Renault droht nach Japan-GP Disqualifikation

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Verliert Renault wichtige Punkte im WM-Kampf? Wenn es nach Racing Point geht, dann ja!

Durch die guten Rennergebnisse von Daniel Ricciardo (6.) und Nico Hülkenberg (10.) sammelt der französische Rennstall in Suzuka (Rennbericht >>>) neun WM-Punkte, die gleichbedeutend das drittbeste Teamergebnis in dieser F1-Saison darstellen.

Punkte, die Renault (77 Pkt.) den fünften Platz in der Konstrukteurswertung sichern, schließlich wurde der Vorsprung auf Toro Rosso (6./59 Pkt.) und Racing Point (7./54 Pkt.) ausgebaut.

Käme da nicht ausgerechnet ein Protest aus dem Racing-Point-Lager.

Illegales Bremssystem im Renault?

Hintergrund ist eine illegale Einrichtung, die Racing Point bei den Boliden von Ricciardo und Hülkenberg erkannt haben möchte. Demnach geht es um ein System, welches die Bremsbalance der beiden Renaults während einer Runde verstellt und somit gleich gegen mehrer Regeln verstößt.

Im Regelbuch der Formel 1 ist es nämlich ein Verstoß, wenn die Piloten die Bremsbalance nicht selbsttätig verstellen.

In Artikel 27.1. des Sportlichen Reglements heißt es eindeutig: "Der Pilot muss das Auto alleine und ohne Hilfe fahren." Weiters wird im Technischen Reglement bei Artikel 11.1.3 folgendes festgelegt: "Jedes Systems, [...] das dazu in der Lage ist, die Konfiguration oder die Performance eines Teils des Bremssystems zu beeinflussen ist verboten."

Renault-Boliden beschlagnahmt

Um den Sachverhalt aufzuklären, hat die FIA die Lenkräder und die Elektronikkontrolleinheiten der beidens Renault-Boliden beschlagnahmt. Eine "detaillierte Analyse" von Hard-, Software und Daten soll folgen.

Nach Abschluss der Untersuchungen wird ein schriftlicher Report an die Rennkomissare übermittelt, ein genauer Zeitraum über die Bekanntgabe einer möglichen Strafe gegen Renault wird vorerst nicht genannt.

Die Franzosen haben sich in einem Statement bereits geäußert und den Protest zur Kenntnis genommen: "Wir werden die Zeit bis dahin nutzen, um uns ebenso detailliert darauf vorzubereiten, unsere Position zu verteidigen."

WM-Vorsprung würde schmelzen

Sollte der Protest von Racing Point erfolgreich sein, könnte das auch in der WM Folgen für Renault haben. Bei einer Disqualifikation würde der Konstrukteurs-Weltmeister von 2005 und 2006 wieder auf 68 Zähler zurückfallen, während Lance Stroll (Racing Point) und Daniil Kwjat (Toro Rosso) von Platz elf und zwölf nachträglich in die Top-10 und damit in die Punkte rutschen würden.

Auch Pierre Gasly (Toro Rosso) und Sergio Perez (Racing Point), Neunter und Zehnter nach Suzuka, würden jeweils um eine Position aufrücken. Vier Rennen vor Schluss würden Toro Rosso mit 62 Zählern und Racing Point mit 58 Punkten ihren härtesten Rivalen um den fünften WM-Platz wieder im Nacken sitzen.

Textquelle: © LAOLA1.at

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