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Ferraris fighten! "Können wir uns nicht leisten"

Ferraris fighten! "Können wir uns nicht leisten" Foto: © GEPA

Ferrari war gewarnt, aber griff bis dato nicht ein. Aus neutraler Sicht eine dankenswerte Herangehensweise.

Aber dass sich die Scuderia so selbst die Weltmeisterschaft streitig macht, wurde schon öfter vorgewarnt. Der Spielberg-Sprint am Red Bull Ring wurde zum ersten richtigen Schuss vor den Bug der Italiener.

Statt mit einem Auto Jagd auf Max Verstappen zu machen, bekämpften sich Charles Leclerc und Carlos Sainz auf der Strecke gegenseitig.

Zwar vermieden die Ferrari-Kollegen eine Kollision knapp, ihr Red-Bull-Kontrahent gewann aber wertvolle Sekunden, die er anschließend souverän verwaltete. So war trotz gleicher Pace erst gar nicht an einen roten Angriff zu denken.

Red Bull bedankte sich im Anschluss artig und fast schon ein wenig höhnisch (HIER nachlesen>>>).

Klar ist aber, dass der Gesprächsbedarf bei Ferrari vor dem Grand Prix (So., ab 15:00 Uhr im LIVE-Ticker>>>) den Status "Krisensitzung notwendig" erreicht hat. Damit am Sonntag der Sieg in Angriff genommen werden kann.

Leclerc: Am Sonntag klüger sein

"Am Sonntag wird es ein langes Rennen und Reifenmanagement wird noch wichtiger. Also können wir uns am Sonntag nicht leisten, was wir heute getan haben", schickte Leclerc nach dem Sprint-Rennen einen Appell an seinen spanischen Teamkollegen.

Sainz ging früh im Rennen am Monegassen vorbei, verlor die Position aber wieder.

Dem Spanier war nach dem Sprint anzusehen, dass es wohl schon am Funk eine Maßregelung in seine Richtung gab. Eine ungewohnt düstere Miene und knappe Antworten ließen diesen Verdacht aufkeimen.

Dabei machte dem Silverstone-Sieger der Kampf mit seinem Teamkollegen durchaus "Spaß". "Schade, dass ich ihn nicht erwischt habe."

Bekommt Sainz seinen Platz zugewiesen?

"Beide Autos waren konkurrenzfähig. So eine Dynamik kannst du eine Runde nach dem Start nicht unbedingt kontrollieren."

Ferrari-Renndirektor Laurent Mekies

Der Sohn der Rallye-Legende kommt nach einem schwierigen Saisonstart immer besser mit dem F1-75 zurecht. Pole Position und Sieg in Großbritannien waren nur der letzte Ausdruck davon.

Dieses neue Selbstvertrauen wird nun aber zur Gefahr für die teaminterne Hackordnung. Nach einigen verpatzten Rennen seitens Leclercs, der als klare Nummer eins der "Roten" aus den ersten Läufen hervorging, beträgt der Abstand in der WM jetzt nur mehr zwölf Punkte. WM-Stand >>>

Möglich, dass Sainz sein Standing im Team nun doch manifestiert bekommt. Das wäre gerade in seinem jetzigen Höhenflug ein brutaler Nackenschlag, aber die Scuderia hat es nicht nur auf den Konstrukteurstitel abgesehen.

Zweifel an der Sprint-Siegchance

Abwarten, ob sich schon beim Grand Prix am Sonntag abzeichnet, dass es am Samstagabend eine längere Aussprache gab. Nach dem Sprint waren alle erst einmal um das Motto "gut ist's gangen, nix ist gscheh'n" bemüht.

"Ich habe ein bisschen Zeit im Zweikampf verloren, aber ob es so viel war, dass ich den Sprint dadurch verloren habe? Ich glaube nicht. Als Max den Vorsprung hatte, hat er ihn gut gemanagt", bremste Leclerc die kritischen Fragen.

So sah es auch Sainz. "Max war sehr in Kontrolle des Ganzen, es ist nicht so, dass wir durch den Kampf gegeneinander so viel verloren hätten. Aber wir müssen schauen, dass wir zu Beginn und Ende der Stints näher dran sind."

"Bessere Zusammenarbeit" am Sonntag nötig

Ferrari-Renndirektor Laurent Mekies schien vor dem "ServusTV"-Mikro ob der Vorkommnisse noch nicht zu besorgt.

"Beide Autos waren konkurrenzfähig. So eine Dynamik kannst du eine Runde nach dem Start nicht unbedingt kontrollieren. Sie hatten beide eine tolle Pace. Es ist immer schwierig, den Kompromiss zu finden, sich zurückzuhalten und hinterher zu attackieren. Da müssen wir am Sonntag schauen, ob wir besser zusammenarbeiten können."

In einem erwartet "langen und harten Kampf" zwischen den ebenbürtigen Teams werden die Lehren aus dem Samstag sicher gezogen. Und auch Mercedes hat Mekies nicht abgeschrieben.

"Es wird im Dreikampf immer enger, aber das ist toll für die Fans."

Das ist ein Kampf zwischen Leclerc und Sainz auch, aber so fan-dienlich ticken die Verantwortlichen auf der Jagd nach dem Erfolg auch nicht.


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