"Charakterbildendes Jahr" für Eng zu Ende

 

Die DTM nach dem Class-1-Reglement ist Geschichte, einmal mehr krönt sich Rene Rast zum Titelträger.

Der Deutsche fährt in nur vier Jahren unglaubliche drei Meisterschaften, eine Vize-Meisterschaft und insgesamt 24 Siege ein. Er dominierte die letzten Jahre der Serie für Audi, seine Zukunft wird ihn verdienterweise in die prestigeträchtigere Formel E führen - immerhin hat er sich in der kurzen Zeit zum erfolgreichsten Audi-Werksfahrer aller Zeiten gemacht.

Nur Mercedes-Legende Bernd Schneider hat mit fünf Titeln mehr vorzuweisen.

"Wenn mir das jemand vor fünf, sechs Wochen vorausgesagt hätte, hätte ich gesagt, dass er keine Ahnung vom Motorsport hat", feiert Rast sein Comeback. Es war gerade die Saison-Schlussphase, die ihm den nächsten Titel bescherte, nachdem der Deutsche zur Mitte der Saison schon abgeschlagen schien.

Wobei "Mitte der Saison" relativ zu betrachten ist: Durch Corona wurden die 18 Rennen binnen 99 Tagen durchgezogen. Umso beeindruckender, dass eine ganze Saison zustande gebracht wurde. Nun hat das Weltgeschehen bis Ende Mai Zeit, ehe die nächste DTM-Saison mit GT3-Fahrzeugen starten soll.

Nicht das beste Jahr für Auer und Eng

Welcher der drei Österreicher dann mitwirken wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geklärt. Die Saison 2020 verlief für das Trio jedenfalls durchwachsen, vielleicht mit der Ausnahme von Ferdinand Habsburg, der als einziger Audi-Fahrer in rot-weiß-rot immer wieder mal vorne anklopfen konnte.

Auch für Lucas Auer, der in seinem Comeback-Jahr am Lausitzring sogar einen Sieg feiern konnte, gab es abseits davon nur überschaubare Erfolgserlebnisse.

"Das war eine Saison mit Höhen und Tiefen. Gegen Ende hatten wir dann leider nicht mehr die Mittel, um an den Erfolg am Lausitzring anknüpfen zu können", bedauert der Tiroler.

BMW spielte hinter Audi zu oft nur die zweite Geige, das bekam auch Philipp Eng zu spüren. "Mit diesem Rennen geht für mich ein sehr charakterbildendes Jahr zu Ende, in dem nicht viel geklappt hat, wenn ich ehrlich bin."

Auch der Salzburger, der 2019 einen Sieg feiern konnte, weiß noch nicht, wie es weitergeht: "Ich habe schon im Qualifying und auch in den letzten Rennrunden versucht, jeden Meter im BMW M4 DTM zu genießen, denn wer weiß, ob und wann ich noch einmal ein so schnelles Rennauto fahren werde. Jetzt bin ich sehr gespannt auf die nächsten Herausforderungen in meiner Karriere. Ich bin noch jung und habe in den kommenden Jahren viel vor."

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Textquelle: © LAOLA1.at

Rast krönt sich mit Sieg in Hockenheim zum DTM-Champion

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