es niemand infrage", sagte Wolff.