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Das waren die epischsten Formel-1-Aufholjagden

Kimi Antonelli raste in Monza von Startplatz 19 zum Sieg - doch war es die größte Aufholjagd aller Zeiten?

Das waren die epischsten Formel-1-Aufholjagden Foto: © IMAGO/HochZwei/Ronco/

Die Formel-1-Historie ist seit Sonntag um ein packendes Kapitel reicher.

Eine fulminante Aufholjagd von Kimi Antonelli ließ nämlich die Tifosi beim legendären Grand Prix in Monza jubeln. Der Italiener hat das Unmögliche möglich gemacht und raste vom 19. Startplatz noch zum Rennsieg.

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Natürlich gab es in der Vergangenheit bereits andere legendäre Aufholjagden, die sich ins kollektive Gedächtnis der F1-Fans brannten.

Wir blicken daher zurück auf sechs epische Comebacks, die am Ende mit einem Rennsieg belohnt wurden.

John Watson: USA 1983

John Watson: USA 1983
John Watsons sorgt für eine legendäre Aufholjagd in den USA
Foto: ©IMAGO / Crash Media Group

Unser Rückblick beginnt mit einem US-Grand Prix vor mittlerweile 43 Jahren.

Der Brite John Watson und Niki Lauda, ein Jahr nach seiner Rückkehr in die Formel 1, hoffen beim zweiten Saisonrennen in Long Beach auf den Sieg. McLaren kämpft aber mit seinen Michelin-Reifen im Qualifying, und landet mit Problemen nur auf den Plätzen 22 und 23.

Doch im Rennen bringt McLaren die Reifen plötzlich auf Temperatur. Sowohl Watson als auch Lauda pflügen förmlich im Tandem durch das Feld.

Lauda fährt vor Watson - bis beide Piloten zur Spitze aufschließen. Dann überholt der Brite Lauda und ebnet sich den Weg zum Rennsieg. Am Ende landen die beiden McLaren-Piloten beinahe eine gesamte Runde vor der restlichen Konkurrenz.

Rubens Barrichello: Deutschland 2000

Rubens Barrichello: Deutschland 2000
Barrichello wird nach seinem ersten F1-Rennsieg von seinem Emotionen übermannt

Acht lange Jahre muss Rubens Barrichello auf seinen ersten F1-Rennsieg warten. Eine riskante Entscheidung am Hockenheimring 2000 lässt den Brasilianer aber endlich jubeln.

Noch am Vortag im Qualifying sieht es aber gar nicht gut aus. Barrichello muss nämlich nach einem technischen Defekt ins Ferrari-Ersatzauto von Michael Schumacher und landet nur auf dem 18. Platz.

Barrichello zeigt sich am Rennsonntag aber unbeeindruckt und arbeitet sich sukzessive ins Spitzenfeld vor. Kurz vor der Schlussphase zieht schließlich ein Regenschauer über den Hockenheimring auf.

Beinahe das gesamte Fahrerfeld wechselt auf Regenreifen, doch Barrichello bleibt mit den Trockenreifen auf der Strecke und übernimmt somit die Führung.

Der Brasilianer wird am Ende für diese mutige Entscheidung belohnt und vergießt bei der Siegerehrung unendlich viele Freudentränen.

Kimi Räikkönen: Japan 2005

Kimi Räikkönen: Japan 2005
Räikkönen sorgt für ein wahres Spektakel in Suzuka
Foto: ©IMAGO / Thomas Melzer

Manche Rennstrecken prägen die Formel 1 seit mehreren Jahrzehnten. Suzuka ist eine davon. Vor 21 Jahren liefert Kimi Räikkönen beim Großen Preis von Japan Unglaubliches.

Zunächst verspekuliert er sich aber im Qualifying, fährt erst spät bei nassen Bedingungen auf die Strecke hinaus und belegt nur den 17. Startplatz.

Doch am Rennsonntag pflügt der legendäre Finne durchs Feld. Ohne DRS-Unterstützung, die natürlich erst viele Jahre danach erstmals zum Einsatz kommt, sorgt Räikkönen mit seinen Überholmanövern für pure Rennaction.

Acht Runden vor dem Schluss kehrt er nach einem Boxenstopp als Zweiter hinter Giancarlo Fisichella (Renault) zurück. Räikkönen verringert den Abstand kontinuierlich und jubelt nach einem der legendärsten Überholmanöver auf der Außenseite mit etwa 300 km/h über den Sieg in Japan.

Jenson Button: Kanada 2011

Jenson Button: Kanada 2011
Button bewahrt in einer Sternstunde einen kühlen Kopf
Foto: ©IMAGO / Thomas Melzer

Der Große Preis von Kanada 2011 schreibt nicht nur eine, sondern mehrere Geschichten.

Unfassbare 4:04 Stunden dauert das Rennen in Montreal. Nach einem Regenguss steht eigentlich die gesamte Strecke unter Wasser. Ein chaotisches Rennen ist praktisch vorprogrammiert. Nicht weniger als 125 Minuten muss das Rennen unterbrochen werden. Doch Jenson Button im McLaren trotzt den Bedingungen mit einer sagenhaften Leistung.

Der Brite muss im kanadischen Regen nach mehreren Kollisionen insgesamt sechs Boxenstopps einlegen und liegt zwischenzeitlich auf dem 21. und damit letzten Platz.

Bei halbnasser Strecke in der Schlussphase setzt Button aber zu einer unglaublichen Aufholjagd an. Erst in der 70. und letzten Runde geht er an Rennleader Sebastian Vettel (Red Bull) vorbei und triumphiert in Kanada.

Max Verstappen: Brasilien 2024

Max Verstappen: Brasilien 2024
Verstappen brilliert im brasilianischen Chaos
Foto: ©IMAGO / Fotoarena

Für Max Verstappen gab es in seiner Karriere schon einige Rennen, die er und seine Fans wohl nie mehr vergessen werden. Der Große Preis von Brasilien 2024 zählt auf jeden Fall dazu.

Bei einem desaströsen Qualifying rollt Verstappen in Q2 aus und muss nach einem Motorenwechsel das Rennen vom 17. Startplatz in Angriff nehmen. Ein turbulenter Rennverlauf, geprägt von einem sintflutartigem Regen, einem Rennabbruch und mehreren Safety-Car-Phasen, führt Verstappen aber noch zum Rennsieg.

Der Red-Bull-Pilot bewahrt auf einer wahren Rutschbahn einen kühlen Kopf und stellt seine Qualitäten als guter Regenfahrer unter Beweis. Damit ebnet sich der Niederländer letztlich auch den Weg zu seinem vierten WM-Titel in Folge.

Kimi Antonelli: Italien 2026

Kimi Antonelli: Italien 2026
Antonelli bejubelt sein italienisches Märchen in Monza
Foto: ©IMAGO / ANP

Zwei Jahre nach dem Verstappen-Sieg schreibt nun Kimi Antonelli eine weitere Geschichte eines sensationellen Comebacks in der Formel 1.

Nach einem Motorenwechsel geht der italienische Youngster nur vom 19. Startplatz aus in sein Heimrennen in Monza. Eine triumphale Aufholjagd führt den 20-Jährigen zum Rennsieg und sorgt für den ersten italienischen Sieg in Monza seit 60 Jahren.

Alle italienischen Grand-Prix-Sieger in der Formel 1

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