Formel E in Wien "wäre perfekt"

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Der Countdown für die europäischen Formel-E-Rennen läuft.

Am 13. April fällt der Startschuss zur fünfteiligen Europa-Serie, die vom österreichischen Technologiekonzern voestalpine AG als namensgebender Sponsor unterstützt wird. Ob die Elektroserie künftig auch in Österreich Station machen soll, wird politisch weiter eher lose diskutiert. Doch die Zeit drängt.

"In der Formel E ist alles in Entwicklung, da werden jetzt gerade die wichtigen Pflöcke eingeschlagen. Wenn man da mit dabei ist, dann hat man den Fuß in der Zukunft", erklärte voestalpine-Generaldirektor Wolfgang Eder am Donnerstag in Wien.

Er erläuterte damit die Beweggründe seines Unternehmens - die Worte könnten allerdings genauso gut als Wink Richtung Sportpolitik verstanden werden. Denn während die vom Unternehmen mittels speziellem 3d-Druck designte Trophäe für den Gesamtsieger der Europarennen vorgestellt wurde, bekräftigte Formel-E-Gründer und -Promoter Alejandro Agag erneut, die Serie in die Bundeshauptstadt vergeben zu wollen.

"Dann können wir es überall schaffen"

"Wien ist ein perfekter Kandidat", meinte der Spanier via Video-Grußbotschaft. Sportdirektor Frederic Espinos schloss sich an. "Wenn wir es in New York schaffen, ein Rennen auszutragen, können wir es überall schaffen." Die Stadt Wien signalisierte grundsätzliche Bereitschaft. Es habe Gespräche zum Thema Formel E gegeben, hieß es aus dem Büro von Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Ein Gespräch mit Agag habe aber noch nicht stattgefunden.

Das Sportministerium stünde einem "schlüssigen Konzept offen gegenüber", ließ Vizekanzler und Sportminister Heinz-Christian Strache (FPÖ) der APA über eine Sprecherin ausrichten. Strache hatte bereits vor einem halben Jahr gemeint, die Formel E nach Wien holen zu wollen. Ein Förderantrag sei beim Ministerium allerdings bisher keiner eingegangen, "Gespräche mit der Stadt Wien konnten daher auch nicht auf Basis eines konkreten Konzeptes geführt werden".

Wenig Zeit für Entscheidung

Allzu viel Zeit zur Entscheidungsfindung und Klärung der wohl schwierig zu beantwortenden Finanzierungsfrage dürfte es nicht mehr geben. Es gibt zahlreiche potente Interessenten für eine Ausrichtung. "Wenn das heuer nicht entschieden wird, dann ist der Zug abgefahren", erklärte Eder. "Wir sind gern dazu bereit, unser Wissen über die Formel E weiterzugeben." Eine Sponsortätigkeit des Linzer Unternehmens schloss der 67-Jährige aber aus.

Das ruhige Rasen eines Boliden zu verfolgen wird in Österreich allerdings dennoch bald möglich sein. Am Ostermontag werden die Wiener Ringstraße und der Rathausplatz bei einem "Show Run" eines aktuelles Gen2-Autos zur Rennstrecke. "Da wird man sehen, wie gut die Formel E zu Wien passen würde", erklärte Eder. Rennfahrer Lucas di Grassi erläuterte die aus seiner Sicht wichtigsten Komponenten: "Ein 2,5 km langer Kurs mit natürlichen Kurven, 10-12 m breit und der Alltag der Menschen in der Stadt darf dadurch nicht beeinträchtigt werden."

Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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